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Fantasy: Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag
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Titel:      Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag
Kategorien:      Fantasy
BuchID:      1132
Autor:      Patrick Rothfuss
ISBN-10(13):      360893815X
Verlag:      Klett-Cotta
Publikationsdatum:      2008-09
Edition:      14.
Number of pages:      863
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Phantastik Preis: Bester Roman International 2009
Erscheinungsjahr: 2009
5. Aufl.
Aus d. Engl. v. Jochen Schwarzer
Gewicht: 1104 gr / Abmessungen: 220 mm x 148 mm x 48 mm
Von Rothfuss, Patrick / Übersetzt v. Schwarzer, Jochen

Der Fantasy-Bestseller aus den USA
In"Der Name des Windes"erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Zauberer seiner Zeit. Damit ist ihm ein Roman von so viel Einfallsreichtum und solch sprachlicher Kraft und Authentizität gelungen, dass er die gesamte Fantasyszene aufhorchen lässt.

"Vielleicht habt ihr von mir gehört"... von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot -"sie haben einfach die falschen Lieder gesungen". Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.
Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen ... und ein schüchterner Liebhaber.
Mit"Der Name des Windes"legt Patrick Rothfuss den ersten Teil der Königsmörder-Chronik-Trilogie vor, der in den USA bei Kritikern und Fantasylesern begeistert aufgenommen wurde und schon bald einen der vorderen Plätze in der New York Times Bestsellerliste belegte. Der Bestseller-Autor Terry Brooks schreibt:""Der Name des Windes"stellt das Debüt ei

   
 

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Rezensionen
22.02.2010 21.03.2010 15.04.2011 22.08.2015
Der Name des Windes - Erster Teil der Königsmörder-Chronik

22.02.2010 Bewertung:  5 Temazcal vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicRothfuss, Patrick - Der Name des WindesDer erste Teil der Königsmörder-Chronik beginnt in einem Wirtshaus. Der Besitzer des Gasthauses nennt sich Kote. Die wenigenBesucher unterhalten sich über Dämonen und die letzten Vorkommnisse.Eines Abends kommt ein Unbekannter und nennt den Wirt Kvothe, um den sich zahlreiche Legenden ranken, der Musiker und Zauberer ist.Der Unbekannte nennt sich selbst der Chronist und ist auf der Suche nach dem Mythos Kvothe.Kote ergibt sich zu erkennen. Nur ungern erzählt Kvothe nun seine Geschichte und beginnt mit seiner Kindheit, wo er mit seinen Eltern und einer bekannten Schauspielgruppe durch das Land reist. Seine Eltern bringen ihm allerlei bei. Sein Vater spielt die Laute und seine Mutter textet. Auch ein Arkanier ist mit dabei - Abenthy, der ihn anlernt in den Künsten der Zauberei. Als die Eltern und die Truppe eines Abends bestialisch ermordet werden, muss sich Kvothe alleine durchschlagen.Er landet in Tarbean, einer großen Stadt, wo er sich geradeso über Wasser halten kann.Sein Ziel aber ist die Universität, wie Abenthy ihm vorgeschlagen hat, ist er doch ein klüges Köpfchen.Schließlich gelangt er dorthin und wird angenommen. Kvothe muss mit einigen Schwierigkeiten kämpfen und nicht nur mit der Armut.Der Anfang wird aus der neutralen Erzählperspektive erzählt, doch sobald Kvothe mit seiner Geschichte beginnt, wechselt es zur Ich-Perspektive.Im ersten Teil erfährt man viel über Kvothes Kindheit und Jugend.Mit Kvothe ist Patrick Rothfuss ein vielschichtiger und interessanter Charakter gelungen, der Fehler hat, unbesonnen ist und manchmal auch arrogant; aber durchaus auch symphatisch ist.Der Roman ist sehr flüssig zu lesen und ich fand ihn spannend. Für mich war es ein Pageturner.Da es der erste Teil einer Trilogie ist, ist das Ende offen.Der Roman wurde als bestes Fantasybuch des Jahres mit dem Publisher Weekly Award ausgezeichnet.

