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Die Flammende
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Titel:      Die Flammende
Kategorien:      Fantasy
BuchID:      1983
Autor:      Kristin Cashore
ISBN-10(13):      3551582114
Verlag:      Carlsen Verlag GmbH
Publikationsdatum:      2011-01-12
Edition:      1
Number of pages:      510
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



   
 

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Rezensionen
19.04.2011 20.04.2011
Die Flammende

19.04.2011 Bewertung:  4 haTikva vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic

Das Cover ist sehr schön in seiner Einfachheit. Das ganze Bild ist in zartroten Tönen gehalten. Das Mädchen darauf streckt dem Betrachter den Rücken zu. Ihr Haar ist zu einem Zopf geflochten und sie neigt ihren Kopf etwas zur Seite, dass (sodass) ein wenig ihres Profils sichtbar ist. Ihr Haar ist hellrot dargestellt und am unteren Rand des Bildes ist ein schönes Muster zu sehen.

Wir befinden uns in einem Gebiet namens Dells, das direkt an die sieben Königreiche angrenzt, welches aus dem ersten Band \"Die Beschenkte\" bekannt ist. Eine Karte des Reiches ist vorne im Buch zu finden.
In Dells gibt es keine Beschenkten, dafür unzählige Tiermonster aller Arten. Diese heben sich durch wunderschöne Farben von ihren normalen Artgenossen ab.
Die Fähigkeit der Gedankenkontrolle und –manipulation macht sie zu Monstern. Dadurch werden die Menschen leichte Opfer für sie.
Fire ist, soweit bekannt, das einzige weibliche Menschenmonster.
Wie die Monstertiere kann auch sie mit den Gedanken der Menschen spielen wie es ihr beliebt. Doch anders als ihr Erzeuger, ebenfalls ein Monster, versucht sie diese Fähigkeit zu unterdrücken. Sie möchte normal sein, nicht ständig wegen ihrer atemberaubenden Schönheit angestarrt und betatscht werden.
Dass sie auch etwas von dieser Normalität genießen kann, dafür sorgen ihr Jugendfreund Archer und dessen Vater. Sie haben von Fires verstorbenem Vormund den Auftrag bekommen, auf sie aufzupassen. Als plötzlich ein Trupp Soldaten auftaucht und sie zu König Nash begleiten soll. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich alles in Fires Leben.

Als sie in Nashs Reich eintreffen, ist Fire überwältigt von der Farbenpracht, die die Stadt ausstrahlt, von der Vielzahl der Menschen und dem Königshof.
Fire soll mit ihrer Fähigkeit, Gedanken zu lesen und kontrollieren, herausfinden, was die Feinde des Königs planen.
Nashs Bruder, Prinz Brigan und der Oberbefehlshaber der königlichen Armee, begegnet Fire zu Anfang mit Hass, Misstrauen und Verachtung.
Als wäre das nicht schon schlimm genug für Fire, besitzt er auch einen dermaßen starken Willen, dass sie keine Gedanken von ihm erhaschen kann. Er scheint komplett immun gegen sie zu sein, was Fire aber auf der anderen Seite wiederum fasziniert.
Doch während Fire dem König mit ihrer \"Gabe\" dient, indem sie Spione aushorcht, kommen Brigan und sie sich allerdings etwas näher. Da Brigan für die Armee verantwortlich ist und ein Krieg bevorsteht, ist er zwar viel unterwegs, doch die wenige Zeit bei Hofe, verbringt er oft mit ihr zusammen. Als er ihr eines Tages sagt, dass er ihr vertraut, kann sie nicht einschätzen, ob es ernst gemeint ist oder nicht. Aber ab dem Zeitpunkt verändert sich etwas zwischen ihnen, was ich erst im Laufe der Handlung immer mehr spürte. Das hat die Autorin richtig schön beschrieben.

