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Biografie: Wüstenblume
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Titel:      Wüstenblume
Kategorien:      Biografie
BuchID:      284
Autor:      Waris Dirie
ISBN-10(13):      3548365914
Verlag:      Ullstein Taschenbuch
Publikationsdatum:      2003-05-01
Edition:      10
Number of pages:      280
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Leben der aus Somalia stammenden Waris Dirie, das sie in ihrer Autobiographie Wüstenblume beschreibt, liest sich wie ein modernes Märchen vor exotischer Kulisse. Zu einem richtigen Märchen gehört auch eine gehörige Portion Grausamkeit und Gewalt und nicht zu vergessen, das Wichtigste: ein Happy-End.

Geboren wurde Waris in der Wüste Afrikas, zog mit ihrer Familie, einem Nomadenstamm, von Wasserstelle zu Wasserstelle, ständig im Kampf ums tägliche Überleben. Sie hütete die Tiere, und der erste grausame Einschnitt in ihre Welt der Kindheit war ihre Beschneidung mit fünf Jahren. Mit vierzehn wollte sie ihr Vater dazu zwingen, einen viel älteren Mann zu heiraten. Waris rebelliert und sieht keine andere Möglichkeit, als wegzulaufen, um ihrem Schicksal zu entkommen. Sie flieht in die Hauptstadt Mogadischu und bekommt die Chance, als Dienstmädchen mit dem somalischen Botschafter, einem Verwandten ihrer Mutter, nach London zu reisen.

Mit welcher Schlitzohrigkeit es Waris gelingt, nachdem ihr Onkel wieder zurück nach Somalia berufen wird, in London zu bleiben, sich ihr Überleben zu sichern, sogar britische Bürgerin zu werden, liest sich überaus amüsant. Ein Fotograf, der sie entdeckt hat, bekniet sie tatsächlich zwei Jahre lang, Aufnahmen von ihr machen zu dürfen.

Sie hat es ihrer ungeheuren Zähigkeit zu verdanken, die sie schon früh als Nomadenmädchen erlernt hat, daß sie mittlerweile zu den Topmodels der Modebranche gehört. Seit einiger Zeit setzt sie sich vehement als UNO-Sonderbotschafterin gegen die Genitalverstümmelung von Frauen ein, die sie selbst schmerzvoll erlitt. --Manuela Haselberger

   
 

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Rezensionen
05.07.2009 05.07.2009 26.10.2009 26.10.2009 23.05.2012
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicWaris Dirie wurde als Nomadenmädchen in Somalia geboren. Als ihr Vater sie mit einem alten Mann verheiraten wollte, floh sie nach Mogadischu, und von dort aus nach London. In London arbeitete sie zunächst als Dienstmädchen bei ihrem Onkel, dem somalischen Botschafter, und wurde später von einem Fotografen "entdeckt".

Die Autorin schildert ihr Leben in schlichten, leicht zu lesenden Worten. Sie schreibt über ihre Kindheit in der Wüste, über ihre Modelkarriere, über Erfolge und Niederlagen - und über ihre Beschneidung und deren Folgen. Gerade weil diesem Thema auch heute noch nicht genug Aufmerksamkeit zukommt, ist dieses Buch so wichtig, denn es berichtet von der furchtbaren Verstümmelung aus der Sicht einer Betroffenen.

Mich persönlich hat "Wüstenblume" sehr bewegt. Es klagt die Grausamkeiten an, die seit Generationen an afrikanischen Mädchen begangen werden, es lässt den Leser einen Blick in eine völlig fremde Kultur werfen (und in unsere eigene übrigens auch).
Es ist ein wichtiges Buch, geschrieben von einer sehr starken und mutigen Frau. Respekt!

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicWaris Dirie schreibt über ihr Leben. Und über die Auswirkungen, die ein im wahrsten Sinne des Wortes einschneidendes Erlebnis aus ihrer Kindheit hinterlassen hat. Sie ist als eines von vielen Mädchen in Somalia und anderen afrikanischen Staaten beschnitten worden. Diese brutale Form der Genitalverstümmlung, zum Teil unter katastrophalen hygienischen Umständen vorgenommen, hat weitreichende Folgen auf das gesamte Leben diese Mädchens und der daraus erwachsenden Frau. Trotzdem hat es diese starke Frau geschafft, sich schon im jugendlichen Alter innerhalb der Familie nach London durchzuboxen. Dort wurde sie zunächst im Haushalt ihres Onkel beschäftigt und mehr oder weniger festgehalten und der Öffentlichkeit entzogen. Als dieser dann mal in Urlaub ist, nutzt sie die Gelegenheit und bricht aus. Sie schafft es kurz vor der Ausweisung aus Großbritannien mit Hilfe eines Reporters die Öffentlichkeit so zu mobilisieren, daß sie bleiben darf. Dies schafft sie aber nur, indem sie ihre wahre Geschichte erzählt. Und die ist wirklich grausam.
Trotzdem sollte dieses Buch Pflicht für alle jungen Menschen sein!! Denn es ist die Realität in unserer heutigen Welt. Und die muß ganz klar bekämpft werden.
Ein tolles Buch, daß den Mut und die Kraft der Autorin wiederspiegelt, ohne das es sich einer reisserischen Aufmachung bedient.

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Rezension

26.10.2009 Bewertung:  5 spike79 vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic

Ein wahnsinnig fesselndes und doch zugleich wachrüttelndes Buch von Waris Dirie. Sie erzählt über ihr Leben in Somalie, Ihre Beschneidung und Ihre Flucht. Aber genauso ist es auch eine Geschichte über zwei Welten die unterscheidliche nicht sein können. Zum einen erzählt sie über ihr Leben in Somalia und zum andere über ihr neues als damaliges Topmodel. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings, dass sie einige Male in den zeiten rumspringt. Aber das Buch ist trotzdem sehr schnell und gut zu lesen.


