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Historischer Roman: Die Fehde der Königinnen: Historischer Roman
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Titel:      Die Fehde der Königinnen: Historischer Roman
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      964
Autor:      Eva Maaser
ISBN-10(13):      349225344X
Verlag:      Piper Taschenbuch
Publikationsdatum:      2009-07
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      480
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
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Rezensionen
23.09.2009 01.10.2009 19.02.2010 20.02.2010 31.03.2010 31.03.2010
Die Fehden der fränkischen Könige

23.09.2009 Bewertung:  4 sassenach vergibt 8 von 10 Punkten

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Eva Maaser hat für ihr neustes Buch die Geschichte um die Nibelungen aufgegriffen und Brunhilde, hier Brunichild genannt, in den Mittelpunkt gestellt. Eine interessante Variante, die ich allerdings „dank“ des völlig unpassenden Titels und Klappentextes mit falschen Erwartungen las.

 
Im Jahr 566 wird Brunichild, Prinzessin der Westgoten, von ihrem Vater Athanagild mit Sigimund von Austrasien, dem König der Westfranken, verheiratet. Durch die Ehe soll das Bündnis zwischen Franken und Goten gestärkt werden. Noch vor der Abreise aus Toledo lernt Brunichild durch Zufall den jungen Landadligen Wittiges kennen. Wittiges folgt Brunichild ins Reich der Franken und der Lebensweg der beiden kreuzt sich immer wieder.
 
Weder geht es in dem Buch um eine Fehde zwischen Fredegunde und Brunichild, die 566 bestenfalls hätte beginnen, noch wird die Beziehung zwischen Wittiges und Brunichild im Klappentext korrekt dargestellt.
 
Die politischen Ränkespiele der fränkischen Könige sind lebendig dargestellt, doch die Bruderkriege werden leider nur kurz angerissen. Brunichild und ihre Familie vermittelten ein Gefühl des Lebens am Hof in der damaligen Zeit, des Umgangs der Adligen untereinander und des Verhältnisses zum Volk. Durch den Lebensweg von Wittiges wird auch aus dem Blickwinkel des einfacheren Volkes und der Sklaven erzählt.
 
Zu den Minuspunkten: Vor allem in den ersten Kapiteln hätte ich mir eine Karte gewünscht, denn die damalige politische Aufteilung Europas war mir nicht geläufig. Auch ein Nachwort der Autorin wäre hilfreich gewesen, zur Erläuterung warum sie sich für Brunichild statt Brunhilde entschied und ob die Figur von Wittiges eine historisches Vorbild hat oder erfunden wurde.  Sprachlich liest sich das Buch weitgehend flüssig, einige ältere Begriffe waren zwar kursiv gesetzt, wurden aber leider nicht in einem Glossar erläutert.
 
Alles in allem ein flüssig zu lesender historischer Roman aus einer Zeit, über 


sassenach hat insgesamt 8 Rezensionen angelegt.

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Schwesternliebe und Brüderkriege

01.10.2009 Bewertung:  4 silkedb vergibt 8 von 10 Punkten

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Inhalt:
Wittiges, ein junger Landadeliger trifft am Hof von Toledo die 16jährige Prinzessin Brunichild.
Brunichild soll in wenigen Wochen zu ihrer Hochzeit mit Sigibert, dem König der Franken aufbrechen. Die beiden so unterschiedlichen Leute fühlen sich zueinander hingezogen und so beschließt Wittiges, alles zu unternehmen, um sich dem Hochzeitszug anschließen zu können. Als Stallmeister findet er seine neue Berufung und in dem jungen Eunuchen Alexander eine Begleitung. Auch die junge Aletha geht als Dienerin der Prinzessin mit nach Franken. Sie ist froh, dem Hof der Westgoten und Brunichilds Vater zu entkommen, der Gefallen an ihr gefunden hat.
Die Schicksale dieser Personen sind untrennbar miteinander verbunden und schließlich kommen auch noch König Sigiberts Brüder mit ins Spiel ...