Durch die Umstellung in dieser Serie von „Beschenkte“ auf Monster und ihrem dementsprechend anderen Verhalten, kam ich erst mit der Zeit zurecht.
Doch als ich die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden hatte, wurde der Roman richtig spannend. Ich wollte immer wissen, was als nächstes geschieht und wie Fire und Brigan miteinander umgehen.
Der gesamte Roman war mit anschaulichen Beschreibungen gespickt und die Protagonistin Fire wuchs mir im Laufe der Handlung immer mehr ans Herz.
Dass es sich bei diesem Roman um ein Jugendbuch handelt, merkte ich an der einfachen Schreibweise und dem Verhalten von Fire und Brigan füreinander.
Durch einen nahenden Krieg wuchs auch die Spannung immer mehr an und Fires Hilfe wurde immer nötiger und unverzichtbarer.

Im Laufe der Geschichte wurde dann auch eine Verbindung zum ersten Band der Trilogie hergestellt. Dabei stellte ich fest, dass \"Die Flammende\" einige Jahre vor \"Die Beschenkte\" spielt.
Immer wieder mischten sich auch kurze Geschichten von Fires Vater darunter, durch die ich das Mädchen besser kennenlernen durfte.
Und mit der Zeit lernte sie, dass sie nicht ihr Vater ist, dass sie eigene Entscheidungen treffen kann und wie sie sich verhalten will und ihre Fähigkeit einsetzen möchte. Diese Wandlung zu einer eigenständigen Persönlichkeit wurde gut beschrieben.

Der Roman ist in vier Teile aufgegliedert. Jedes Kapitel beginnt mit ein paar Worten, die etwas größer und mit einer filigranen Schrift hervorgehoben werden.
Die wenigen englischen Bezeichnungen und Namen wurden übersetzt.

Fazit:
Auch der zweite Roman der Fähigkeiten-Trilogie ist ein wunderschöner Jugendroman.
Ich gebe diesem Werk wegen leichten Startschwierigkeiten vier von fünf Sternen.


Fähigkeiten-Trilogie:
1. Die Beschenkte
2. Die Flammende
3. Bitterblue (noch nicht übersetzt)

© 19.4.2011 - Tikvas Schmökertruhe


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Schlechtes Buch oder schlechte Übersetzung?

20.04.2011 Bewertung:  3 Callisto vergibt 6 von 10 Punkten

Userpic

Das Königreich der Dells ist in Aufruhr. Nach dem Tode des grausamen Königs Nax und dessen noch grausameren Berater Cansrel versuchen zwei Lord, Lord Mydogg im Norden und Lord Gentian im Süden die Macht zu übernehmen und den König Nash und seinen Bruder und Oberbefehlshaber Brigan zu entmachten.
Auch in den Dells gibt es Wesen mit besonderen Gaben, wie die Beschenkten der sieben Königreiche, diese Wesen werden in den Dells als „Monster“ bezeichnet. Sie zeichnen sich durch ein farbenprächtiges Fell/Haare oder Gefieder aus und besitzen alle die Gabe, den Willen und Geist eines normalen Menschen übernehmen und kontrollieren zu können. Zugleich sind sie so schön, dass sich jedes normales Wesen ihrer Schönheit und Anmut ergeben will und sie gleichzeitig besitzen will.
Fire, die siebzehnjährige Tochter des Verräters Cansrel und ein Monster wie ihr Vater, besitzt diese Gabe ebenfalls. Anders als ihr Vater jedoch versucht sie, diese Gabe nur zu ihrem Schutz einzusetzen. Zum Wohle des Königreichs jedoch muss sie mit diesem Vorsatz brechen und ihre Fähigkeiten in den Dienst des Königshauses stellen, will sie das Reich retten.

Nach „Die Beschenkte“ war ich neugierig auf den neuesten Roman der Autorin und habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Umso größer die Enttäuschung. Dieser Roman reicht nicht einmal ansatzweise an „Die Beschenkte“ heran, und dafür gibt es mehrere Gründe.

Zum einen ist er stilistisch einfach nur grausam. Das ist keine Geschichte, das ist teilweise eine Aufzählung und Aneinanderreihung von Ereignissen mit einer Häufung von Wortwiederholungen, und Aneinanderreichung von kurzen, abgehackten Sätzen die es teils sehr mühsam machen, sich weiter durch die Geschichte durchzukämpfen.
Möglicherweise ist das auch die Schuld des Übersetzers, der teils infantile Worte wie tut oder mampfen verwendet, oder rachlustige Wut (S. 104) aber ich denke nicht, dass alles vollkommen seine Schuld sein kann.