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Überarbeitete Rezension ;=)

26.10.2009 Bewertung:  5 spike79 vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic
  • Es ist eine Geschichte vom Leben in zwei Welten. Der Unterschied könnte nicht deutlicher sein. Auf der einen Seite das Leben in der dritten Welt, in einem der ärmsten Länder der Welt. Auf der anderen Seite das Geld, der Ruhm eines Top-Modells.
    Dazu ist das ganze gewürzt mit sehr viel Humor. Selbst bei tragischen Momenten kann man mit der Frau lachen. Die Betonung liegt dabei auf mit. Selbst wenn es ihr schlecht geht, selbst wenn sie nicht weiter weiß, selbst wenn sie betrogen wird, selbst dann findet sie etwas worüber sie sich freuen und worüber sie lachen kann.
    Und sie hält uns den Spiegel vor. Sie kann es auch, weil sie eben nicht aus der \"westlichen Welt\" kommt, kann sie es. Wer das Buch liest wird über vieles anders denken, bei vielem nachdenklich werden, über sich selbst nachdenken können.
    Und am Ende wird man wütend sein, weil vielen Frauen auf der Welt die Chance genommen wird ein rundum erfülltes Leben zu führen. Aber auch hier ist ein positiver Ansatz von Waris Dirie zu finden, es gibt Frauen, die sich wehren und es werden immer mehr.
    Waris Dirie nmmt sich die Freiheit und springt im Erzählfaden mal zeitlich nach vorn, mal wieder weit zurück. Trotzdem verliert man nie das Verständnis, warum etwas an einer Stelle passiert. Man hat den Eindruck, es sitzt einem eine Freundin gegenüber, die einem etwas aus ihrem Leben erzählt. Das macht einen Teil des Reizes dieses Buches aus.
    Da ist eine Person, die ihre Wurzeln nicht vergessen hat, die ihre Wurzeln liebt, aber sie nicht unkritisch sieht. Jemand der sehr lebensbejahend ist, der einen mitreißt. Jemand der sagt, so schlimm ist das alles nicht, für dieses Leben lohnt es sich zu kämpfen. Ändern wir die Mißstände und es wird noch besser.

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    Wüstenblume

    23.05.2012 Bewertung:  4 Asmos vergibt 8 von 10 Punkten

    Userpic

    Meine Meinung:
    Waris Dirie erzählt erzählt über ihr wohl einzigartiges Leben, das sie von einem Nomadenleben in Somalia erst nach London und dann als Model in die ganze Welt geführt hat. Es gibt wohl wenige Menschen, die die Welt aus derart vielen unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten können. Thematisch fand ich das Buch sehr bewegend und einschneidend, vor allen Dingen, da dies wohl eine der wenigen Möglichkeiten sein wird, jemals wirklich einen Blick in das Leben eine Nomandenkindes werfen zu können und gleichzeitig auch eine Ahnung von den Gefühlen eines solchen Lebens zu bekommen.
    Dabei fand ich besonders die ersten hundert Seiten wirklich einschneidend. Das Leben in der Wüste, mit der Familie, diese fremden Bräuche und dieses Leben ohne Besitz und irgendwelche Sicherheit. Deshalb hätte ich mir gewünscht, dass das Buch mehr aus diesem Leben erzählt hätte. Ich empfinde es als wichtig die Welt über diese fremde Kultur aufzuklären und ihr die Augen für die Probleme zu öffnen. Ebenso schade fand ich, dass die Beschneidung an und für sich, aber vor allen Dingen die Auswirkungen auf das Leben im ersten Teil des Buches kaum zur Geltung gekommen sind. Es war ein Teil der Geschichte, der abgehandelt wurde, aber erst viel später wieder eine Erwähnung fand. Da es genau dieser Teil ist, der das Buch einzigartig und aufklärend macht, hatte ich eigentlich erwartet, dass er weitaus mehr Seiten in Anspruch nimmt.
    Im Gegenzug hätte ich auf viele Seiten verzichtet, die sich mit dem Leben eines Models beschäftigen. Auch wenn es anfänglich durchaus interessant ist mitzuerleben wie jemand, der aus einer so andersartigen Kultur kommt, mit einem derartigen Beruf fertig wird, so habe ich keinerlei Interesse daran zu erfahren, wie nett oder unsympathisch die Fotografen, Stylisten und all die anderen Menschen in diesem Berufszweig sind.
    All diese Seiten, die erzählen, wie das Leben eines Models ist und sein kann und welche Schattenseiten es birgt, hätte ich nur zu gerne mit weiteren Erzählungen aus der Wüste gefüllt gesehen.
    Vom Stil her ist das Buch natürlich mit dem eines professionellen Autors nicht zu vergleichen und auch ich hätte Waris Dirie gewünscht, dass ihre bewegende Geschichte in einer runderen Verpackung präsentiert wird, was ihr sicherlich noch mehr Aufmerksamkeit beschert hätte. Allerdings ist es flüssig geschrieben und liest sich somit recht schnell.

    Fazit:
    Ein Buch, das ein totgeschwiegenes Thema behandelt und somit unter keinen Umständen selbst totgeschwiegen werden sollte. Eine Geschichte mit viel Potenzial, um den Menschen die Augen aufzurütteln, allerdings hätte man sich mehr mit Afrika und weniger mit dem Dasein eines Models beschäftigen sollen.


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