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Nebenan: Roman
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Titel:      Nebenan: Roman
Kategorien:      Fantasy
BuchID:      720
Autor:      Bernhard Hennen
ISBN-10(13):      3492236782
Verlag:      Piper Taschenbuch
Publikationsdatum:      2002
Edition:      3
Number of pages:      541
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Wer Bernhard Hennen nur als Autor von Romanen aus der Welt des Schwarzen Auges kennt, wird hier sein blaues Wunder erleben: Nebenan spielt keineswegs im fernen Aventurien oder einer vergleichbaren Fantasy-Welt, sondern in Köln.

Der Altgermanistik-Student Till Küster ist wirklich ein Pechvogel. Sechs Jahre hat er in sein Studium investiert, seinen Eltern auf der Tasche gelegen, und jetzt wirft ihn sein Professor samt seiner Magisterarbeit über Oswald von Wolkenstein aus dem Büro. Dabei fühlt sich Till dem mittelalterlichen Ritter und Dichter ausgesprochen seelenverwandt. Doch ach, der starrköpfige Professor sieht das anders.

Voller trüber Gedanken macht sich Till auf zum Samhaim-Fest, in der Hoffnung, seine schlechte Laune in diversen Krügen Met zu ertränken. Beschließen möchten er und seine Freunde den Abend mit einem altehrwürdigen Ritual: mit einer Geisterbeschwörung. Als die angerufenen Fabelwesen dann tatsächlich auftauchen, ist buchstäblich der Teufel los. Und Till hat plötzlich ganz andere Sorgen als eine missratene Magisterarbeit.

"Nebenan", das ist unsere Welt, aus der Sicht der "Dunklen" betrachtet. Diese "Dunklen" -- das sind Graf Cagliostro, der Erlkönig und ein geistig etwas minderbemittelter Werwolf. Sie wollen unsere Welt zurückerobern, aus der sie, zusammen mit der ganzen höllischen Heerschar, in alter Zeit von den Zwergen verjagt worden waren.

Bernhard Hennen, der im Bücherherbst 2002 mit seinem Roman Die Wahrträumer Furore gemacht hat, erzählt hier mit viel Sprachwitz und Liebe zum Detail ein etwas anderes Fantasy-Märchen. Till beispielsweise wird von einer bezaubernden Dryade unterstützt, die sich in ihn verliebt hat, und von Heinzelmännchen, die alles andere als altmodisch sind: Sie können mit Computern und Handys umgehen, und wenn es darum geht, die Welt zu retten, sind sie um einiges ausgefuchster als ihre menschlichen Verbündeten. Gerade das macht Nebenan zu einem ausgesprochen vergnüglichen Leseerlebnis -- einer der ganz wenigen deutschsprachigen Fantasy-Romane, die sich vor der angloamerikanischen Konkurrenz nicht zu verstecken brauchen! --Hannes Riffel

   
 

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Rezensionen
05.07.2009 05.07.2009 05.07.2009
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicSchon den Hauptdarsteller zu benennen ist schwierig. In gewisser Weise ist es wohl Till, seines Zeichens Student, Träumer und Mitglied des Schwertkämpferclans Ui Talchiu. Als eine Dryade, die in einem Friedhofsbaum lebt, ihm seine Liebe gesteht, glaubt er natürlich zuerst, daß er nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, aber was ein richtiger Träumer ist, der hört eher auf seine Gefühle als auf rationale Argumente. Die weitere Handlung auch nur im Groben zusammenfassen zu wollen, ist meiner Meinung nach vollkommen unmöglich, da alles zusammengehört und in kleinen chaotischen Schritten passiert. Man würde zuviel erfahren über ... Nebenan. Aber auch die Charaktere der hiesigen Seite: der Köln "visitierende" Neuzeit-Inquisitor; der sich ständig mit Baldrian zusaufende Pater Anselmus; ein lösungsmittelsüchtiger Hund sowie eine von Außerirdischen heimgesuchte Friseuse und ihr Asphalt-Tarzan bescheren dem Buch viele kleine in sich verwobene Handlungsstränge, die Hennen am Ende zu einem Knoten verflicht, der nicht unerwartet ist, es aber eigentlich auch nicht sein kann. Doch das Buch lebt aus dem Buch heraus, nicht für das Ende.rnrnSchon allein die Namen der Figuren sind Programm: Nöhrgel, Rölps und Knuper, Mozzabella, Matzi und Birgel und - nicht zu vergessen - natürlich Marie Antoinette, das Eichhörnchen. Herrliche Namen für unglaubliche, aber sehr reale Gestalten, wie Till und seine Clan-Freunde auf recht unsanfte, nichtsdestrotz aber lustige und spannende Weise feststellen müssen. Alles geht scheinbar durcheinander und doch folgt Hennen einem an sich wohldurchdachten Plan - und den Gesetzen der Physik, zumindest was den Kampf gegen Drachen angeht. Obwohl man manchmal eigentlich nicht so richtig durchsteigt, wie nun der Werwolf auf einmal... und dann wieder nicht mehr, wer nun böse ist, doch nicht so richtig, nur scheinbar, ein kleines bißchen oder überhaupt nicht, warum der Heilige Vater Wodka segnen muß, um gegen den Erlkönig zu bestehen, wie ein Starzahnarzt auf einmal Beschützerinstinkte für ein ganzes Tierheim entwickelt... all das wird verpackt in einem wundervoll unterhaltsamen modernen Märchen. rnSelten zuvor habe ich eine so liebevoll detaillierte Geschichte gelesen, die sich mit einer Stadt, ihrem Drumherum, Mittendrin und Untendrunter beschäftigt. Das einzige, was dem Buch meines Erachtens fehlt, ist ein Stadtplan für Nicht-Ortsansässige... ;o)rn

