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Luis Dor und die Macht der Undinge
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Titel:      Luis Dor und die Macht der Undinge
Kategorien:      Fantasy
BuchID:      724
Autor:      Jörg Hagemann
ISBN-10(13):      3800050331
Verlag:      Ueberreuter
Publikationsdatum:      2003
Edition:      HC
Number of pages:      343
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
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Rezensionen
05.07.2009
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Alien vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicLUIS DOR UND DIE MACHT DER UNDINGE ... ist nach "Filip Filander und das geraubte Wissen" bereits der zweite Roman, der von Jörg Hagemann in der Edition "Meister der Fantasy" erscheint. Der neue Roman könnte fast schon Schullektüre sein. Es wird über den Sinn des Lebens gesprochen - aber nicht auf einer philosophischen Ebene, sondern der Titelheld erlebt all seine existentiellen Probleme nicht nur in der Gedankenwelt "was wäre wenn", sondern ist im wahrsten Sinne des Wortes physisch darin gefangen und muß sich durch das für uns unvorstellbar sterile und surreale Gewirr von Regeln kämpfen, das in seiner Heimat Aurania 'Leben' heißt. Anfangs hat mich die Geradlinigkeit der Geschichte und die fast schon unpersönliche Erzählweise irritiert, die so gar nicht ins Fantasy-Genre passen mag. Jedoch findet man während des Lesens heraus, daß auch Science Fiction im Spiel ist, somit wird "Luis Dor und die Macht der Undinge" zu einer zeitlosen Geschichte im Kampf gegen den eigenen Mut, die Innere Stimme, auf die zu hören allen Einwohnern des Landes (aus gutem Grund) verboten ist. Und wenn man es doch tut? Nun, dann steckt man bald so mächtig in der Klemme wie der arme Luis Dor! Denn was, wenn die Innere Stimme nicht die eigene ist? Und was weiter, wenn sie recht hat mit allem, was sie sagt? Wo kommen wir her und wo gehen wir hin? Was sind Eltern? Wozu braucht man sie in einer Welt, in der es keine Familien gibt? Das Buch hat mehrere Spannungsbögen, die sich nach und nach ergänzen, ist stilistisch eher anspruchsvoll als dahinplätschernd, wie es bei Kinder- und Jugendromanen dieser Reihe leider bisher öfter der Fall war und Jörg Hagemanns Roman hinterläßt ein Gefühl der Zufriedenheit, wenn man sich vor Augen führt, daß wir glücklicherweise noch nicht in dieser seltsamen Zukunft angekommen sind, die sein Buch beschreibt. Ich halte diesen Roman für sehr empfehlenswert, jedoch nicht unbedingt für jüngere Leser und schon gar nicht für Leute, die leicht verdauliche Fließband-Fantasy suchen.

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