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Historischer Roman: Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman
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Titel:      Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      1430
Autor:      Beate Maly
ISBN-10(13):      354828194X
Verlag:      Ullstein Taschenbuch
Publikationsdatum:      2010-06-09
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      464
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
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Beschreibung:      Product Description
DVD Kondom des Grauens
   
 

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Rezensionen
04.07.2010 08.07.2010
Verbotene Liebe

04.07.2010 Bewertung:  3 KimVi vergibt 6 von 10 Punkten

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Wien im Jahre 1421

 

Die junge Jüdin Sarah Isserlein führt ihrem Vater, dem Geldverleiher David Isserlein, den Haushalt. Besonders talentiert ist sie in diesem Bereich nicht, denn ihre Koch- und Backkünste lassen stark zu wünschen übrig. Sarahs Begabung ist das Zeichnen. Jede freie Minute verbringt sie damit. Ihre Zeichnungen sind wahre Meisterwerke. Doch schon bald wird Sarah ihre Lieblingsbeschäftigung aufgeben müssen, denn das Zeichnen und Malen ist den Männern vorbehalten. Sarahs zukünftiger Ehemann, ein angesehener Rabbi, wird auf keinen Fall dulden, dass Sarah weiterhin dieser sinnlosen Beschäftigung nachgeht. Um etwas guten Willen zu zeigen, erlaubt der Rabbi Sarah, einen Entwurf für ihre Aussteuertruhe zu zeichnen und diese dann von einem Handwerker anfertigen zu lassen.

 

Mit dem fertigen Entwurf suchen David und Sarah Isserlein den Steinmetz Mathes Rockh auf. Dieser ist für seine hervorragenden Arbeiten bekannt. Er ahnt schnell, wer die Truhe gezeichnet hat und ist von von der jungen Frau und ihrem Talent beeindruckt. Heimlich bittet er sie um Unterstützung bei einem seiner Entwürfe. Denn Mathes soll die Taufkrone für den Stephansdom fertigen. Sarah ist sich bewusst, welche Gefahren das Angebot birgt. Sie kann nur hoffen, dass niemand entdeckt, dass eine jüdische Frau an einer christlichen Taufkrone arbeitet. Doch bald überschlagen sich die Ereignisse, denn Herzog Albrecht und sein Kanzler benötigen dringend Geld. Deshalb beginnt eine Hetzjagd auf die Juden....

 

Meine Meinung


Beate Malys Roman entführt den Leser in das historische Wien. Durch die detaillierten, aber keinesfalls langatmigen, Beschreibungen der damaligen Sitten und Gebräuche, gelingt es ihr eine lebendige Hintergrundkulisse für die Protagonisten zu erschaffen. Sie verdeutlicht die Abgrenzung zwischen den Juden und den Christen. Denn die Juden lebten damals nicht mitten unter den christlichen Bürgern der Stadt, sondern in einem streng abgeteilten Judenviertel. Das Tor zu diesem Viertel wurde zur Sperrstunde verschlossen und erst wieder am nächsten Morgen geöffnet. Durch die Jüdin Sarah erfährt man einiges aus dem ganz normalen Alltagsleben zur damaligen Zeit. Auch die Vorbereitungen, die zu den jüdischen Festtagen getroffen werden mussten und die Festtage selbst, werden beschrieben.

 

Einen Einblick in das Leben im christlichen Teil der Stadt erhält man durch den angesehenen Steinmetz Mathes Rockh. Durch ihn erfährt man von der Hierachie in den Handwerkszünften und dem geschäftigen Treiben beim Bau des Stephansdoms. Die Unterschiede zwischen den beiden Religionen werden dem Leser noch einmal vor Augen geführt. Ausserdem beschreibt die Autorin mit welchen Übergriffen Juden rechnen mussten, wenn sie sich in das christliche Viertel der Stadt wagten.

 

Die beiden Hauptprotagonisten, Sarah und Mathes, wirken sympathisch. Sarahs Bemühungen im Haushalt lassen sie sehr lebendig wirken. Es fällt leicht, sich die verschiedenen Persönlichkeiten vorzustellen und ihre Handlungen nachzuvollziehen. Die Liebesgeschichte zwischen Sarah und Mathes wirkt nicht zu überladen oder übertrieben romantisch. Sie lässt genug Raum für den historischen Anteil dieser Erzählung und die Intrigen der Bösewichte, die in diesem Schmöker natürlich auch nicht fehlen dürfen. Der Schreibstil ist flüssig, sodass man mühelos in die Handlung eintauchen und ihr problemlos folgen kann. Einige schicksalhafte Wendungen wirken zwar vorhersehbar, doch das trübt das Lesevergnügen nur geringfügig.

 

Insgesamt gesehen hat mir dieser historische Roman gut gefallen, da man in das Geschehen eintauchen und den Alltag beim Lesen vergessen konnte. Obwohl ich diesen Roman innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe, vergebe ich \"nur\" sechs von zehn Bewertungssternen. Für mich persönlich hatten die Protagonisten manchmal einfach etwas zu viel Glück und ausserdem erschienen mir einige Wendungen zu vorhersehbar. Dennoch habe ich mich gut beim Lesen unterhalten und kann diesen lebendig geschriebenen Roman gerne weiterempfehlen.

 


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Fiktive Elemente und historische Fakten gut verwoben!

08.07.2010 Bewertung:  5 goat vergibt 10 von 10 Punkten

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Wien im Jahre 1421: Als die Wege der jungen Sarah Isserlein und des Steinmetzes Mathes Rockh sich kreuzen, sind Probleme vorprogrammiert, denn eine Beziehung zwischen Juden und Christen in dieser Zeit ist undenkbar.
Zudem ist Sarah bereits dem jungen Rabbi Aaron versprochen, der es gar nicht gerne sieht, dass Sarah ihre Zeit mit zeichnen verschwendet, anstatt der Hausarbeit nachzugehen.
Als das Geld für den Dombau knapp wird, beschließen Herzog Albrecht und sein Kanzler, dieses bei den Juden einzutreiben. Der Hass wird so weit geschürt, dass die Juden ausgeplündert, ins Gefängnis gesteckt und ermordet werden.
Hier zeigt sich, wer Sarah wirklich liebt. Aber hat ihre Liebe auch eine Zukunft?

Beate Maly hat einen sehr einfühlsamen und zugleich spannenden Roman geschrieben. Die fiktiven Elemente sind sehr gut mit den einwandfrei recherchierten historischen Fakten verwoben worden. Ihre Figuren waren mir gleich sehr sympathisch und der Unterschied zwischen den Juden und den Christen wurde sehr deutlich dargestellt. Der Autorin ist es gelungen, mich mit jeder geschriebenen Seite zu fesseln. Dieser Roman ist auch hervorragend für Einsteiger in dieses Genre geeignet und bekommt somit von mir fünf Sterne.
Dieses ist der zweite Roman der Autorin. Der erste erschien 2008 im Ullstein Verlag und heißt \"Die Hebamme von Wien\".


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