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Fantasy: Der Blumenkrieg
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Titel:      Der Blumenkrieg
Kategorien:      Fantasy
BuchID:      796
Autor:      Tad Williams
ISBN-10(13):      3608933565
Verlag:      Klett-Cotta
Publikationsdatum:      2007-02
Edition:      4., Aufl.
Number of pages:      805
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Theo, der mit seinen dreißig Jahren immer noch mit Boy Groups herumhängt, ist ein begnadeter Sänger, aber sonst bekommt er fast nichts auf die Reihe. Als eines Tages ein Polizist Theo zu einem bestialischen Mord in der Nachbarschaft befragt, scheint Theos Welt brüchig zu werden. Er meint Stimmen zu hören, glaubt sich verfolgt. Und eines Abends nimmt seine vage Angst Gestalt an Ein zombieähnliches Monster dringt in seine Behausung ein. Theo ist vor Entsetzen gelähmt. Da taucht ein winziges Flügelwesen aus dem Nichts auf und öffnet Theo eine verborgene Tür. Die Welt, in die er eintritt, ist finster und bedrückend. Sie ist fremd und doch auf unheimliche Weise unserer Welt ähnlich. Und sie ist voller merkwürdiger Kreaturen, die Theo schaden wollen. Seine einzige Verbündete ist Apfelgriebs, eine winzige Elfe mit einem losen Mundwerk.
Aus der Amazon.de-Redaktion
Theo hat eine Pechsträhne, wie sie im Buche steht: Nicht nur, dass er im Alter von dreißig Jahren immer noch in einer erfolglosen Rockband singt -- zu allem Überfluss verlässt ihn seine Freundin, nachdem sie ihr Kind verloren hat, und seine Mutter wird mit einer unheilbaren Krankheit diagnostiziert. Obwohl sie sich nie allzu gut verstanden haben, sieht sich Theo verpflichtet, seine Mutter zu Hause zu pflegen und verliert darüber auch noch seinen Job als Sänger. Und als er seine Mutter schließlich beerdigt hat und sich in eine abgelegene Jagdhütte zurückzieht, um etwas zur Ruhe zu kommen, öffnet sich urplötzlich das Tor zu einer anderen Welt!

Und was für eine Welt das ist! Auf den ersten Blick scheint sie einem Märchen entsprungen, denn hier leben Elfen, Trolle und zahllose andere Wesen, für die Theo nicht einmal einen Namen hat. Aber nicht alles entspricht seinen Vorstellungen von einem Märchenland, denn es gibt auch Autos, Züge -- und ein Parlament, in dem die verschiedenen Fraktionen der herrschenden Elfenklasse um die Vormachtstellung streiten. In diesen Konflikt wird Theo hineingezogen, aus irgendeinem Grund haben es die Mächtigen dieser Welt auf ihn abgesehen. Und außer der winzigen Elfe Apfelgriebs steht ihm dabei niemand zur Seite ...

Nach den über 3.500 Seiten der Otherland-Saga, in der er Science-Fiction- und Fantasy-Elemente kunstvoll miteinander verwoben hat, wendet sich Tad Williams in diesem Roman wieder einer klassischen Anderswelt zu. Dabei hat er allerdings einige Überraschungen auf Lager, denn sein Elfenland ist deutlich einfallsreicher und hat mehr Biss als die meisten anderen Fantasywelten. In Blumenkrieg geht es nicht einfach nur um einen klassischen Konflikt zwischen Gut und Böse, sondern die Zukunft unserer modernen, von einem wissenschaftlichen Weltbild geprägten Realität steht auf dem Spiel.

Theo ist eine nicht immer sympathische und manchmal etwas allzu naive Hauptfigur, allerdings ist seine Verzweiflung angesichts einer ihm fremden Wirklichkeit durchaus überzeugend. Seine sich allmählich entwickelnde Freundschaft zu der Elfe Apfelgriebs (schöne Eindeutschung!) ist eines der Highlights des Romans, und auch sonst ist die Schilderung der Nebenfiguren äußerst gelungen. Es ist erfreulich, dass Tad Williams uns dieses Mal eine Geschichte schenkt, die wir in einem Zug zu Ende lesen können. Wem das nicht genügt: Die nächste Trilogie ist bereits in der Pipeline. --Helge Basler

   
 

