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Die Tatarin
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Titel:      Die Tatarin
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      241
Autor:      Iny Lorentz
ISBN-10(13):      3426628570
Verlag:      Knaur TB
Publikationsdatum:      2005-07-01
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      592
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Russland im Jahre 1707 Das Leben der jungen Tartarin Schirin ändert sich jäh, als ihr Vater, der Khan, nach einem missglückten Aufstand von den Russen gefangen genommen wird. Die Sieger fordern den Khan auf, ihnen einen Sohn als Geisel zu stellen. Doch der älteste seiner Söhne ist bereits tot und der jüngste noch zu klein. Also wird Schirin kurzerhand in Männerkleider gesteckt und unter dem Namen ihres toten Bruders an die Russen ausgeliefert. Für Schirin beginnt eine harte Zeit, in der sie nicht nur ihre wahre Identität verheimlichen, sondern auch ihre aufkeimenden Gefühle für einen jungen Russen aus feindlichem Lager verbergen muss ...Ein neuer dramatischer und facettenreicher historischer Roman von dieser Meisterin des Genres!
   
 

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Rezensionen
05.07.2009
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3.5 Zelda vergibt 7 von 10 Punkten

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Eine 17-jährige Schönheit mit Hass auf alle Russen wird in Männerkleidung gesteckt und mit einer Gruppe Geiseln unter dem Kommando eines attraktiven, jungen, russischen Hauptmanns quer durch Russland verfrachtet, wobei sie ihr wahres Geschlecht verbergen muss.

Welcher Gedanke drängt sich dabei auf? Richtig – und das ist genau das Problem des Buches. Worauf das Ganze hinauslaufen wird, ist klar, sobald sich Hauptmann Sergej und Tatarin Schirin alias Bahadur zum ersten Mal begegnen. Schirins Hass auf alles Russische wirkt zudem sehr aufgesetzt und kann zu keinem Zeitpunkt überzeugen. Der ganze Roman besteht praktisch nur aus der Beziehung Sergej/Schirin und einem nahezu endlosen Umhergeziehe durch die russischen Weiten. Zwischendurch gibt es immer wieder Szenen, die sich zu wiederholen scheinen, besonders die ständige Trinkerei nervt irgendwann nur noch. Statt als amüsanter running gag läuft sich die Wodka-Arie irgendwann tot, ebenso wie das „Väterchen Hauptmann“ oder „Väterchen Zar“-Gerede.


Fairerweise muss man natürlich sagen: niemand kauft sich ein Buch mit einem solchen Klappentext, ohne die Erwartung auf ein happy end zu hegen. Insofern gibt das Autorenduo den Lesern nur das, was sie wollen, ein paar mehr Hindernisse und Klippen hätten aber dem Ganzen nur gut tun können. Die Geschehnisse ins Russland unter Zar Peter zu verlegen ist an und für sich ein guter Schachzug, ist diese Epoche von historischen Romanen bislang eher unbeachtet und daher auch unverbraucht geblieben. Allerdings wurde für mich das damalige Russland nur bedingt lebendig, die Erwähnung von Wodka und Piroggen reicht alleine nicht aus.

Alles in allem muss man der „Tatarin“ zu Gute halten, dass das Buch trotz allem nicht langweilig ist und sich gut liest. Im Vergleich zu z.B. der „Wanderhure“ werden allerdings Erwartungen geweckt, die hier einfach nicht gehalten werden können.


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