Temazcal hat insgesamt 13 Rezensionen angelegt.

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Ich will mehr und vor allem Antworten!!!

21.03.2010 Bewertung:  4.5 antjemue vergibt 9 von 10 Punkten

Userpic

Sommer 2009: Dieses Buch hatte es in sich. Immerhin habe ich vom Lesebeginn bis zum Ende fast 5 Monate gebraucht. Allerdings lag das nicht an der Qualität des Buches, sondern an der mir eigenen Schusseligkeit ;o) Nachdem im vorigen Jahr der Lesebefehl von einer mir bekannten Leseratte herausgegeben wurde, bestellte ich mir den dicken Wälzer ganz brav. Mangels Aussicht auf eine Taschenbuchausgabe griff ich mit 24,90 € für das Hardcover auch sehr tief in meine Tasche.

Da ich das Buch, das ich gerade lese, in Erwartung einer Gelegenheit – und wenn sie noch so kurz ist – weiterzuschmökern, dann immer mit mir herumschleppe, ergab es sich, dass ich es 100 km von meinem Wohnort entfernt, weil ich etwas suchte, bei Freunden aus meinem Rucksack nahm und dummerweise nicht wieder reinpackte. Die Freunde ließen es sich dann erst mal 6 Wochen in Indien gut gehen, dann war dies, dann war das… erst vor ca. zwei Wochen sahen wir uns - und ich mein Buch - wieder.

„Der Name des Windes erzählt die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Magier seiner Zeit. Der Auftakt der Trilogie Die Königsmörder-Chronik. „Für mich ist der Name des Windes die überzeugendste Fantasy seit Tolkiens Her der Ringe…“ Denis Scheck. Als bestes Fantasybuch des Jahres mit dem Publishers Weekly Award ausgezeichnet.“

Das alles ist auf der Rückseite des Schutzumschlages zu lesen. Na, da bin ich aber gespannt. Bis zum Lesen der Rezensionen hatte ich nämlich weder von Buch noch Autor irgendetwas gehört.

Der US-Amerikanische Fantasy-Autor Patrick Rothfuss wurde 1973 in Madison, Wisconsin geboren. Von 1991 – 1999 studierte er an der Universität von Wisconsins Stevens-Point. Lange konnte er sich nicht entscheiden, was er werden wollte und studierte verschiedene Fächer. Irgendwann legte ihm die  Universität nahe, endlich einen Abschluss zu machen. Heute lehrt er an eben dieser das Fach Englisch.

Im März 2007 wurde „Der Name des Windes“ in Originalsprache veröffentlicht und im selben Jahr mehrfach ausgezeichnet. 2008 erschien dann die deutsche Übersetzung, die Denis Scheck in seiner Sendung „Druckfrisch“ ordentlich würdigte.

Leider ist bislang der zweite Teil der Trilogie noch nicht mal im Original erschienen. Im Internet habe ich gesehen, dass sich der Erscheinungstermin schon mehrfach verschoben hat. Das heißt für mich als fremdsprachliche Idiotin noch wesentlich länger auf die deutsche Übersetzung warten zu müssen. Und das ist schlimm!  Wer jetzt noch etwas mehr über den Autor wissen möchte, gibt bei Wikipedia einfach seinen Namen ein und wird fündig oder schaut auf seine englischsprachige Homepage patrickrothfuss.com.

Obwohl ich im Moment eher wieder einmal auf dem Thriller-Trip bin, wollte ich dieses Buch, auf das ich nun so lange gewartet hatte, endlich lesen. Als sich dann unser Freundeskreis letzten Sonntag wieder einmal für den ganzen Tag im Park zum Boule-Spiel traf und ich wegen einem dicken Handgelenk für das Spiel außer Gefecht gesetzt war, machte ich es mir auf der Wiese, im Schatten unter einem Baum, auf der Decke gemütlich und begann zu lesen.

