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Fantasy: Das Lied der Dunkelheit: Roman
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Titel:      Das Lied der Dunkelheit: Roman
Kategorien:      Fantasy
BuchID:      928
Autor:      Peter V. Brett
ISBN-10(13):      3453524764
Verlag:      Heyne Verlag
Publikationsdatum:      2009-05-04
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      800
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
DAS LIED DER DUNKELHEIT
   
 

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Rezensionen
08.08.2009 15.04.2011
"Bei der Nacht!"

08.08.2009 Bewertung:  4.5 der_Michi vergibt 9 von 10 Punkten

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Ja, so sollte Fantasy sein. Spannend, kreativ, mitreißend...und zumindest das ein oder andere Klischee will der geneigte Leser ja auch nicht vermissen müssen.

Und das "Lied der Dunkelheit" (im Original: "The Painted Man") hat eigentlich alles, was so ein Buch braucht: Eine schlüssige Weltenbeschreibung, eine ausreichende Menge gefährlicher bis tödlicher Bedrohungen, strahlende (und auch nicht ganz so strahlende) Helden sowie reichlich Menschen, die von eben jenen gerettet werden wollen.

Die gut ausgearbeitete Geschichte tröstet auch schnell darüber hinweg, dass es - zumindest anfangs - sprachlich etwas holpert und zeitweilig auch etwas zu modern anmutet, was aber auch ein Problem der deutschen Übersetzung sein könnte. Dem Lesevergnügen tut das jedoch keinen Abbruch, so dass man sich am Ende des Buches schon auf den im April 2010 erscheinenden zweiten Teil mit dem Titel "Das Flüstern der Nacht" freuen darf.


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Der tätowierte Mann

15.04.2011 Bewertung:  5 Callisto vergibt 10 von 10 Punkten

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Es gab eine Zeit, die Zeit der Unwissenheit, da Lebten Menschen und Dämonen im Gleichgewicht bis die Menschen lernten, sich gegen die Dämonen zu schützen und zu verteidigen. So begann der erste Dämonenkrieg, das Zeitalter des Erlösers. Der Erlöser einte die Menschen und führte sie gegen die Dämonen bis diese sich geschlagen in den Horc zurückzogen. Danach begann das Zeitalter der Wissenschaft, das fast dreitausend Jahre andauerte. Die Menschen vergaßen die Dämonen, sie wurden zu Legenden und die Magie wurde durch die Wissenschaft ersetzt bis die Dämonen vor 319 Jahren zurückkehrten und die Menschheit ins Chaos stürzten. Diejenigen die überlebte suchten in den Ruinen und Trümmern ihrer Zivilisation nach dem alten Wissen, dass mittlerweile zu Märchen und Legenden geworden war. Sie zogen sich in die letzten freien Städte zurück und verschanzten sich hinter den letzten bekannten Abwehsiegeln.
In dieser Zeit des Niedergangs der Menschlichen Zivilisation leben 3 Kinder, die eines gemeinsam haben: Sie werden die Welt verändern und mit ihren einzigartigen Talenten die Menschen in den Krieg gegen die Horclinge, die Dämonen der Nacht, führen.
Arlen wächst in einem kleinen Dorf namens Tibbets Bach auf. Als er mit ansehen muss wie seine Mutter von den Horclingen getötet wird, weil sein Vater zu ängstlich ist, um ihr zur Hilfe zu eilen, erkennt er, dass die Angst die größte Waffe der Dämonen ist. Er beschließt nicht zu werden wie sein Vater, den Horclingen nie etwas zu überlassen und Bote zu werden. Boten sind die einzigen die es wagen mit mobilen Bannkreisen über Land zu reisen und so die Kontakte zwischen den wenigen verstreuten Siedlungen aufrecht zu erhalten. Aber um Bote zu werden, muss man erst einmal Bannzeichner sein.
Leesha ist jung, schön und versprochen. Dennoch will Leesha mehr aus ihrem Leben machen als ein Kind nach dem anderen zu bekommen, obwohl das ihre Aufgabe wäre. Die will Kräutersammlerin werden und so das wenige geheime Wissen, das den zweiten Dämonenkrieg überdauert hat, bewahren.
Rojer ist ein Jongleur, ein fahrender Musiker und Unterhaltungskünstler. Als Kind musste er mit ansehen wie ein Horcling seine ganze Familie töte und nur ihn und seinen zukünftigen Ziehvater und Meister am leben ließen.

