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Historischer Roman: Die dritte Sünde: Band 1 von 3
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Titel:      Die dritte Sünde: Band 1 von 3
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      10146
Autor:      Eva-Ruth Landys
ISBN-10(13):      393735770X
Verlag:      Bookspot
Publikationsdatum:      2012-09-28
Edition:      1
Number of pages:      576
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
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Rezensionen
17.11.2012 10.10.2014
Geschichte und Erotik vereint

17.11.2012 Bewertung:  4 Tialda vergibt 8 von 10 Punkten

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Klappentext:

England 1838: Isobel de Burgh, die kapriziöse Tochter eines Gutsherrn, wird einem reichen Unternehmer zur Ehe versprochen. Sie will jedoch nicht auf intime Eskapaden verzichten und erpresst ihre Zofe Cathy, ihr Treiben zu decken. Isobel spielt mit dem Feuer: ausgerechnet ihr eigener Stallmeister Aaron Stutter ist das Objekt der Begierde. Skrupellos zwingt sie den äußerst attraktiven jungen Mann, ihre sexuellen Gelüste zu stillen. Als Aaron  sich in Cahty verliebt, nimmt eine verhängnisvolle Ménage à trois ihren Lauf.

Rezension:

“Die dritte Sünde” ist das zweite Werk von Eva-Ruth Landys und der Auftakt einer Trilogie, die im viktorianischen England spielt.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Zwar nicht superspannend, aber trotzdem sehr flüssig, so dass man sich gut in die Geschichte hineinfallen lassen kann. Das Ganze spielt sich im 19. Jahrhundert ab und im Text finden sich immer wieder Bezeichnungen, die damals zum Sprachgebrauch gehörten, heute aber teils nicht einmal mehr bekannt sind, wie z.B. “eine halbe Wache”, was in etwa 2 Stunden entspricht.

Gelöst wurde dies aber richtig toll. Die Autorin verzichtete nicht auf derartige Bezeichnungen, was noch mehr dazu beiträgt, dass man sich in einer anderen Epoche wähnt und dafür gibt es Fußnoten, welche die ungewohnten Ausdrücke am unteren Rand der Seite erklären. Das gleiche gilt auch für grobe geschichtliche Ereignisse, Personen, die wirklich existierten und Währungsumrechnungen – was wirklich sehr interessant ist und den Leser noch tiefer in die vergangene Zeit eintauchen lässt.

Richtig gut ausgearbeitet wurden auch die Charaktere – allen voran die Protagonistin Isobel de Burgh, die ich regelmäßig verprügeln wollte, weil sie so ein unausstehliches, intrigantes Biest ist. Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem eine derart hassenswerte Person die Hauptrolle spielte. Einen weiteren wichtigen Platz nimmt Cathy Thomson ein, die Tochter eines Landarbeiters, die von Isobel mit 12 Jahren als Spielgefährtin auserwählt und später die Zofe der herrischen jungen Frau wird bzw. werden muss. Der dritte im Bunde ist Aaron Stutter, der junge Stallmeister auf dem Anwesen der de Burghs und Isobels unfreiwilliges Lustobjekt.

Auffallend ist, dass es zwar durchaus immer wieder erotische Szenen gibt, die Story aber trotzdem nie ins Niveaulose abrutscht. Der interessante geschichtliche Aspekt und die immer wieder auftauchende Erotik existieren erstaunlicherweise nebeneinander, ohne sich gegenseitig abzuschwächen. Und dann ist da noch ein Hauch von Liebesgeschichte zwischen Aaron und Cathy und der Einblick in die höhere Gesellschaft, nachdem Isobel den reichen Geschäftspartner ihres Vaters heiraten muss, was sie aber nicht von ihren sexuellen Eskapaden abhält.

Auf den ersten Blick wirkt das nun natürlich, als gäbe es keinen wirklichen Handlungsstrang – was aber nicht so ist. Im Grunde genommen ist der rote Faden der, dass Cathy sich eigentlich gerne aus Isobels Fängen befreien würde, es aber nicht schafft, da sie ihre Familie, die bei den de Burghs angestellt ist, schützen möchte. Isobel weiß das ganz genau, nutzt diese Macht nicht gerade knapp aus und zerstört Cathy dabei immer mehr.

Fazit:

Für alle Liebhaber des viktorianischen Zeitalters, die sich von Geschichte gleichermaßen wie von pikanten Ausschweifungen hinreißen lassen.