Im Wirtshaus WEGESTEIN in Newarre, in der tiefsten Provinz, sitzen die wenigen Stammgäste zusammen und erzählen sich Geschichten. Der Wirt – rothaarig mit grünen Augen – bedient sie emsig, bringt ihnen Bier und Eintopf und achtet auch an der Theke ständig auf Sauberkeit. Plötzlich poltert ein Dorfbewohner in den Schankraum. Er blutet aus vielen Schnitten und hat ein seltsames Geschöpf – schwarz und ohne Augen mit spinnenartigen Beinen, die scharf wie Messerklingen sind – in einer Decke eingewickelt mitgebracht.

Kote, der Wirt, beruhigt seine verängstigten Gäste und verbrennt das Monster. Doch kaum ist er mit seinem Gehilfen Bast allein, stellt sich heraus, dass er viel mehr, als ein gewöhnlicher Wirt ist. Er kennt die Geschöpfe und zieht hinaus, sie zu vernichten. Als dann ein neuer Gast auftaucht, ein Chronist namens Devan Lochees, stellt sich heraus, dass der Wirt in Wahrheit der sagenumwobene Magier Kvothe ist, hinter dessen wahrer Geschichte der Chronist her ist. Nach einigen Verhandlungen willigt Kvothe ein, ihm diese innerhalb von 3 Tagen zu erzählen…

Der Name des Windes umfasst den ersten Tag der Erzählungen Kvothes. Diese beinhaltet die Zeit seiner Kindheit und Jugendzeit bis zu seinem 16. Lebensjahr. Aufgewachsen als Edema Ruh, fahrende Spielleute, die sich von Diebesgesindel durch wahre Kunst und vor allem Stolz unterschieden, wurde er von klein auf von seinen Eltern gebildet. Noch mehr lernte er aber von dem Arkanisten Abenthy, der sich irgendwann den fahrenden Ruh angeschlossen hatte. Dieser erzählte ihm von der Universität und der sich dort befindenden Bibliothek. Doch bevor Kvothe mit seinen Eltern besprechen kann, ob er seinen Traum, an der Universität zu lernen verwirklichen kann, wird seine gesamte Truppe von den Chandrian ermordet, weil sie die falschen Lieder gesungen haben.

Der Schock und die Trauer des 12-jährigen Jungen, der auf einmal ganz allein auf der Welt ist, lassen ihn erst einmal all sein Wissen und seine Träume vergessen. So lebt er für die nächsten 3 Jahre auf der Straße und führt dort einen harten Überlebenskampf. Doch irgendwann erwacht er aus seiner Lethargie und erkämpft sich mit seiner überdurchschnittlichen Intelligenz einen Platz an der Universität. Doch er will nicht nur lernen. Er möchte auch Rache. Doch dazu braucht er Antworten. Wer oder was sind die Chandrian?

Ich brauchte bei diesem Buch etwas, um mich einzulesen. Die ersten Kapitel in dem Wirtshaus – die übrigens in der Erzählperspektive geschrieben sind - bestanden zwar aus vielen Andeutungen, in denen ich merkte, dass der Wirt Kote nicht das ist, was er nach außen hin zeigt, konnte aber deren Bedeutung auch nicht richtig greifen. Doch von dem Moment an, wo Kvothe seine Geschichte – in der Ich-Perspektive - zu erzählen begann, klebte ich an dem Buch. Ich ließ mich verführen in die Welt des jungen Kvothe, freute mich an seinen Begabungen, litt mir ihm nach dem Tod seiner Eltern und bei seinem Leben als Straßenjunge, freute mich über seine neue Energie und die Annahme an der Universität und verfolgte genüsslich seine dortigen Erlebnisse.

Zwischendurch wechselte der Schauplatz natürlich immer mal wieder zurück ins Wirtshaus, wo sich Kvothe für mich noch nicht so richtig nachvollziehbare teilweise düstere Wortduelle mit seinem Gehilfen lieferte. Dann ging es aber immer wieder locker und fluffig weiter bis zum Ende des Buches, wo sich zwischen Kvothes Gehilfen Bast und dem Chronisten noch einmal ein düsteres Gespräch ergibt und das in einer mysteriösen Stille endet.