Meine Meinung:
Für die Entscheidung \"Die Fehde der Königinnen\" zu lesen, sollte man Titel und Klappentext außen vor lassen, denn diese sind schlicht und ergreifend falsch!
Unabhängig davon, hat mir das Buch aber gut gefallen.
Der Fehler liegt schon darin, dass Brunichild im Jahr 566 gerade einmal 16 Jahre alt ist und noch Jahre davon entfernt, ihre spätere Schwägerin Fredegunde überhaupt kennenzulernen. Eine wirkliche Fehde zwischen den beiden findet in \"Die Fehde der Königinnen\" eigentlich gar keine richtige Erwähnung, zumal Fredegunde nur eine Randfigur ist und der Auslöser der historisch bekannten Fehde spielt erst auf den letzten 80 (von über 400) Seiten eine Rolle. Wer sich also für den berühmten Streit der Königinnen aus dem Nibelungenlied interessiert, der sollte besser Fachliteratur heranziehen und nicht dieses Buch.
Sehr schön erzählt wird hier allerdings die Zeit bevor Fredegunde und Brunichild Schwägerinnen wurden. Sowohl aus Sicht der Prinzessin und späteren Königin, als auch aus Sicht des Landadeligen Wittiges wird hier Einblick in eine Zeit gewährt, die noch zu den Anfängen des in historischen Roman allseits so beliebten \"Mittelalters\" liegt. Die Ränkeschmiederei an den Königshöfen, die von politischen oder finanziellen Gründen beeinflussten Hochzeiten, die Machtkämpfe zwischen den Religionsformen und die Ehrbegriffe der Zeit sind anschaulich dargestellt und gut in die Geschichte eingebunden. Es handelt sich hier aber um einen eher leichten historischen Roman, der sich weniger mit der Erwähnung historischer Daten aufhält, sondern vielmehr dem Gefühls- und Liebesleben seiner Figuren widmet.
Gerne hätte ich noch eine Stellungnahme der Autorin gelesen, in der sie erläutert, was Fakt und was Fiktion ist. Leider fehlt dies jedoch ebenso wie eine Karte der Königreiche und politischen Grenzen. Da es hier insbesondere um Gebietsansprüche geht, wäre das von Vorteil gewesen.
Eva Maasers Schreibstil ist sehr flüssig und gut lesbar, schon mit ihrem Buch \"Die Astronomin\" konnte sie mich überzeugen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie sich dieser Epoche in einem weiteren Buch widmet, da ich bisher noch nicht viele historische Romane gelesen habe, die vor dem 11. Jahrhundert spielen.


Fazit:
Bildhaft, anschaulich, schön - aber nicht unbedingt historisch informativ.


silkedb hat insgesamt 32 Rezensionen angelegt.

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Keine Fehde, aber viel Historie

19.02.2010 Bewertung:  3.5 Maren vergibt 7 von 10 Punkten

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Der Titel ist ein wenig missverständlich, denn hier geht es nicht um die Fehde zwischen zwei Königinnen (diese spielt erst ziemlich zum Ende hin eine sehr untergeordnete Rolle). Stattdessen wird das Leben von Königin Brunichild erzählt, angefangen, als sie ein junges Mädchen ist. Eine weitere größere Rolle bekommt dabei Wittiges, ein junger Landadeliger. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder.
Zum ersten Mal begegnen sie sich, als Brunichild verbotener Weise bei ihrer fohlenden Stute im Stall ist und Wittiges als Retter in der Not erscheint. Brunichild ist beeindruckt von seinem Wissen und Können, er rettet sowohl die Stute als auch das Fohlen. Beide sind voneinander fasziniert und spüren, dass zwischen ihnen etwas ist.
Doch Wittiges ist unter ihrem Stand, außerdem ist Brunichild bereits einem anderen Mann versprochen. Das hält sie allerdings nicht davon ab, mit Wittiges eine Liebschaft zu beginnen. Kurz darauf wird Brunichild zu ihrem zukünftigen Mann gebracht und heiratet. Doch ihr Leben ist eng mit dem von Wittiges verknüpft, immer wieder kreuzen sich ihre Wege.

Dieser Roman fing ausgesprochen vielversprechend an; schön zu lesender Schreibstil, spannend, sehr mitreißend und mit guten Beschreibungen. Auch die Entwicklung der Beziehung von Brunichild und Wittiges gefiel mir anfangs sehr. Leider wurde diese Liebesgeschichte dann ziemlich lieblos und schnell abgehandelt. Dafür gab es seitenlange Beschreibungen von Reisen. Denn unterwegs ist dort laufend jemand, was sich für mich am Anfang zwar noch recht interessant las, aber irgendwann war es mir doch etwas zu viel.
Diese eher langatmigen Passagen wurden zum Glück auch immer wieder durch spannende Ereignisse aufgelockert. Man bekommt einen ausführlichen Einblick in das Leben von Wittiges und Brunichild, auch die äußeren Umstände sind gut beschrieben, ebenso die Nebenfiguren.
Ziemlich enttäuschend finde ich allerdings das Ende, bzw. die letzten 50 Seiten. Dort wurde alles schnell abgehandelt, mehr erzählt, als wirklich gezeigt. Das wirkte stellenweise mehr wie ein Geschichtsbuch als ein Roman, streckenweise war die Handlung zusammengefasst zu einem bericht.
Trotz dieser negativen Punkte hat mich das Buch gut unterhalten. Es hätte zwar ruhig mehr auf die Figuren und ihre Beziehungen zueinander eingegangen werden können, ganz besonders bei Wittiges und Brunichild, aber es war, auch dank des sehr flüssigen Schreibstils, gut zu lesen.