Peter V. Brett entwirft in diesem Roman eine mittelalterliche Welt, in der nur noch wenige Menschen leben und in der das Wissen um Wissenschaft und Technik nur noch von wenigen Menschen gehütet und weitergegeben wird, wie z. Bsp. den Kräutersammlerinnen. Sobald die Sonne verschwindet verstecken sich die Menschen in ihren von Siegeln beschützen Häusern und warten auf den Sonnenaufgang, und das Verschwinden der Dämonen. Das Leben wird bestimmt davon mehr Kinder zu bekommen als Menschen während der Nächte sterben.
Der Kontakt zwischen den einzelnen, verstreuten Siedlungen wird durch wenige mutige Männer aufrechterhalten, die Boten, die zusammen mit einem Jongleur über Land reisen und Post zustellen, ähnlich wie in \"Postman\" mit Kevin Kostner.
Auch die übliche Priesterkaste fehlt nicht, die den Menschen einzureden versucht, dass die Dämonen die Strafe für ihr sündiges Verhalten sind, und erst verschwinden werden, wenn die Menschen keinen Ehebruch und andere Sünden mehr begehen werden.
In dieser Welt, deren Zivilisation im Niedergang begriffen ist, wird Arlen hineingeboren. Nachdem er mit ansehen muss, wie seine Mutter durch die Feigheit seines Vaters umkommt, macht er sich auf die Suche nach den vergessenen Siegeln, die es den Menschen vor dreitausend Jahren ermöglichten gegen die Dämonen zu kämpfen und zu siegen. Er lernt dabei die unterschiedlichen Kulturen kennen, die den unsrigen sehr ähnlich sind, wie z. Bsp. die Krasianischen Märtyrer, die bereit sind ihr Leben zu opfern, um dann in der nächsten Welt einen Platz im Paradies des Schöpfers zu erringen.
In der Stadt Miln hingegen hat sich ein Matriarchat der Mütter etabliert. Die Mütter regieren die Stadt durch den Mütterrat und wählen auch den Herrscher. In den Dörfern hingegen sind Frauen nicht mehr Gebährmaschinen und sollen möglichst jung möglichst viele Kinder bekommen, um die Verluste durch die Dämonen halbwegs wieder auszugleichen.
Diese Welt und ihre gesellschaftlichen Konzepte sind ausgefeilt und vielschichtig und die Figuren, die diese Welt beleben lebendig und plastisch.
Bruna, Leeshas Lehrerin ist mein Lieblingscharakter. Sie erinnert an manche Alte aus japanischen Animes, klein, verhutzeln und haut allen die ihr dumm kommen eines mit dem Stock über den Kopf. Dabei spuckt sie andauernd auf den Boden und gibt so einige Zoten von sich.
Dieses Buch ist eines der Wenigen wo der deutsche Titel deutlich besser ist als der Orginaltitel, den ich hier nicht nennen werde. Sowohl der englische als aus der amerikanische Titel nehmen schon Ereignisse vorweg, die erst im letzten Viertel des Buches passieren, das gleiche gilt für die Widmung, die man definitiv nicht lesen sollte, wenn man sich nicht eine überraschende Erkenntnis vorwegnehmen möchte. Zwar greift auch der deutsche Titel eine bestimmte Erkenntnis vorweg, aber das wird einem erst im Nachhinein bewusst.
Das Buch ist weder Innovativ noch weist es viele neue Elemente auf. Es bestitz viele Parallelen zu Barbara Hamblys \"Gefährtin des Lichts\". Genau wie in Tad Williams Osten Ard gibt auch hier ein Gedicht, wenn man es genau liest, viele Hinweise auf die Lösung des Problems und die weiteren Handlungen des Buches. Überhaupt erinnert Peter V. Bretts Schreibstil sehr an Tad Williams, mit den 3 parallelen Handlungssträngen, die erst nach und nach zueinander finden, um zu einer Geschichte zu werden. Auch die 3 Hauptcharaktere sind klassische Rollenspielarchetypen: Der Magier/Krieger, die Heilerin und der Barde.
Was jedoch fesselt ist was der Autor aus diesen bekannten Elementen geschaffen hat. Mit Anleihen aus der Realität, gewürzt mit klassischen Figuren und einer Priese Kampf Gut gegen Böse und der Suche nach Freiheit, gelingt es ihm zu fesseln.
Die ersten 100 Seiten war ich skeptisch, aber nach und nach hat mich das Buch in seinen Bann geschlagen und ich konnte es nicht mehr zu Seite legen. Es ist nicht so humorvoll wie \"Die Lügen des Locke Lamora\" oder sprachlich so bildreich wie \"Der Name des Windes\", aber es kann sich in diese Reihe der high Fantasy durchaus einreihen.

Es stellt sich nun nur noch die Frage, ob die Ähnlichkeit des Titelbildes zu \"Der Name des Windes\" beabsichtigt war, der wirklich sehr leicht zu einer Verwechslung der beiden Bücher führen kann.
Die Schrift kann schon fast als Großdruck angesehen werden, mit einer kleineren Schriftart hätte man das Buch möglicherweise in eine handlichere Form als die eines Backsteins bringen können, aber das Format hat bewirkt, dass man es ohne Knicken im Buchrücken lesen kann obwohl es ein Taschenbuch ist.

Ich kann es vorbehaltlos empfehlen. Ich habe die fast 800 Seiten in 3 Tagen verschlungen.


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