Ein Buch, das sich zumindest in allen von Kvothe so anschaulich wiedergegebenen Erlebnissen richtig gut lesen ließ. Ein Buch, das dann am Ende aber alle, wirklich alle, aufgeworfenen Fragen offen lässt. Auf den gesamten 860 Seiten gibt es zwar immer wieder vage Andeutungen, dass die Chandrian versteckt bleiben wollen und irgendetwas vor den Menschen zu verbergen haben, aber bislang bin ich daraus noch nicht richtig schlau geworden. Auch die düstere Stimmung von Kvothe ist für mich noch immer nicht richtig nachvollziehbar. Sicher ist, dass diese mit irgendeinem Erlebnis aus seiner Vergangenheit zu tun hat. Fakt ist auch, dass dieses Wirtshaus eine von Kvothe selbst gewählte Einsamkeit ist. Waru? Weshalb? Weswegen? Ich weiß es nicht!!!

Gut, „Der Name des Windes“ ist erst der Auftakt einer Trilogie und ich denke, dass ich die Antworten in den folgenden zwei Teilen bestimmt erhalten werde. Aber auf diese scheine ich ja im Moment noch gewaltig lange warten zu müssen. Dabei hätte ich doch am liebsten gleich weitergelesen.

Deshalb vergebe ich hier und jetzt zwar eine klare Leseempfehlung und, weil das Lesen wirklich ein Genuss war und ich auf meiner Emotionsskala von zu Tode betrübt bis unheimlich witzig alles dabei durchlebt habe, gute 9 Punkte. Dafür, dass am Ende aber nicht der Hauch einer Antwort gegeben wird und ich auf diese Antworten auch scheinbar noch ewig warten muss, ziehe ich ein Pünktchen ab.

Den Wälzer habe ich übrigens innerhalb kürzester Zeit ausgelesen. Ich klebte den ganzen Sonntag bis zum späten Nachmittag dran, da holten mich ein paar geschwätzige Damen aus dem Freundeskreis, die noch dazu stießen, erst mal in die Realität zurück. Am Abend nach dem Abendbrot schaffte ich auch noch mal ein beträchtliches Stück und am Montagabend las ich dann den Rest.

Klett-Cotta Verlag 2008
Übersetzung: Jochen Schwarzer
ISBN: 978-3-608-93815-9
Bislang nur als gebundene Ausgabe erhältlich.


antjemue hat insgesamt 45 Rezensionen angelegt.

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Von Drachen, Dämonen und der liebe erstem süßem Kuss

15.04.2011 Bewertung:  5 Callisto vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic

Der fünfundzwanzigjährige Kote, dessen Name \"Katastrophe\" bedeutet, arbeitet als Wirt in einer kleinen Wirtschaft. Er hat feuerrotes Haar und ist der Inbegriff des gemütlichen Gastwirtes. Kaum einer ahnt, dass Kote nicht immer Wirt war und was sich hinter seinem Diener Bast wirklich verbirgt.
Als ein Chronist in Kote den größten Magier aller Zeiten Kvothe erkennt und ihn dazu überredet, seine Lebensgeschichte zu erzählen, beginnt sich dem Leser eine Welt der Wunder und Magie zu erschließen.

Kvothe wurde als Sohn eines Fahrenden Schauspielers und seiner adeligen Frau geboren. Heutzutage würde man ihn wohl als hochbegabt beschreiben. Kvothe saugt jegliches Wissen in sich auf wie ein Schwamm und seine Eltern sorgen durch ihr aufregendes Leben für permanenten intellektuellen Nachschub. So ist es für den wissbegierigen Jungen ein wahrer Glücksfall, als sich ein fahrender Arkanist der Gruppe anschließt und beginnt, ihn zu unterrichten. Schon früh erkennt Abenthy, der Arkanist, das unglaubliche Potential, das in Kvothe schlummert, und dass ihm eine große Karriere an der Universität möglich wäre, oder jede andere Karriere, die Kvothe jemals anstreben sollte. Doch es sollte anders kommen.
Als Kvothe eines Tages vom Kräutersammeln zurückkehrt, findet er die komplette Schauspielertruppe bestialisch ermordet vor. Einige unheimliche Gestalten sitzen am Feuer und als sie Kvothe bemerken sagen sie ihm nur \"Die Eltern von irgendwem haben die falschen Lieder gesungen!\"