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Kurzweiliges Lesevergnügen

10.10.2014 Bewertung:  4 KimVi vergibt 8 von 10 Punkten

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Isobel de Burgh wächst auf Whitefell, dem Gut ihres Vaters, auf. Sie versteht es hervorragend, ihren Willen durchzusetzen und den Vater um den kleinen Finger zu wickeln. Als sie Cathy, die etwa gleichaltrige Tochter eines Landarbeiters entdeckt, überredet sie den Vater, dass Cathy als Spielgefährtin auf dem Gut wohnen darf. Cathy wird nicht um ihre Meinung gefragt, denn den Wünschen einer Isobel de Burgh widersetzt man sich nicht. Und so muss das arme Mädchen ihre Familie verlassen und der verwöhnten Gutsherrentochter als lebendiges Spielzeug dienen. Als Isobel in das Alter kommt, in dem sie keine Spielgefährtin mehr benötigt, wird Cathy, natürlich ohne sie zu fragen, zu ihrer Zofe umfunktioniert. Damit hat Cathy keine Chance ihrer jähzornigen und durchtriebenen Herrin zu entkommen und endlich ihr eigenes Leben zu führen. Da Isobel ein Auge auf den attraktiven Stallmeister Aaron geworfen hat, soll Cathy als Anstandsdame fungieren. Aaron scheint die stille Cathy deutlich anziehender zu finden, als ihre verwöhnte Herrin. Das kann Isobel allerdings nicht hinnehmen und so entwirft sie einen teuflischen Plan, der nicht nur Aaron dazu zwingt ihre Wünsche zu erfüllen, sondern außerdem dafür sorgt, dass Cathy ihr ganz ausgeliefert ist.....

"Die dritte Sünde" ist der erste Band einer Trilogie. Der Einstieg in die Erzählung gelingt mühelos, denn Eva-Ruth Landys beschreibt Handlungsorte und Protagonisten so lebendig, dass man sie regelrecht vor Augen hat. Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass die verwöhnte Gutsherrentochter Isobel de Burgh eine sehr durchtriebende Hauptprotagonistin ist, die skrupellos ihre eigenen Ziele verfolgt und sich dabei nicht darum kümmert, wer oder was dabei auf der Strecke bleibt. Den scheuen und sympathischen Gegenpart nimmt die Landarbeitertochter Cathy ein. Sie muss sich der gesellschaftlich höher angesiedelten Isobel klaglos unterordnen und wird von dieser als Spielfigur genutzt. Da die Charaktere sehr lebendig wirken, leidet man mit der stillen Cathy mit und hofft im Stillen, dass Isobel vom Schicksal die Quittung für ihr Treiben bekommen wird.

Isobels Vater verarmt im Laufe der Handlung und Isobel muss deshalb einen ungeliebten, aber sehr vermögenden Unternehmer als Ehemann akzeptieren. Dass der attraktive Stallmeister, der ja auch nach Isobels Pfeife zu tanzen hat, deutlich mehr Interesse bei ihr weckt, und dass dieser natürlich eher an der hübscheren und stilleren Cathy interessiert ist, die ihn aufgrund Isobels teuflischer Pläne nicht erhören darf, sind Liebesverwicklungen die sich kaum aus der breiten Masse hervorheben. Denn das alles ist ja nicht wirklich neu und überraschend. Dennoch gelingt es der Autorin die Geschichte der drei Hauptakteure fesselnd zu erzählen. Obwohl man Isobel natürlich vom ersten Moment an unsympathisch findet, verfolgt man doch immer wieder gespannt, welche Teufelei sie sich wohl als nächstes ausdenken mag. Dadurch bleibt die Handlung interessant und äußerst kurzweilig.

Liebeszenen kommen in dieser erotisch angelegten Romantrilogie natürlich auch nicht zu kurz. Die Autorin beschreibt diese Szenen detailliert und locker, sodass man sie sich sehr gut vorstellen kann. Dabei gleitet sie nicht ins Vulgäre ab, sodass die jeweiligen Handlungen nicht zu überladen wirken. Die Szenen passen gut in die damalige Zeit, obwohl man dabei natürlich erkennt, dass Isobel de Burgh sicher nicht zu den sittsamen Ehefrauen gehört, sondern darauf brennt, ihre erotischen Träume auszuleben.

Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen dieses Auftaktbandes sehr gut unterhalten. Die Charaktere wirkten auf mich authentisch und lebendig, sodass ich regelrecht mit ihnen mitfiebern konnte. Die Romanhandlung ließ sich außerdem sehr flüssig und schnell lesen. Da mir die ein oder andere Begebenheit in Cathy Familie allerdings zu unglaubwürdig, und damit etwas dick aufgetragen erschien, ziehe ich ein Bewertungssternchen ab. Genre-Liebhaber dürften allerdings trotzdem voll auf ihre Kosten kommen.


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