Maren hat insgesamt 176 Rezensionen angelegt.

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Irreführender Titel und Klappentext, trotzdem lesenswerter Roman

20.02.2010 Bewertung:  4 Nordlicht vergibt 8 von 10 Punkten

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Der Titel des Romans, \"Die Fehde der Königinnen\" lässt den Leser einen langjährigen Machtkampf zwischen Brunichild und ihrer Schwägerin Fredegund erwarten, der Klappentext weist außerdem auf eine ebenso langjährige heimliche Affäre Brunichilds mit ihrem Gefolgsmann Wittiges hin. Beides ist vollkommen irreführend. Brunichild, die Tochter des Westgotenkönigs Athanagild, wird mit dem Frankenkönig Sigibert verheiratet, um das Bündnis zwischen den Westgoten und den Franken zu stärken. Mit Wittiges hat sie vor ihrer Hochzeit eine kurze Affäre, die aber nach der Eheschließung mit Sigibert nicht fortgesetzt wird, selbst wenn Wittiges Brunichild sehr ergeben ist und ihr als ihr Gefolgsmann in ihre neue Heimat folgt. Brunichild heiratet nämlich in eine wirklich explosive Familie ein, ihr Mann Sigibert und seine drei Brüder Charibert, Guntram und Chilperich sind in dauernde Machtkämpfe verwickelt, so dass der Roman richtiger \"Die Fehde der Könige\" betitelt sein müsste. In diesem Netz aus Machtkämpfen, Spionage und Betrug erweist sich Wittiges als unwandelbar loyal und wird von Sigibert mit ausgedehnten Ländereien belohnt. Der Roman zeichnet einerseits das Leben Brunichilds und Sigiberts und andererseits das von Wittiges und seinem Haushalt nach, wobei sich die Erzählstränge immer wieder treffen.

Vom Erzählstil hat mir das Buch sehr gut gefallen, es ist flüssig, aber nicht übermäßig anspruchsvoll erzählt und daher sehr angenehm zu lesen. Auch an Spannung mangelt es nicht. Das Ende kam mir allerdings ein bisschen abrupt vor.

 

Vermisst habe ich jedoch ein Personenverzeichnis, da die frühmittelalterlichen Namen, von denen leider viele mit Ch- beginnen, mir etwas unübersichtlich vorkamen. Außerdem hätte ich mir ein ausführliches Nachwort gewünscht, in dem mehr zu den historischen Fakten erklärt wird. Die Autorin scheint gründlich recherchiert zu haben (Vergleich mit wikipedia), Zusatzinformationen im Buch sowie eine Landkarte des frühmittelalterlichen Europa im Einband hätte ich gern gesehen.

 

Insgesamt betrachtet, ist \"Die Fehde der Königinnen\" ein unterhaltsamer Roman, den ich Lesern mit Interesse am frühen Mittelalter empfehlen möchte.


Nordlicht hat insgesamt 44 Rezensionen angelegt.

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Schlechter Titel, toller Roman

31.03.2010 Bewertung:  4 Toschi3 vergibt 8 von 10 Punkten

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Die junge Brunichild wird verheiratet, wie es so üblich ist zu dieser Zeit, ohne selbst etwas dazu sagen zu dürfen. Doch eingetlich interessiert sie ihre Stute Bella viel stärker und dieser geheimnisvolle neue Pferdeknecht. Doch bald muss sie ihr elterliches Heim verlassen und wird zu ihrer neuen Familie geschickt. Da kann sie gute freunde wirklich gebrauchen...

 

Zu diesem Buch muss ich zunächst zwei grundlegende Punkte äußern:

1. Ein spannend zu lesender Historienroman.

2. Selten habe ich ein Buch gelesen, dessen Titel schlechter zum Inhalt passte, als dieser.

Zu 1. Das Buch liest sich sehr flüssig. Die Geschichte ist gut aufgebaut und mit verschiedenen Handlungssträngen wird die Spannung aufrecht erhalten. Leider verstrickt sich die Autorin scheinbar in ihren verschiedenen Ideen. Manche Handlungsabläufe erscheinen unlogisch und klären sich nur wenig oder unbefriedigend zum Ende hin auf. Trotzdem habe ich das Buch sehr genossen.

