Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/w00f698a/components/com_booklibrary/booklibrary.php on line 2910
Fantasy: Der Kuss des Engels: Roman
  Print
Titel:      Der Kuss des Engels: Roman
Kategorien:      Fantasy
BuchID:      1183
Autor:      Sarah Lukas
ISBN-10(13):      3492702058
Verlag:      Piper
Publikationsdatum:      2010-03
Edition:      1
Number of pages:      416
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

2.5 
Bild:      cover           Button Buy now



   
 

Hier klicken, um alle rezensierten Bücher von Sarah Lukas anzuzeigen





Rezensionen
14.03.2010 24.04.2010 13.09.2010 04.11.2010
Engel und Dämonen

14.03.2010 Bewertung:  4 Maren vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic

Sophie und Rafael waren ein glückliches Paar und verlobt, bis das Schicksal erbarmungslos zuschlug. Der herzensgute Rafael, der sich zum Arzt berufen fühlte, wurde auf einem Einsatz von kolumbianischen Rebellen ermordet. Seine Schwester identifizierte die Leiche.
Durch seinen Tod leidet Sophie so sehr, dass sie keinen Sinn mehr im Leben sieht. Sie hat sich nach Paris zurückgezogen, doch gerade, als sie auf einer Brücke steht und springen will, sieht sie auf dem unter ihr vorbeifahrenden Schiff Rafael. Sie ruft seinen Namen, doch er hört sie nicht.
Fortan sucht sie nach ihm und findet ihn dann auch tatsächlich, aber Rafe, wie sie ihn stets zärtlich nennt, erkennt sie nicht. Aber Sophie gibt nicht auf und wie es aussieht, fühlt sich Rafe, obwohl er vorgibt, sich nicht erinnern zu können, zu ihr hingezogen. Aber ist er wirklich Rafe? Bei ihren Nachforschungen erfährt Sophie schier Unglaubliches; es soll Engel geben, gute und gefallene und Rafe würde letzterer sein, ein Dämon in der Gestalt des Mannes, den sie über alles liebt ...

Zuerst fällt an diesem Buch die wunderschöne Aufmachung auf; ein traumhaftes Cover, eine Karte von Paris, jeder Kapitelbeginn hübsch verziert und zwischen den Abschnitten Engelsflügel.
Auch der Schreibstil und die Geschichte zogen mich schnell in ihren Bann. Sophies Liebe zu Rafe kommt überzeugend rüber, allerdings hätte ich mir gerade in diesem Punkt mehr Szenen gewünscht. Denn obwohl Sophie die meiste Zeit des Buches damit beschäftigt ist, Rafe zu finden und mehr über ihn zu erfahren, sind Szenen mit ihnen beiden eher selten, recht kurz und leider auch selten romantisch. Besonders das Ende enttäuscht so schon ein wenig, denn der Roman endet ziemlich abrupt, dabei hätte sich gerade an der Stelle noch Handlung angeboten.
Was mich allerdings wirklich gestört hat, sind die enorm vielen Bibelbezüge. Mag sein, dass es daran liegt, dass ich Atheistin bin und weder Ahnung noch Interesse daran habe, zu erfahren, was im Alten Testament steht, aber es war mir definitiv einfach zu viel davon drin. Zumal nicht nur darüber geredet wurde, sondern oft auch Zitate daraus kamen.
Etwas zu viel Raum nehmen die Nebenfiguren ein. Besonders Jean, den ich absolut langweilig und teilweise nervig fand. Er wird im Grunde nur dafür gebraucht, Sophie Informationen über Engel zu geben, trotzdem gibt es mit ihm lange und leider sehr langatmige Szenen. Hier hätte ich mir auch etwas mehr Konzentration auf das Liebespaar gewünscht.
Davon abgesehen ist es aber ein schön zu lesender Roman. Auch merkt man, dass die Autorin wohl sehr viel über Paris recherchiert hat, denn hier gibt es viele sehr bildliche Beschreibungen, die richtig gut die Atmosphäre der Stadt rüberbringen.


Maren hat insgesamt 176 Rezensionen angelegt.

Alle Rezensionen von Maren anzeigen.

