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Historischer Roman: Das Lied der roten Erde
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Titel:      Das Lied der roten Erde
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      1807
Autor:      Inez Corbi
ISBN-10(13):      3548282148
Verlag:      Ullstein Taschenbuch
Publikationsdatum:      2010-12-07
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      464
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Das Lied der roten Erde
   
 

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Rezensionen
01.01.2011 21.01.2011 27.02.2011 14.04.2011 30.03.2012
Unterhaltsamer Australien-Schmöker

01.01.2011 Bewertung:  3 KimVi vergibt 6 von 10 Punkten

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Die junge Irin Moira hat bei ihrer Einführung in die Gesellschaft einen Eklat ausgelöst. Moiras Verhalten wird von der konventionellen Gesellschaft abgestraft und die Eltern werden kaum noch eingeladen. Das Verhältnis zwischen Moira und ihren Eltern ist auch sonst eher angespannt, da Moiras lebendige Art sich nicht mit den damenhaften Vorstellungen der Eltern vereinbaren lässt. Deshalb stimmen die Eltern sofort zu, als sich die Gelegenheit ergibt die schwierige Tochter mit dem wesentlich älteren Arzt Alistair McIntyre zu verheiraten. Moira muss sich nicht nur mit dem ungeliebten Ehemann abfinden, sondern auch noch ihre Heimat Irland verlassen. Gemeinsam mit McIntyre bricht sie nach Australien auf, wo dieser als neuer Arzt in einer Strafkolonie erwartet wird.

 

Moira gewöhnt sich nur schwer an ihr neues Leben. Ihr Ehemann und seine nächtlichen Bemühungen Nachwuchs zu zeugen sind ihr zuwider, doch ihre Lage scheint aussichtslos. Eines Tages tritt der gutaussehende Sträfling Duncan in Moiras Leben. Er rettet die junge Frau mutig vor den Übergriffen eines Sträflingsaufsehers und darf deshalb auf dem Anwesen des Arztehepaares arbeiten und dem Doktor bei seinen Forschungen zur Hand gehen. Moira und Duncan kommen sich langsam näher. Doch ihre leidenschaftliche Liebe bleibt nicht unbemerkt. Unter dramatischen Umständen müssen die beiden die Flucht ergreifen.

 

Meine Meinung


Durch Inez Corbis lebendigen und detaillierten Schreibstil fällt es leicht in diesen Australienroman einzutauchen. Die Beschreibungen wirken dabei auch nicht langatmig, sondern fügen sich harmonisch in die Handlung ein. Land und Leute erwachen zum Leben, sodass sich das Buch flüssig und angenehm lesen lässt.  Fans von Australienromanen kommen hier voll auf ihre Kosten. Doch leider bietet die Handlung nichts Neues und unterscheidet sich nicht von anderen Genrevertretern.

 

Inez Corbi setzt beim Spannungsaufbau der Erzählung auf altbewährte Klischees und deshalb wirkt die Handlung sehr vorhersehbar und konstruiert. Es kommt zu zahlreichen Schicksalsschlägen und Wendungen, die durch ihre übermäßige Häufung nicht gerade glaubwürdig wirken. Zu viele Zufälle verstärken diesen Eindruck noch.

 

Die Hauptprotagonistin Moira wirkt durch ihr unkompliziertes und nicht gerade damenhaftes Verhalten sehr erfrischend und sympathisch. Man leidet mit ihr, als sie dazu gezwungen wird den weitaus älteren Doktor zu heiraten und auch sonst verfolgt man gerne ihr neues Leben. An einigen Stellen, gerade im späteren Verlauf der Handlung, wirkt sie allerdings sehr unreif und ihr Verhalten unüberlegt. Mit viel gutem Willen kann man das aber ihrem jugendlichen Alter zuschreiben. Der zweite Hauptprotagonist Duncan weist den üblichen tragischen Hintergrund auf. Die Schilderungen der grausamen Lebensbedingungen im Strafgefangenenlager und die ständige unterschwellige Bedrohung durch die Willkür der Aufseher, weckt Sympathien und Mitgefühl für diesen Protagonisten. Sein ansprechendes Äußeres und seine ehrenvollen Charakterzüge verstärken diesen Eindruck noch. Der Roman hat einige Nebenfiguren, die ebenfalls ihre Geheimnisse hüten. Sie bleiben, im Gegensatz zu den Hauptprotagonisten,  jedoch eher blass und manchmal sucht man vergeblich nach den Beweggründen für ihr Handeln.