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicAus dem NEBENAN, einer Art Paralellwelt, in der Märchen- und Sagengestalten leben, entkommen der Erlkönig und Graf Cagliostro samt Werwolf-Diener ins moderne Köln. Sie planen eine Invasion der Bösewichte, welche nur die kölner Heinzelmänner und ein paar Mittelalterfans aufhalten können.
*****
Von diesem Buch war ich hingerissen. Bernhard Hennen hat eine Welt voller Magie geschaffen, die zudem auch noch witzig ist. Die Verflechtungen der Magie und der "normalen" Welt sind so interessant dargestellt worden, daß man wie besessen weiterliest, um herauszufinden, was als nächstes kommt.
Die Heinzelmännchen sind laut Hennen gar nicht die putzigen kleinen Kerlchen, die den Menschen bei den täglichen Arbeiten ein wenig zur Hand gehen. Vielmehr sind sie eine hochtechnisierte Gesellschaft, die für die "Langen" eher Verachtung empfindet.
Die Mitglieder der Ui Talchiu sind eine Rollenspielgruppe, welche Hexenrituale abhält und schwertschwingend durch die Diskotheken oder Mittelaltermärkte zieht. Und doch werden ausgerechnet diese Träumer, wie andere sie bezeichnen, nach NEBENAN geschickt, um die Pläne der Bösewichte zu erforschen. Die einzelnen Charaktere der Gruppe sind keineswegs blasse, langweilige Gestalten. Der Autor hat sie mit seiner Art zu schreiben regelrecht zum Leben erweckt. Besonders die Figur der Gabriela, der immer perfekt gestylten Gruppengründerin, hat mir gefallen.
Weitere Charaktere sind: Der intrigante Erlkönig, von dessen Existenz bisher nicht einmal die Heinzelmänner etwas wußten; Graf Cagliostro, ein etwas in die Jahre gekommener Perückenträger; ein Zahnarzt, der einem Werwolf eine Brücke einsetzt; ein Inquisitor, der unter Verfolgungswahn leidet; eine Friseurin, welche fest an Vulkanier glaubt; der Älteste der Heinzelmänner - Nöhrgel, der für Sharon Stone schwärmt; Blau, ein Hund mit der Vorliebe für Farbtöpfe; ein Drache, eine Hexe, eine Baumbewohnerin und und und...
Dieses Buch ist an keiner einzigen Stelle langweilig zu lesen.
Mit einem Wort: Zauberhaft!

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3 Zelda vergibt 6 von 10 Punkten

UserpicMit "Nebenan" hat Bernhard Hennen weniger einen Fantasy-Roman geschrieben als vielmehr eine augenzwinkernde Hommage an alle Träumer und Rollenspieler dieser Welt. Es sind hauptsächlich die kleinen Details, die liebevoll verpackt das Salz in der Suppe sind. Alleine schon einige Namen sind phantastisch getroffen, Nöhrgel für den Anführer der Heinzelmänner ist dabei noch mein Favorit.
Weniger gut gefallen hat mir die Verteilung auf eine fast unmögliche Anzahl von gleichwichtigen Charakteren, die alle auf ihre Weise einen Sprung in der Schüssel haben - sei es Till, der studierende Rollenspieler, oder der Erlkönig mit den spitzen Ohren auf der Suche nach Mr. Spock, quasi als Rache für all diejenigen, die das gleichnamige Gedicht mal auswendig lernen mussten.
Der Fokus liegt eindeutig auf Situationskomik, nicht auf den Figuren an sich, wobei es mir dann teilweise nicht witzig genug war, um nicht doch hier und da etwas Hintergrund zu vermissen.
Als Konsequenz ist "Nebenan" ein erfrischend anderes Buch, das sich selbst nicht zu Ernst nimmt, bei dem ich aber das Gefühl nicht loswurde, dass mir etwas fehlt.

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