Der Engel küsst, der Dämon beißt

24.04.2010 Bewertung:  1.5 lenchen vergibt 3 von 10 Punkten

Userpic

In Sophies Leben ist ein großes Unglück geschehen. Ihr Verlobter Raphael ist tot, wurde in Kolumbien von Guerillas erschossen, als er da als werdender Arzt bei einer Hilfemission im Einsatz war. Seitdem findet Sophie keine Ruhe und weiß nicht mehr, wie sie weiterleben soll. Sie zieht nach Paris und versucht neu anzufangen. Die Gedanken an Raphael und die Trauer um ihn lassen sie nicht los. Eines Tages ist sie fast dabei, sich das Leben zu nehmen. In diesem Augenblick sieht sie einen Mann, der ihrem verstorbenen Geliebten so ähnlich ist, dass Sophie glaubt, es sei Raphael selbst. Sie versucht ihn in der Millionenstadt zu finden und das gelingt ihr tatsächlich. Doch dieser Raphael ist nicht der Raphael, den sie kannte und liebte und von dem sie geliebt wurde.


Wer ist er aber? Er erkennt Sophie nicht, kann sich an nichts gemeinsames erinnern, er benimmt sich sehr seltsam und scheint sogar mit den dunklen kriminellen Gestalten der nächtlichen französischen Hauptstadt verbunden zu sein.
Bis dahin entwickelt sich die Geschichte eher wie ein Krimi, lässt sich spannend lesen und ist interessant. Man hofft auf einen gelungenen Roman von der jungen Autorin Sarah Lukas. Das ist ihr erstes Werk und alles deutet darauf, dass sie ihre Schriftstellerei handwerklich ganz gut beherrscht. Der Stil ist präzise, die Sätze gut durchdacht und schön aufgebaut. Das gilt allerdings nur für die erste Hälfte des Buches.


Dann kommen aber unterirdische Kräfte ins Spiel. Dieser Raphael ist in Wirklichkeit nicht ihr Raphael. Er ist ein Engel. Und zwar ein gefallener Engel namens Gadreel, von der dunklen Macht auf die Erde geschickt. Mit welcher Aufgabe er sich ausgerechnet in Paris in Gestalt von Raphael aufhielt, bleibt dem Leser auch nach dem Ende der Story unklar. Die Idee des Romans neigt damit ins Irreale und der Plot verliert gänzlich an Spannung. Nach langem hin und her, vielen Zitaten aus dem Buch Henoch, langweiligen Gesprächen über die Rolle Gottes und seiner Diener, die in nichts führen, vielen Nebenfiguren ohne ausgearbeiteten Charakter…


Und wie sieht ein gefallener Engel aus, wenn er sein wahres Gesicht zeigt? Klar, mit einem Schwanz, roten Augen, Hufen, pelzig und feuerspeiend. Die Autorin hat sich nichts Besseres einfallen lassen. Kindisch und lächerlich.


Ab der Stelle, wo dem Leser dieses fürchterliche Bild des Dämons gezeigt wird, habe ich das Buch nur mit Mühe weiter gelesen. Solche Erscheinungen interessieren mich gar nicht. Es ist einfach nicht mein Lesestoff.


Den Gedanke selber, dass Engel (auch die gefallenen) unter uns leben, würde ich akzeptieren, wenn die Autorin ihre Idee besser umgesetzt hätte. Warum wird der richtige Raphael, der von allen nur als vorbildlicher und sehr netter Mensch beschrieben wurde, plötzlich nach seinem Tod zu einem GEFALLENEN Engel? Womit hat er es verdient? Wozu wurde er ausgerechnet nach Paris geschickt, wo jetzt auch seine frühere Verlobte lebt, wenn er sich gar nicht an sie erinnert? Muss er sich dann genau als Raphael ausgeben? Fragen über Fragen. Und keine Antworten. Nur eine irreale Liebesgeschichte. Ausgedacht aber nicht durchdacht. Mit Happy End natürlich, das gehört zum Genre. Aber das Ende der Geschichte bringt keinerlei Licht in das Dunkel der Verwirrung. Zu welchem Zweck wurde die Geschichte überhaupt geschrieben?