 

Die Liebesgeschichte von Moira und Duncan wird vor einem ansprechenden historischen Hintergrund erzählt. Ganz nebenbei erfährt man von den harten Bedingungen der Gefangenen in der Strafkolonie, politische Ereignisse werden kurz angeschnitten und Einblicke in die damaligen medizinischen Kenntnisse werden gewährt. Eine Zeittafel am Ende des Buchs gibt einen Überblick über die historischen Daten und im Nachwort erfährt man außerdem, welche historisch belegten Persönlichkeiten in diesem Roman eine Gastrolle übernehmen. Das Leben der Aboriginies wird leider nur recht kurz angeschnitten.

 

Das Ende des Romans ist nicht ganz so vorhersehbar wie gedacht. Es kommt relativ abrupt und lässt einige Fragen offen. In den Autoreninformationen am Anfang des Buchs kann man allerdings nachlesen, dass Inez Corbi bereits an einer Fortsetzung der Geschichte arbeitet.

 

Mein Fazit


Für mich ist \"Das Lied der roten Erde\" ein unterhaltsamer Australien-Schmöker, bei dem man einfach mal die Seele baumeln lassen kann. Ich bewerte ihn leider nur mit sechs von zehn Sternen, da mir die Geschichte insgesamt zu vorhersehbar ist, zu viele Klischees bedient  und für Genre-Liebhaber keine großen Überraschungen bereit hält.


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.

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Das Lied der roten Erde

21.01.2011 Bewertung:  4 urmeli vergibt 8 von 10 Punkten

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Moira ist eine rebellische junge Dame aus gutem protestantisch-irischem Haus. Als durch Moiras Verhalten - sie hat den Debütantinnenball verlassen um bei der Geburt eines Fohlens dabei zu sein - die Geschäftspartner ihres Vaters nichts mehr mit ihnen zu tun haben wollen, sehen ihre Eltern keinen anderen Ausweg als sie mit dem viel älteren Arzt McIntyre zu verheiratet. Doch Moira muss sich nicht nur in eine ungeliebte Ehe fügen, ihre neue Heimat wird Neuholland, so hieß Australien früher, sein. Alistair McIntyre ist an sich kein schlechter Mensch, doch welches Geheimnis birgt er, woran ist seine erste, geliebte Frau plötzlich verstorben?

Auf dem Schiff nach Australien werden auch zwangsdeportierte Sträflinge transportiert und Moira erlebt die Härte mit der dort kleinste Vergehen oder Unachtsamkeiten geahndet werden. Deportierte Frauen haben keinerlei Rechte, Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Unter den Sträflingen befindet sich auch Duncan O\'Sullivan von dem Moira besonders angezogen wird. Ihre Wege kreuzen sich auch auf dem Festland immer wieder und sie verlieben sich ineinander. Als die Beiden von Alistair McIntyre erwischt werden, beschließen sie zu fliehen. Doch die australische Wildnis ist unbarmherzig.

Ein Australienroman, der Einblicke in den Beginn der Kolonisation des Kontinents gewährt. Das Hauptaugenmerk wird auf die britisch-irischen Einwanderer und Sträflinge gelegt, die Aborigines werden nur am Rande einbezogen. Schade. Aber auch so ist es ein interessanter Liebesroman mit teils überraschenden Wendungen und äußerst lesenswert. Die Handlung ist so aufgebaut, das eine Fortsetzung möglich ist. Ich würde mich darauf freuen, am weiteren Leben von Moira und Duncan teilnehmen zu können.


urmeli hat insgesamt 92 Rezensionen angelegt.

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Wer Sagas liebt, findet hier den richtigen Lesestoff!

