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Belletristik: Das Wunder von Treviso
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Titel:      Das Wunder von Treviso
Kategorien:      Belletristik
BuchID:      2074
Autor:      Susanne Falk
ISBN-10(13):      3463406004
Verlag:      Kindler
Publikationsdatum:      2011-07-15
Edition:      Hardcover
Number of pages:      256
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
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Beschreibung:      Product Description
Das Wunder von Treviso
   
 

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Rezensionen
05.08.2011 13.08.2011
Das Wunder von Treviso

05.08.2011 Bewertung:  4 brillenbaby vergibt 8 von 10 Punkten

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Treviso, ein kleiner Ort in Italien, dessen 1377 freundliche Einwohner ein beschaulich-ärmliches Leben führten, das mit Arbeit und Langeweile gefüllt war, ist Schauplatz des Erstlingswerke von Susanne Falk. Das einzige Lokal, die Trattoria von Massimo war der tägliche Treffpunkt der Männer, ob Luigi der Friseur, Vito Corriso, der Inhaber des Supermarktes, den man auch als die italienische Ausgabe eines \"Tante Emma Ladens\" bezeichnen konnte oder Mario Fratelli, seines Zeichens Bürgermeister der Gemeinde und deren Seelenheil in den Händen des Pfarrers Don Antonio lag, der sich, weiß Gott, Gedanken genug machte um seine Schäfchen und deren Wohlergehen. Vor allen Dingen nachdem er eine Aufsehen erregende Zeitungsnotiz über eine Madonnenstatue gelesen hatte, die irgendwo an einem abgelegenen Bergpfad in Höhe von 3755 m in einem Herrgottswinkel stand und plötzlich Tränen vergoß, was selbst den Vatikan zu Lobpreisungen eines solchen Wunders veranlaßte. Wie ein Dieb in der Nacht schlich sich der Gedanke ein: ein Wunder mußte her, und das Schicksal Trevisos würde sich ändern, Touristen und Pilger würden in Scharen kommen, um die Madonna zu sehen und den langerwarteten Geldregen über dem Dorf niedergehen zu lassen.
Listenreich und wohldurchdacht, mit Hilfe einer alten, längst zum Gerümpel gestellten Madonnenstatue, der man eine Spezialausrüstung zuteil werden ließ, konnte das Wunder Wirklichkeit werden und die Gläubigen verzückt die blutroten Tränen der Madonna erblicken. Alles nahm den erwarteten wundervollen Verlauf, Treviso überflügelte endlich den stets beneideten Nachbarort Castello della Libertà, dessen zweifelhafter, touristischer Ruhm darin bestand, daß Mussolini dort einst drei Gläser Milch getrunken hatte und man heute noch mit einer seiner Glatze nachempfundenen Kuppeltorte die Erinnerung an ihn in Ehren hielt.
Als Krönung der wundersamen Wandlung des dörflichen Daseins kam noch der Beginn einer zarten Liebesgeschichte dazu, die sich zwischen dem verwitweten Luigi und Maria, der Schwester des Bürgermeisters entwickelte. Die unerforschten Wege des Herrn hatten auch hier mitgewirkt, indem sie Mario einen wahrhaft teuflischen Hexenschuß schickten und seine Schwester aus dem Nachbarort ihm zu Hilfe eilte.
Wie der Leser erkennen kann, wäre alles einfach wunderbar geregelt und sicher mehr als nur ein Dankesgebet wert, wenn da nicht das Schreiben vom Vatikan gewesen wäre, das einen Beauftragten ankündigte, der das Wunder in Augenschein nehmen wollte, um es einer Prüfung zu unterziehen. Trevisos Wunderwelt schien zu wanken, Don Antonios Verantwortung gegenüber seiner Gemeinde und seinem Herrn wurde auf eine harte Probe gestellt. Verzweifelt versuchten die wenigen eingeweihten Dorfbewohner die Situation zu retten, doch alles hatte sich gegen sie verschworen. Die Geschichte um die mysteriöse Madonna nahm einen unvorhergesehenen Verlauf, Personen und Dinge gerieten in neue Situationen, die niemand voraussehen konnte, die Treviso und seine Menschen ganz ungewohnt durcheinander brachten.
Eine köstliche, leicht bekömmliche Sommerkost, mit liebevoller Feder und einfühlsamer Detailverliebtheit gezeichnet, ein hoffnungsvoller Start der Autorin, der den Leser schmunzelnd auf die nächste Lektüre hoffen läßt.

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Das Wunder von Treviso

13.08.2011 Bewertung:  4 Themistokeles vergibt 8 von 10 Punkten

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Inhalt: In einem kleinen Ort in Italien, der zu seinem Leidwesen den gleichen Namen wie eine bedeutend größere Stadt in einem anderen Teil Italiens trägt, ist seit Jahren kaum ein Besucher mehr vorbei gekommen und auch die Bewohner werden immer älter, da die jüngeren wegziehen. Dieser Ort heißt Treviso und seine Bewohner würden sich freuen, wenn auch dort einmal ein paar der Touristen vorbei kämen.
Der Pfarrer von Treviso, Don Antonio hat jedoch eine Idee, einer anderen Stadt hat ein Wunder zu weltweitem Ruhm verholfen, also will er ebendies für Treviso versuchen. Er lässt eine uralte Madonnenstatur  durch einen Schreiner präparieren, den ihm seine Schwester angeschleppt hat, die ihn grade unglücklicher Weise besuchen musste. Während einer Hochzeitszeremonie in Treviso beginnt die Madonna plötzlich rote Tränen zu weinen.
Das Wunder der weinenden Madonna spricht sich schnell herum und nachdem die Pilger die unwegsame Straße nach Treviso gefunden haben, profitiert das ganze Dorf davon. Maria unterdessen hat sich entschieden ihren Besuch deutlich zu verlängern, denn sie hat Gefallen an dem örtlichen Friseur Luigi gefunden.
Treviso blüht nach dem Wunder immer mehr auf und es hätte alles gut werden können, wären da nicht zum einen die Nachbarstadt, die sich um ihre Touristen betrogen fühlt und zum anderen der Vatikan, der sich von der Echtheit des Wunders überzeugen will.

Meinung: Ich muss sagen, dass mich das Buch auf jeden Fall noch echt überrascht hat, denn ich habe doch einige Mal sehr lachen müssen. Viele Stellen, besonders die Dialoge von Don Antonio mit anderen sind oftmals sehr witzig, ebenso wie viele seiner Taten. Was besonders schön ist, ist die Atmosphäre, die sich während des gesamten Romans aufbaut. Man kann sich das gesamte Dorf sowie die allgemeine italienische Mentalität sehr gut vorstellen. Auch die einzelnen Einwohner Trevisos sind sehr schön aufgebaut und irgendwie hat jeder der Bewohner einen sehr schön herausgestellten Charakter, welche der Geschichte eine schöne Tiefe geben.
Alles in allem finde ich, dass es sich bei dem Roman um einen wunderbares Sommerbuch handelt, dass sich besonders durch seinen Witz und die liebevoll gestalten Charaktere, wie die italienische Atmosphäre auszeichnet.


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