Wem solche Sujets gefallen, dem wird vielleicht das Buch auch gefallen. Mir allerdings hat der Roman nicht zugesagt und ich würde ihn nicht weiterempfehlen.


lenchen hat insgesamt 58 Rezensionen angelegt.

Alle Rezensionen von lenchen anzeigen.

Traue nie einem gefallenen Engel

13.09.2010 Bewertung:  3.5 Toschi3 vergibt 7 von 10 Punkten

Userpic

Nach dem Tod ihres Verlobten Rafael verlegt Sophie ihren Lebensmittelpunkt nach Paris. Dort hofft sie auf einen neuen Anfang. Doch die Trauer ist zu groß. Als sie von einer Brücke in die Seine springen will, sieht sie auf einem vorbeifahrenden Boot ihren Rafe. Voller Hoffnung macht sie sich auf der Suche nach ihm. Er ist jedoch nicht mehr der Alte: ein gefallener Engel nutzt seinen Körper – und nutzt die Liebe Sophies zu Rafe für seine Zwecke. Doch was will „Rafe“ wirklich und welche Rolle spielt der geheimnisvolle Jean, der Sophie vor dem gefallenen Engel warnt?

Sarah Lukas’ Roman ist eine Geschichte voller Liebe, Trauer und Hoffnung. Gekonnt spielt die Autorin mit den Gefühlen der Hauptheldin und des Lesers. Geschickt verbindet sie dabei biblischen Mythos und spannenden Liebesroman zu einer Einheit. Der Schreibstil der Autorin ist frisch und locker. Mit kurzen Kapiteln hält sie die Spannung beim Leser aufrecht und sorgt für das Bedürfnis, sofort auf den letzten Seiten nach dem Ausgang der Geschichte zu schauen. Außerdem hat Sarah Lukas ein tolles Talent, Paris zu beschreiben. Ich war während des Lesens dort und stand vor einigen real existierenden Schauplätzen, toll!

Fazit: Auch wenn wir hier sicher keinen literarisch hochwertigen Roman vor uns haben, ist es doch wunderbare Unterhaltung für zwischendurch. Aus diesem Grund kann ich diesen romantischen Fantasyroman gerne empfehlen.


Toschi3 hat insgesamt 81 Rezensionen angelegt.

Alle Rezensionen von Toschi3 anzeigen.

Der Biss des Dämons

04.11.2010 Bewertung:  1 metAlpAnda vergibt 2 von 10 Punkten

Userpic

Das Glück der frischverlobten Sophie und Rafael scheint perfekt, wird jedoch rasch unterbrochen, als der junge Arzt Rafael in Kolumbien erschossen wird. Sophie will der Trauer und dem endlosen Herzeleid davon laufen und wagt einen Neuanfang in Paris.

Doch nichts hilft, den letzten Ausweg sieht sie nur darin, ihrem Verlobten hinterher in den Tod zu stürzen. Auf der Brücke stehend, sieht sie jedoch ein Schiff unter sich vorbeifahren und darauf meint sie, ihren toten Freund zu sehen. Kann das denn sein? Sophie macht sich auf die Suche und entdeckt dabei so einige magische Kräfte in der Stadt der Liebe – gute wie böse. Sie findet den Rafael wieder, doch es ist nicht mehr IHR Rafael. Nach seinem Tod kehrte er als gefallener Engel auf die Erde zurück…

So fesselnd die Geschichte beginnt, nimmt die Spannung leider spätestens nach dem ersten Drittel rapide ab. Der Schreibstil ist zwar ganz gut, jedoch hält sich die Autorin oft mit langweiligen und überflüssigen Beschreibungen auf, die für den Verlauf der Geschichte keine Rolle spielen. Auch manche Charaktere scheinen überflüssig (wie die selbstmordgefährdete Lilith) oder umgekehrt für denen zugemessene Bedeutung zu wenig ausgearbeitet. Wie z.B. Jean, der Sophie nicht nur viele Tipps zur Materie gibt, sondern sich wohl schon länger in der „Engelszene“ rumtreibt. Aus seiner Figur könnte man viel mehr machen, so taucht er jedoch nur ab und zu als „Retter“ auf und treibt der Sophie durch sein Aussehen unsittliche Gedanken in den Kopf. Der „Mann mit der Sonnenbrille“ dagegen spielt erst am Ende der Geschichte eine Rolle, verfolgt Sophie aber von Anfang an, selbst schon zu der Zeit als sie noch gar nicht sicher wusste, ob es Rafe war, den sie auf dem Schiff gesehen hat.