27.02.2011 Bewertung:  5 goat vergibt 10 von 10 Punkten

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Das erste, was meine Aufmerksamkeit auf das Buch lenkte, war das schöne Cover. In warmen Farben zeigt sich dem Betrachter ein Bild von der wunderschönen Landschaft Australiens. Ein gut klingender Titel mit dem Zusatz Australien-Saga und ein Blick auf den Klappentext haben mich dann zu der Überzeugung gelangen lassen, dieses Buch unbedingt lesen zu müssen.

Ich wurde nicht enttäuscht. Mit der jungen Irin Moira hat Inez Corbi eine sehr plastische Figur geschaffen, die mir auf Anhieb sympathisch war. Durch ihre sehr eigenwillige und aufsässige Art bringt sie ihre Eltern so manches Mal in Verlegenheit. Als sie aber an dem Tag, an dem sie in die Gesellschaft eingeführt werden soll, plötzlich den Ball verlässt, um bei ihrer fohlenden Stute zu sein, hat sie den Bogen überspannt. Um weiteren öffentlichen Skandalen zu entgehen, verheiraten ihre Eltern sie kurzerhand mit dem doppelt so alten Arzt Alistair McIntyre. Als Moiras letzter verzweifelter Versuch, die Hochzeit abzuwenden scheitert, sind ihre Tage in Irland gezählt, denn Alistair McIntyre tritt in Australien eine Stelle als Arzt in einem Gefangenenlager an.

Moiras Mutter macht ihr sehr eindringlich klar, dass es Aufgabe der Frau ist, sich unterzuordnen und sie immer daran denken soll, auch wenn ihr manches zuwider sein wird. \"Du wirst dich mit der Zeit daran gewöhnen. Er ist dein Mann. Widersprich ihm nicht.\" Noch in der gleichen Nacht fordert ihr Mann sein eheliches Recht ein.

Nach fast fünfmonatiger Überfahrt in Australien angekommen, fällt es Moira sehr schwer, sich in die Rolle der folgsamen Ehefrau einzufügen. Die wenigen Freundschaften, die sie dort schließen kann, muss sie vor ihrem tyrannischen Ehemann geheim halten. Dieser wird ihr immer unheimlicher. Nicht nur, dass er sich Tag für Tag in seinem Arbeitszimmer einschließt - auch den wahren Grund über den Selbstmord seiner ersten Frau scheint er geheim halten zu wollen.

Als Moira den irischen Rebellen Duncan kennen lernt, der zu sieben Jahren Verbannung verurteilt wurde, verliebt sie sich sofort in ihn und die beiden beginnen eine Affäre. Ihre Beziehung zueinander steht jedoch unter keinem guten Stern. Die beiden werden von Alistair erwischt und haben keine andere Wahl als in den australischen Busch zu flüchten ...

Dies ist nur ein sehr kleiner Teil der Geschichte. Sie ist weitaus komplexer und der Leser begegnet sehr vielen interessanten Charakteren. Inez Corbi hat tatsächlich auch einige historische Persönlichkeiten in ihren Roman einfließen lassen, wie z. B. John und Elizabeth Macarthur, die Begründer der Schafzucht in Australien. Auf jeden Fall erwähnenswert ist die Zeittafel im Anhang des Buches. Für solche Zusatzinformationen bin ich immer sehr dankbar.

Schön wäre es gewesen, wenn die Autorin zusätzlich noch etwas intensiver auf die Landschaftsbeschreibungen eingegangen wäre. Genau wie die Protagonistin möchte auch der Leser das fremde Land kennen lernen. Die vorhandenen Beschreibungen waren sehr schön, aber es hätte wirklich etwas mehr sein dürfen.

Aber auch dieses kleine Manko wird mich nicht davon abhalten, dem Roman die volle Punktzahl zu geben. Wer Sagas liebt, findet in \"Das Lied der roten Erde\" den richtigen Lesestoff.


goat hat insgesamt 193 Rezensionen angelegt.

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Schöne Geschichte vor großer Kulisse

14.04.2011 Bewertung:  3.5 CabotCove vergibt 7 von 10 Punkten

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Moira ist ein junges Mädchen, dass sich den Konventionen seiner Eltern hartnäckig widersetzt, ein Wildfang, der sich partout nicht zähmen lassen will und einfach nicht das Leben führen möchte, dass ihre Eltern für sie vorgesehen haben.

