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Hiobs Spiel. Frauenmörder: Erstes Buch
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Titel:      Hiobs Spiel. Frauenmörder: Erstes Buch
Kategorien:      Horror
BuchID:      474
Autor:      Tobias O. Meißner
ISBN-10(13):      3821806915
Verlag:      Eichborn
Publikationsdatum:      2002-08
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      360
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Ich muss zugeben (bei dieser Buchbesprechung werde ich ausnahmsweise persönlich, deshalb der vertrauliche Tonfall), dass mir der Umschlagtext dieses Romans anfangs jegliche Leselust verdorben hat. Da steht unter anderem: "Das gesamte Projekt ist auf eine Dauer von fünfzig Jahren angelegt. Die Zahl der Bände ist nicht festgelegt, stilistisch ist alles erlaubt." Auch die Typografie des Bandes schlägt über jegliche Stränge. Galoppierender Größenwahn eines Jungautors, den der Verlag nicht im Zaum halten konnte? Tobias Meißner benötigt keine 30 Seiten, um mich vom Gegenteil zu überzeugen.

Hiob Montag ist ein Getriebener. Sein Großvater war ein mächtiger Magier, seine Mutter eine Hexe, und er hat den Kampf gegen das Böse angetreten. Nein, wir befinden uns nicht in Mittelerde, sondern im Berlin (und Barranquilla, Chile und Fredericksburg, USA und Hinterkaifeck, Bayern) unserer Gegenwart (und Vergangenheit). Hiob hat es schlicht und ergreifend satt mitanzusehen, wie unser schöner und schrecklicher Planet der Hölle immer ähnlicher wird. Er hat die Macht sich einzumischen und er hat den Mut dazu. Einzig mit der Erfahrung hapert es noch ein wenig, aber der Appetit kommt beim Essen und das Rhythmusgefühl beim Tanzen. Wer eine Wette mit dem Teufel abgeschlossen hat, kann sich seine Mittel nicht immer aussuchen.

Ohne Meißner irgendwelche literarischen Vorbilder andichten zu wollen: Jenseits der gängigen Faust-Verabenteuerlichungen (Marlowe, Goethe, Mann) bewegt er sich souverän im Niemandsland zwischen Arno Schmidt und Dämonenkiller, lässt 99 Prozent der so genannten neuen deutschen Literatur Haken schlagend hinter sich und vergnügt sich -- und seine Leser -- auf einem Terrain, auf dem sich mit solcher Trittsicherheit sonst höchstens noch Dietmar Dath bewegt.

Kleine Warnung: Frauenmörder ist harter Tobak. Meißner ist nicht nur ein leidenschaftlicher Philanthrop (hört! hört!), er greift auch tief in die Kiste mit den Schockeffekten, deren sich sonst meist einfallslosere Autoren bedienen. Aber trotz -- oder wegen? -- aller Kompromisslosigkeit ist der Roman ein Lesespaß! Einer dieser Schmöker aus längst vergessenen Jugendtagen, die man sogar dann noch weiterliest, wenn einem der Angstschweiß in den Augen brennt. Bis zum bitteren Ende. Fortsetzung folgt! Hoffentlich bald. --Hannes Riffel

   
 

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Rezensionen
05.07.2009
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicHiob Montag, ein junger Magier, kämpft gegen das Böse und geht dabei selbst über Leichen. Das "Spiel" - eine Wette mit dem Höllenfürsten persönlich - führt Hiob an schlimme Orte und fast an seine Grenzen.

Mir gehen fast die Adjektive aus, wenn ich dieses Buch beschreiben will. Es ist überraschend, abartig, gruselig, brutal und vor allem anderen einfach genial. Ein Buch wie dieses ist mir sicher noch nie untergekommen. Man erlebt eine breite Palette von Gefühlen, während man es liest. Es macht nachdenklich, es lässt einen staunen und - ja, das auch - manchmal auch würgen. Dieser "Frauenmörder" ist nix für Zartbesaitete!
Die Figur des Hiob ist eine, die ich persönlich die meiste Zeit nicht leiden konnte, dieser junge Mann hat eindeutig etwas von einem Psychopathen. Um so überraschender ist es, wenn bei ihm hin und wieder ein wenig Menschlichkeit an die Oberfläche kommt.

Was mir beinahe noch mehr als die Handlung gefallen hat, ist der Schreibstil. Das einzige Wort, das mir dazu einfällt ist "wortgewaltig". Ein phänomenales Sprach-Feuerwerk, das einen den Roman trotz der stellenweise ungeheuerlichen Handlung genießen lässt.

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