Die Suche nach diesen Dämonen, die seine Familie ermordeten soll von nun an zu einer permanenten Obsession werden. Er will mehr über diese Chandrian erfahren, er will die Wahrheit hinter dem Mythos ergründen: \"Ein Geist will Vergeltung, ein Dämon will deine Seele, und ein Butzemann ist hungrig und durchgefrohren. Das nimmt ihnen etwas von ihrem Schrecken. Singe, die wir nachvollziehen können, können wir auch versuchen zu beherrschen. Die Chandrian aber kommen wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Reine Zerstörung. Ohne Sinn und Verstand.\" (S. 117)
Besonders fasziniert, wie Patrick Rothfuss Kvothes Leben an der Universität erzählt. Man merkt, dass der Autor selber an der Universität lehrt und arbeitet, denn er verfügt über eine Menge Insiderwissen und scheint einige seiner Kollegen als Vorbilder für die Meister des Arkanums verwendet zu haben. Es gibt den egozentrischen Ergeizling, der begabte Studenten zu demütigen versucht und es nicht ertragen kann, wenn diese ihn letztendlich mit den eigenen Waffen schlagen. Es gibt den gutmütigen väterlichen Typ, den genial verschrobenen, der seine Semiare \"überall\" und \"jetzt\" hält und schon einige Zeit in der Psychatrie verbracht hat. Den Praktisch veranlagten Meister/Professor.
Sich selber verewigt der Autor im ewigen Studenten Manet: Er war fünfzig Jahre alt, hatte struppiges Haar, einen grauen zerzausten Vollbart und sah so aus, als wäre er gerade aus dem Bett gekrochen (S 319). Manet studierte schon fast dreißig Jahre [...] und alle nannten ihn nur den ewigen E\'lir. (S. 441). Manet einziges Ziel ist es als Student an der Uni zu bleiben bis er an Altersschwäche stirbt. Parallelen in der Biographie und im Aussehen des Autors und Manets sind sicherlich kein Zufall. In einem Interview mit phantastik-couch.de sagte der Autor von sich selber \"Eigentlich bin ich eher wie ein Student, der so lang an der Universität geblieben ist, bis man ihm einen Job gegeben hat, damit er keinen Ärger bekommt.\"
Ambroses und Kvothes Feindschaft erinnern stark an diejenige zwischen Draco Malfoy und Harry Potter, genaus wie Meister Hemme ein wenig an Snape erinnert, dennoch ist dieses Buch deutlich erwachsener als die Harry Potter Bücher und ehr mit den Osten Ard Büchern von Tad Williams vergleichbar.
Die Sprache des Autors ist sehr poetisch und erschafft eine Welt, in welcher man bedingungslos eintaucht und Kvothe auf seinen Abenteuern begleitet.
Besonders die Gespräche von Kvothe mit Auri sind von einer Poesie erfüllt, die diese zu einem wahren Genuss machen:

Ich zog eine Flasche unter meinem Umhang hervor. \"Ich habe dir Honigwein mitgebracht.\"
Sie nahm ihn in beide Hände. \"Aber das ist ja ein fürchterliches Geschenk.\" Sie betrachtete die Flasche mit großen Augen. \"Man stelle sich das nur vor: all die beschwipsten Bienen\" Sie öffnete die Flasche und schnupperte daran \"was ist da drin?\"
\"Sonnenschein\", sagte ich. \"Und ein Lächeln und eine Frage.\"
Sie hielt sich die Flaschenöffnung ans Ohr und grinste mich an.
\"Die Frage liegt auf dem Grund\", sagte ich.
\"Also eine schwere Frage\", sagte sie und streckte mir eine Hand entgegen. (S. 804)