Sie wird gegen ihren Willen mit dem älteren Arzt McIntyre verheiratet, der sich von ihr alsbald einen Stammhalter erhofft und sie mit sich nach Australien nimmt; hinein in eine Welt, die ihr vollkommen fremd ist und in der sie sich nicht wohl fühlt.

Bis sie Duncan begegnet, der sie von Anfang an fasziniert und scheinbar soviel besser zu ihr passt als ihr älterer Ehemann. Doch Duncan ist kein \"unbeschriebenes\" Blatt...

Mehr mag ich nicht verraten an dieser Stelle, einfach um euch nicht den Lesespass zu verderben.

 

Mich als eingefleischte Krimileserin hat dieser Roman absolut überzeugt. Die Autorin führt die Charaktere so ein, dass man sich immer am Geschehen direkt beteiligt fühlt und man erfährt auch viel über die Geschichte und die Hintergründe des Landes, der einzelnen Personen und div. Ereignisse. Inez Corbi bedient sich einer sehr schönen Sprache, schreibt eingängig und leicht, so dass ich auch im größten Vor-/Weihnachtstrubel einige schöne und entspannte Stunden mit dem Buch verbracht habe und sicherlich weitere Romane von Inez Corbi lesen werde, besonders wenn sie Moira´s Geschichte fortsetzt.

 

Auch für Fans anderer Genre lohnt sich dieses Buch durchaus !


CabotCove hat insgesamt 39 Rezensionen angelegt.

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Das Lied der roten Erde

30.03.2012 Bewertung:  3 Themistokeles vergibt 6 von 10 Punkten

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Durch die Geschichte begibt man sich nach Australien kurz nachdem die Engländer diese Kolonie als Strafgefangenenlager eingerichtet hatten. Die ersten Städte sind auf dem Kontinent schon entstanden. In diesen leben abenteuerlustige Zivilisten, ehemalige Sträflinge sowie auch die Militärregierung der Kolonie. Neben diesen Städten gibt es noch einige weit auseinander liegende Farmen und die Lager der Sträflinge.
Wie hart und brutal das Leben in der damaligen Zeit war und wie verwirrend die Natur dieses noch recht unbekannten Kontinents für die Menschen ist, sehen wir durch die Augen Moiras, welche bedingt durch eine Zwangsehe mit nach Australien auswandern muss.
Insbesondere die Bedingungen unter denen die Sträflinge leben müssen, sind in dem Roman sehr eindrücklich geschildert, wie auch vor allen Dingen die harten und schmerzhaften Bestrafungen die ihnen zuteil wurden. Ebenso werden auch die Lebensumstände der anderen Siedler, zu denen auch Moira zählt und vor allem die schwere Position, die Frauen in dieser Zeit hatten, aufgezeigt, da es damals extrem wenig weibliche Siedler unter den Sträflingen und auch den Zivilistinnen in Australien gab und daher viele Männer, die lange Zeit keine Frau mehr hatten.
Verbunden wird die ganze Geschichte, welche von dem Leben Moiras und der Sträflinge in Australien erzählt über die verbotene Liebe zwischen der verheirateten Moira und dem Sträfling Duncan, der zeitgleich mit Moira und ihrem Mann in Australien eingetroffen ist. Gerade auf dem Kampf Moiras um ihre wahre Liebe und dem Ausbruch aus dem Leben, das sie hassen gelernt hat, liegt der Hauptfokus dieser Geschichte und Moiras Gefühle sind eindrücklich dargestellt und auch mehr als verständlich, so dass man als Leser schnell beginnt mit ihr zu fühlen.
Des Weiteren begegnen einem am Rand der Geschichte immer wieder Aborigines. Insbesondere ein kleines Mädchen, welches für meinen Geschmack ein wenig zu sehr und von zu gestellten Zufällen mit der Geschichte um Moira und Duncan zu tun hat.
Insgesamt handelt es sich aber trotzdem um einen schönen Roman, der gut die Sehnsüchte nach fremden Ländern schüren kann.


Themistokeles hat insgesamt 66 Rezensionen angelegt.

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