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Fantasy: Der letzte Schattenschnitzer
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Titel:      Der letzte Schattenschnitzer
Kategorien:      Fantasy
BuchID:      2145
Autor:      Christian von Aster
ISBN-10(13):      3608939172
Verlag:      Klett-Cotta
Publikationsdatum:      2011-09
Edition:      1., Aufl.
Number of pages:      312
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



   
 

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Rezensionen
28.09.2011 22.12.2011
Ungewöhnliches Thema - tolle Umsetzung

28.09.2011 Bewertung:  4 Tialda vergibt 8 von 10 Punkten

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Rezension:

Auf Christian von Asters „Der letzte Schattenschnitzer“ wurde ich durch eine Leseprobe aufmerksam, welche die Vielfalt an Textsorten im Romans jedoch bei Weitem nicht widerspiegelte. Diese Vielfalt macht einerseits wahnsinnigen Spaß beim lesen und strengt andererseits aber oftmals auch an.

 

So beginnt das Buch mit einem Vorwort von Jonas Mandelbrodts Schatten, welcher auch immer wieder Passagen aus seiner Sicht erzählt. Um diese besser zu erkennen, sind sie fett gedruckt. Außerdem findet man immer wieder kursiv gedruckte Kapitelauszüge aus dem großen Buch der Schatten, dem „Alchimia Umbrarum“, das einen gewisse Rolle im Roman spielt. Und neben diesen beiden Textsorten gibt es dann noch das ‘normal’ erzählte in der dritten Person. Man könnte meinen, dass auch dies von Jonas’ Schatten erzählt wird, aber im Laufe der Geschichte wird klar, dass es dafür zu unparteiisch geschrieben ist.

 

„Der letzte Schattenschnitzer“ ist in Prolog, drei Bücher und den Epilog unterteilt und die Seite die jeweils den Anfang eines neuen Buches ankündigt ist wunderschön verziert und sieht wie eine große Tür oder ein Fenster aus. Auch eine schöne Idee fand ich, dass vor jedem neuen Kapitelanfang ein Zitat, das mit Schatten zu tun hat, gefügt wurde.

 

Was den Schreibstil angeht, so ist dieser schon etwas gehoben, gegen Ende ziemlich spannend und die Wortwahl teilweise altmodisch, weshalb ich auch erst dachte, dass sich das Ganze im Mittelalter abspielt – aber das Buch findet in unserer Zeit statt und die Wortwahl ist scheinbar so gewollt, da z.B. die Schatten schon mehrere 100 Jahre alt sind. Der Lesefluss unterscheidet sich zwischen den drei genannten Textsorten. Während die Worte des Schattens sehr flüssig zu lesen sind, muss man sich bei den Buchauszügen schon etwas mehr anstrengen.

 

Für Fans von Fantasy-Büchern ist „Der letzte Schattenschnitzer“ auf jeden Fall eine Empfehlung, da man merkt, dass sich der Autor ordentlich damit auseinandergesetzt hat. Die Figuren haben zwar wenig Tiefgang, aber es geht eher um die Geschichte an sich, nämlich dass einige Schatten wollen, dass sich alle Schatten über ihre Träger erheben. Bei der Sache sollte man während des lesens allerdings schon sein, sonst verliert man leicht den Faden.

 

Fazit:

Achte deinen Schatten und er achtet dich – ungewöhnliches Thema super umgesetzt.


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Phantastik, keine Fantasy

22.12.2011 Bewertung:  4 Nazena vergibt 8 von 10 Punkten

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Die Schatten sind allgegenwärtig, aber beobachten ausschließlich. Nur die ehrgeizigsten und herausragendsten Magier haben es geschafft, ihnen Geheimnisse zu entreißen. Doch als der Schatten von Jonas Mandelbrodt schon von dem Säugling erkannt wird, entschließt sich der Schatten gegen alle Gesetze zu verstoßen und das Kind zu unterrichten. Dies bleibt nicht unbemerkt, 8 Jahre später entschließt sich das oberste Gremium, der Schattenrat, die Abnormität zu zerstören. In die Welt ist große Bewegung gekommen: der Schatten von Ripley, der Gott herausfordern wollte, und sein künstlicher Schatten, das Eidalon, sind entkommen. Das Eidalon hat sich bereits in einen Menschen eingenistet und irgendetwas zerstört die Siegel zum Lumem, welche das Eidalon fernhalten sollen, denn sonst könnten die Schatten die Herrschaft über die Welt übernehmen. Als sich schließlich der Wächter, der letzte Schatten eines Engels auf Erden, einmischt und eine Front wählt, ist der Ausgang ungewiss und das Schicksal der Menschen in größter Gefahr...

Zu Beginn wird häufig die Perspektive gewechselt, Jonas Schatten, der Rat, Marias und andere Geschichten werden von vielen unterschiedlichen Blickpunkten beleuchtet. Das kann manchmal verwirrend sein, da sich auch die Art des Schreibstils häufig wechselt; je nachdem ob es Fließtext gibt, \"Chroniken von Gelehrten\" oder die Ich-Perspektive des Schattens. Man musste schon genau lesen, um wirklich jedes Detail zu erhaschen. Den genauen Überblick hat man eh nie erhalten, jeder Charakter hält irgendein Geheimnis zurück und selbst zum Schluss ist man sich noch nicht ganz sicher, wer eigentliche welche Position besetzt hatte und was seine Pläne waren.

Der letzte Schattenschnitzer ist kein typisches Fantasybuch, sondern steht in der Tradition der klassischen Phantastik wie z.B. Stein und Flöte oder Das Bildnis des Dorian Grey. Die Erzählung ist etwas \"langsamer\", dafür tiefgründiger und regt mehr zum Nachdenken an, da sie Liebes- und Teenagerprobleme eher am Rande streift und sich den existenziellen Fragen zuwendet. Der Autor spielt mit Sprache und Lesererwartungen und setzt verschlungene, tiefe Handlungsvorgänge und Charaktere ein. Daran muss man sich als Leser erst einmal wieder gewöhnen. Der Roman bleibt dadurch auch distanzierter als die meisten Fantasybücher. Mir persönlich waren die Charaktere etwas ZU distanziert, die Geschichte war sehr interessant, aber dieser letzte kleine Funken, der dafür sorgt, dass man völlig in einem Roman hineingesogen wird, ist nicht zu mir übergesprungen. Grundsätzlich finde ich auch \"in der Kürze liegt die Würze\", aber dieser Roman hätte locker noch ein paar Kapitel zum Charakterausbau und einigen Erklärungen verkraften können. Ich kann den Roman allen Freunden von tiefgängiger Literatur, mit einem Touch Philosophie empfehlen. Wer aber NUR Fantasy mit Zauberern, Schlachten und kleine Gruppe gegen den Rest der Welt bzw. Junge plus Mädchen gegen den Rest der Welt (und die Pubertät) mag, wird an diesem Roman wahrscheinlich nicht so große Freude finden. Ich gebe insgesamt 4 von 5 Sternen


Nazena hat insgesamt 88 Rezensionen angelegt.

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