Hier drei Beispiele, die man beliebig erweitern kann:
S. 457: Sie stellte fest, dass ihr Magen Blut, Infektionen und menschliche Innereien gut ertragen konnte, obwohl menschliche Innereien deutlich wüster waren als die Innereien von Insektenmonstern. – 3 Mal Innereien in einem Satz!
S: 477: „Vergibst Du mir, wenn ich Kraft aus deiner Stäke ziehe“ „Du kannst jederzeit all meine Stärke haben. Aber du bist die Starke, Fire. Im Moment fühle ich mich überhaupt nicht stark.“
S. 490: Du bist die Königin und es ist das Haus der Königin, […] Aber Nash wird eines Tages eine Königin haben.

Des Weiteren strotzt das Buch voller hinkender Vergleiche und Beschreibungen wie z. Bsp. S. 200. […] dass dieser dunkle, gut aussehende Mann all das gleichzeitig war, offen wie der Himmel und doch unglaublich schwierig zu bändigen.

Zum anderen ist es die Figur der Fire. Sie ist eindimensional, persönlichkeitsfrei und langweilig und dabei doch sooooooooooo unglaublich sanft. Fire ist ja sooooooooo schön, alle lieben sie und wollen sie sofort heiraten, besitzen oder vergewaltigen. Wer sie sieht, kann seine Augen nicht von ihr lassen. Und die arme, arme Fire leidet ja dermaßen darunter schön zu sein, dass sie alle Spiegel verbannt und ihr Haar mit einem Schal bedeckt gemäß Sure 24, 31 des Koran, die nahegelegt, einen Schal zu tragen damit sie „erkannt“ und nicht belästigt werden. Ich erinnere mich auch wage an eine Geschichte, in der Mohammed einer rothaarigen Frau nahelegt ein Kopftuch zu tragen, wenn sie nicht angestarrt werden will.
Ganz ehrlich, das bedient ganz infantile Teenieträume von überirdischer Schönheit, die einen so begehrenswert macht, dass einem alle zu Füßen liegen, aber man ist reif genug zu erkennen, das das durchaus auch Nachteile haben kann…

Was auch irritiert ist die zwanghafte Verknüpfung zu „Die Beschenkte“. Im ersten Kapitel wird die Figur des Beschenkten Immiker eingeführt, die dann den Rest des Buches erst mal fast komplett verschwindet, um gegen Ende noch mal schnell hervorgekramt zu werden. Das wirkt erzwungen und deplaziert.

Lady Fire ist anders als Lady Katsa nichts Besonderes. Sie ist einfach eine rothaarige Telepathin, davon gibt es im Darkover Zyklus von Marion Zimmer Bradley sehr viele, und die nennen sich nicht Monster sondern Comyn. Auch, die Bezeichnung und das ganze Konzept Monster, irritierte mich das ganze Buch über. Monster lieben es das Fleisch anderer Monster zu essen, sie werden vom Geruch und Anblick anderer Monster angezogen und wollen diese sofort fressen, was natürlich ein echtes Problem ist, wenn Fire ihre Tage hat, darauf wird dann auch ausführlich und regelmäßig eingegangen.
Das stellen ich mir bei Maus und Hasenmonster auch sehr spannend vor, da diese ja Vegetarier sind. Des Weiteren stellt sich mir die Frage, wie sich diese Monster dann überhaupt vermehren können, da sie sich ja sofort gegenseitig auffressen. Diese Idee ist nicht durchdacht und voller Logiklücken so wie S. 240 der Abdruck von Nashs Ring auch nach WOCHEN noch nicht verblichen ist…

Die Geschichte an sich zieht sich über weite Strecken teils auch eher ereignislos zäh, da wäre ein wenig mehr Action wünschenswert gewesen.

Fazit: Nach Die Beschenkte könnte man meinen \"Die Flammende\" wäre von jemand anderem geschrieben worden, auf jeden Fall wurde sie von jemand anderem übersetzt.


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