Zu 2. Das Buch heißt „Die Fehde der Königinnen“. Wenn man überhaupt etwas davon in der Geschichte findet, dann im letzten Siebtel des Buches. Diese Begebenheiten mögen ja „historisch belegt“ sein, aber bitte: warum hat die Autorin diese dann nicht in den Vordergrund gestellt und ihre Geschichte darum herum aufgebaut??? Es wird ein ewiges Rätsel bleiben. Diese extreme Unstimmigkeit einmal beiseite gelassen: Das Buch war ein Genuss. Ich würde es trotzdem jedem empfehlen, der sich für historische Spannungsromane interessiert.


Toschi3 hat insgesamt 81 Rezensionen angelegt.

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Intrigen und höfische Ränkespiele

31.03.2010 Bewertung:  4 KimVi vergibt 8 von 10 Punkten

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Der junge Landadelige Wittiges versteht sehr viel von Pferden. Dieses Wissen kommt ihm am Hof Athanagilds, König der Westgoten, zu Gute. Die Stute der Prinzessin Brunichild hat Probleme bei der Geburt ihres Fohlens. Durch Wittiges beherztes Eingreifen können die Stute und ihr Fohlen gerettet werden. Bereits beim ersten Zusammentreffen mit Brunichild verliebt Wittiges sich in die Prinzessin. Obwohl auch er der Prinzessin nicht gleichgültig ist, hat ihre Liebe keine Zukunft. Denn Brunichild ist Sigibert, dem König der Franken, versprochen. Wittiges kann die Prinzessin nicht vergessen und deshalb schließt er sich dem prächtigen Brautzug Brunichilds an und begleitet sie in ihre neue Heimat. Obwohl Brunichild versucht Wittiges von sich fernzuhalten, kreuzen sich ihre Lebenswege auch im Frankenland. Dort hält das Schicksal einige Überraschungen bereit.

 

Meine Meinung

 

Durch den Schreibstil der Autorin fühlte ich mich ins Jahr 566 n. Chr. versetzt und konnte so das erste Zusammentreffen der beiden Hauptakteure miterleben. Auch den weiteren Verlauf der Erzählung empfand ich flüssig geschrieben und verfolgte deshalb gebannt den abenteuerlichen Brautzug und den Werdegang Wittiges.  Brunichilds Entwicklung zur fränkischen Königin empfand ich ebenfalls glaubhaft geschildert. Die farbenprächtige Darstellung der damaligen Zeit, die politischen Schachzüge und auch die privaten Fehden am Rande der Handlung, zogen mich in ihren Bann. Doch nachdem ich nun schon über zweihundert Seiten des Romans verschlungen hatte, stellte ich mir langsam die Frage, wann es denn nun eigentlich zur Fehde der beiden Königinnen Brunichild und Fredegunde kommen würde. Aufgrund des Klappentextes hatte ich nämlich eine ganz andere Geschichte erwartet. Es gab zwar  allerlei Intrigen und höfische Ränkespiele, doch der Auftakt zu einer Fehde zwischen den beiden Königinnen, war erst auf den letzten einhundert Seiten der Erzählung zu lesen.

Dennoch empfand ich die Handlung durchgehend interessant und spannend geschrieben. Die Liebe zwischen den Hauptprotagonisten spielte auch eher eine untergeordnete Rolle. Da ich kein Freund von allzu romantischen Liebesverwicklungen bin, empfand ich diesen Aspekt  sehr erfreulich.

Besonders gut hat mir auch gefallen, dass die Handlung auf einem geschichtlichem Gerüst beruht und historisch belegte und fiktive Protagonisten darin vorkommen. Allerdings hätte ich mir in ein Nachwort gewünscht, in dem historische Daten und Persönlichkeiten erwähnt werden.

Nach all den detailliert beschriebenen Ereignissen der Erzählung, überraschte mich  allerdings das relativ abrupte Ende des Romans. Denn dort überschlug sich die Handlung förmlich, ohne näher auf die Vorkommnisse einzugehen. Etwas mehr Ausführlichkeit hätte mir an dieser Stelle besser gefallen, da ich das Ende so als gehetzt und abrupt empfand.

 

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung Die Rache der Königinnen und werde sie auf jeden Fall lesen.

 

 


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.

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