Der „Rafe“ läuft dann übrigens erst einmal dauernd der Sophie über den Weg, was natürlich in einer Millionenstadt sehr unwahrscheinlich ist, auch wenn er magische Kräfte besitzt. Immerhin trifft sie ihn, als er sich mit anderen Leuten – oder Dämonen – abgibt, das tut er natürlich immer genau da, wo auch Sophie sich gerade befindet.

Die ständigen langen Beschreibung von Paris, dessen Sehenswürdigkeiten, U-Bahn-Stationen, den Leuten und dem Treiben auf den Straßen sowie dem Nachtleben sind zwar ganz interessant und zeugen von der Liebe der Autorin zu dieser Stadt. Mit der Zeit werden diese jedoch leider langweilig und scheinen den Roman nur unnötig in die Länge zu ziehen. Außerdem benutzt Sarah Lukas gerne Fremdwörter und ganze Sätze in fremden Sprachen (Französisch, Englisch, Latein). Diese werden nicht immer oder nicht vollständig übersetzt. Gerade wenn man als Leser nicht all dieser Sprachen mächtig ist, kann man sich den Sinn dann ausdenken, und das hält beim Lesen auf.

Grundsätzlich scheint Sarah Lukas viele gute Ideen gehabt zu haben, die jedoch nicht im gewünschten Umfang in den Rahmen des Romans reingepasst haben. So tauchen am Rande Details auf, bei denen man annehmen könnte, sie würden im Verlaufe der Geschichte einen tieferen Sinn erfüllen, dann jedoch wieder in Vergessenheit geraten. So zum Beispiel das geheimnisvolle Nähzimmer und das Atelier der Vermieterin von Sophie. Seitenlang wird beschrieben, wie Sophie dem Atelier einen neuen Glanz verleiht … Und dann?

Fraglich ist außerdem, wieso ausgerechnet so ein herzensguter Mensch wie Rafael zum gefallenen Engel wird? Darauf geht die Autorin gar nicht ein, stattdessen werden Passagen aus der Bibel zitiert, die manchmal gar nicht richtig in den Kontext passen. Man hat leider stellenweise das Gefühl, dass diese Zitate nur eingefügt wurden, weil darin das Wort „Engel“ vorkommt.

Fazit: Wenn man meine doch sehr ernüchternd ausgefallene Rezension liest, könnte man denken, dass mir das Genre nicht zusagt. Doch, ich mag Fantasy, aber bitte richtig. Hier ist jedoch zuviel Kitsch drin, fast schon wie bei einem Liebesroman für pubertierende Mädchen. Verliebt in einen Bösen, der ganz viele unheimliche Dinge kann. Der total sexy aussieht, aber wehe er zeigt sein wahres Gesicht…

„Der Kuss des Engels“ sieht nach einem netten Versuch der Autorin aus, Romantik und Fantasyelemente zu verbinden. Leider ist das Ganze zu wenig mit Handlung behaftet und durch Belanglosigkeiten in die Länge gezogen und die Pointen sind stellenweise nicht durchdacht. Die Lektüre ist nur etwas für durch und durch romantische, Paris liebende Frauen. Grundsätzlich lese ich jedes angefangene Buch zu Ende, bei diesem hier hatte ich aber echte Schwierigkeiten damit - dafür aber keine Einschlafschwierigkeiten über der Lektüre.

Die Autorin hat wohl versucht, auf das beliebte Thema \"Verliebt in einen Vampir\" aufzuspringen, wollte dabei aber etwas einfallsreicher sein und hat den Vampir durch den bösen Engel ersetzt. Vielleicht hätte sie dabei eine Richtung einschlagen sollen - entweder ein Liebesroman oder Fantasy, aber beides zusammen – da fehlt leider der Biss.


metAlpAnda hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt.

Alle Rezensionen von metAlpAnda anzeigen.

 
Joomla templates by a4joomla