Auch wenn der Autor einige Dinge hinter Wortneuschöpfungen wie Schlagaal statt Zitteraal oder Bassal (S. 607) statt Magnesium, verbirgt, macht er nicht den Fehler, den einige Fantasyautoren oft begehen, in eine altertümliche Sprache mit Fantasiewörtern abzudriften, die nur allzu oft einfach gestrickte Plots verschleiern helfen sollen. Die Geschichte ist so vielschichtig, dass das auch nicht nötig ist. Anders als Tad Williams erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte in einer geraden Erzähllinie, nur unterbrochen von kleinen Exkursionen in die Erzählgegenwart, jedoch ist sein Epischer Stil und die Welt die er erschaffen hat denen von Tad Williams absolut ebenbürtig.

Eines der besten Fantasy Bücher, das in in letzter Zeit gelesen habe!


Callisto hat insgesamt 33 Rezensionen angelegt.

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Etwas schwieriger Einstieg, aber danach richtig gut

22.08.2015 Bewertung:  4 Tialda vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic

Rezension:

Von Patrick Rothfuss hatte ich zwar schon gehört, jedoch noch nie etwas gelesen. Nicht zuletzt, weil ich das Cover so toll fand, wollte ich dies mit „Der Name des Windes“, dem Auftakt der Königsmörder-Chronik, genauer gesagt Tag 1, ändern.

Ich muss zugeben: Bevor mich das Buch völlig in seinen Bann ziehen konnte, mussten erst einmal 150 Seiten vergehen. Die Einleitung war für mich fast schon trocken und ermüdend … Doch im Nachhinein bin ich froh, drangeblieben zu sein – denn am Schluss hatte ich mich so mit den Charakteren angefreundet, dass ich am liebsten direkt Band 2 gelesen hätte.

Das Einstiegsproblem bestand für mich darin, dass ich bei ‚Highfantasy-Welten‘ manchmal keinen Anschluss in die fiktive Welt finde. Zum Beispiel nervte mich zu Anfang die ausschweifende Erläuterung der ‚dreistimmigen Stille‘, und die verschiedenen Handlungsstränge musste ich auch erstmal unter einen Hut bringen.

Ohne zu spoilern kann ich aber erzählen, dass die Geschichte erst so richtig startet, nachdem ein reisender Chronist die Gaststätte des sagenumwobenen und magisch begabten Kvothe betritt, ihn erkennt und überredet, sein Leben niederschreiben zu dürfen, was Kvothe, der sich vor seinen Gästen nur als ein normalsterblicher grimmiger Wirt ausgibt, anfangs absolut nicht gefällt.

Und so taucht der Leser in Kvothes Leben ein, der mit seinen Eltern und deren Truppe fahrender Spielleute durchs Land zog – zumindest den ersten Teil seiner Kindheit. Denn eines Tages findet er die Truppe tot im Lager auf – ein Werk der sogenannten Chandrian, stille und schleichende Mörder, die irgendetwas hüten, in der Bevölkerung jedoch als Mythos gelten.

So kommt es, dass sich Kvothe fortan als Waisenkind durchschlägt – wenn auch als eines von ungeheuerlicher Intelligenz – das es schließlich schafft, an der Universität angenommen zu werden, um die arkanen Künste zu erlernen. Sein Ziel: Alles über die Chandrian zu erfahren. Was er an der Uni alles erlebt, nimmt den Großteil der Story ein – nur soviel sei gesagt: Spannung, Abwechslung und Mitfiebern kommen nicht zu kurz.

Für einen Einstieg ins Genre eigenet sich „Der Name des Windes“ wahrscheinlich eher nicht, da man sehr schnell den Überblick verlieren und dann die Lust am Lesen verlieren kann. Allerdings kann ich dieses Buch jedem Fantasy-Liebhaber nur ans Herz legen und raten, über den langatmigen Anfang hinwegzusehen, denn es lohnt sich.

Fazit:

Highfantasy vom Feinsten – wer Tolkiens „Herr der Ringe“ mag, sollte es unbedingt auch mal mit der Königsmörder-Chronik versuchen.


Tialda hat insgesamt 386 Rezensionen angelegt.

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