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Rezensionen
05.07.2009 05.07.2009
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Anonym vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicTheo Vilmos hat nicht besonders viel Glück im Leben. Seine Karriere als Sänger diverser Rockbands ist praktisch nicht vorhanden, seine Freundin verläßt ihn nach einer Fehlgeburt, schließlich stirbt auch noch seine Mutter und läßt ihn allein in einem Haus zurück, das zu viele Erinnerungen birgt. Aber kaum hat Theo das Haus verkauft und sich in einer kleinen abgeschiedenen Blockhütte eingenistet, wird sein Leben von einem Moment auf den anderen auf den Kopf gestellt. Eine kleine Elfe erscheint und rettet ihn vor einem Monster, das es auf ihn abgesehen hat - und plötzlich findet er sich in der Welt der Elfen wieder. Doch diese Elfen sind so ganz anders, als Theo sie sich vorgestellt hat. Seine einzige Hilfe ist ein altes Tagebuch, das von seinem ihm unbekannten Großonkel stammt und das ihm zeigt, daß auch dieser bereits in der Elfenwelt war - und in die Menschenwelt zurückgekehrt ist. Der arme Theo gerät mitten in einen Kampf der herrschenden Familien. Fürst Nieswurz möchte mit Hilfe eines Schrecklichen Kindes und der wiedererweckten Drachen endgültig die Macht an sich reißen, die vor so langer Zeit auf sieben der Blumenfamilien verteilt wurde - und um seinen finsteren Plan in die Tat umsetzen zu können, braucht er ausgerechnet Theo Vilmos. Doch damit nicht genug: auch der Beseitiger lästiger Hindernisse möchte Theos habhaft werden...

Ein Elfen-Fan bin ich nun wahrlich nicht, lassen mich doch die erhabenen und ach so edlen und weisen Elfen, Elben, Alben oder wie sie alle heißen, ziemlich kalt, ja, regen mich sogar auf. Aber Williams' Blumen-Elfen, allen voran Poppi Stechapfel und Fürst Nieswurz, sind äußerst faszinierende Geschöpfe. Letzterer ist allerdings keiner, den man mag oder dem man begegnen möchte: machtgierig und verschlagen, dabei leider kein bißchen dumm - und mit Kräften ausgestattet, die man von den "anderen" Elfen überhaupt nicht kennt. Einerseits gibt es die märchenhafte Vielfalt, die Geschichten und alte Sagen, einfallsreiche Fantasy-Autoren und Filmemacher suggerieren, andererseits könnten die Wesen nicht verschiedener von all diesen Vorstellungen sein. Dieser Aspekt macht den "Blumenkrieg" so interessant. Tad Williams ist bissig, gesellschaftskritisch, zynisch, vergißt aber einen gewissen Humor nicht, der sich vor allem in Theos Gedanken und bei Apfelgriebs, der vorwitzigen kleinen Elfe, findet. Theos innere Stimme ist sehr menschlich, es könnte das Wispern in Deinem oder meinem Kopf sein, wenn wir in eine solch aberwitzige Welt kämen und das erleben würden, was Theo erlebt.

Ein spannender, nicht leicht herunterzulesender Schinken mit Abenteuer-, Action- und Thrillerelementen, den ich Elfenfreunden und -feinden gleichermaßen empfehlen kann. Nicht reine Fantasy, sondern, wie sagte der Autor: Fantasy meets industry.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Anonym vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicTheo Vilmos hat es nicht gerade leicht im Leben. Nach einer Fehlgeburt verläßt ihn seine Freundin, für seine Band fühlt er sich langsam zu alt, seine Mutter erkrankt an Krebs und stirbt. Und als ob das noch nicht genug wäre, wird er eines Abends von einem unheimlichen Monster angegriffen. Gottseidank erhält er Hilfe von einer frechen kleinen Fee namens Apfelgriebs (was für ein Name!), die ihn in die Elfenwelt bringt. Dort gerät Theo mitten hinein in den Krieg der Blumen.

Ein Tad-Williams-Buch, muß man dazu wirklich noch mehr sagen?

Spannend, humorvoll und komplex ist dieser neue Roman von Tad Williams. Obwohl es um Elfen und andere seltsame, um nicht zu sagen, skurille Wesen geht, kann man dieses Buch nicht als pure Fantasy bezeichnen. In welcher literarischen Fantasy-Welt gibt es schließlich Züge, Strom und Handys?
Auch die Elfen selber sind nicht ganz so, wie man es erwarten könnte - keine edlen Wesen, wie sie bei Tolkien vorkommen, sondern kaltherzige, teilweise sogar rassistische Mistkerle.
Theo Vilmos wird als sympathischer, ein wenig naiver junger Mann dargestellt, der seine liebe Mühe damit hat, sich in der völlig fremden Welt zurechtzufinden.
Meine Lieblingsfigur ist allerdings nur ein paar Zentimeter groß: Apfelgriebs. Die Elfe schließt man trotz ihrer Frechheit - oder gerade deshalb? - sofort ins Herz, und man vermisst sie, wenn sie mal in einigen Kapiteln nicht auftaucht.

Williams' Elfien entspricht auch nicht dem Klischee einer friedlichen Elfenwelt, in der alle Wesen mehr oder weniger freundlich miteinander umgehen. Ganz im Gegenteil, in Williams' Version gibt es reichlich Intrigen, Fremdenhass, Ausbeutung, Armut etc. Vielleicht kommt einem der Roman deshalb stellenweise so realistisch vor...

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