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Historischer Roman: Die Sünde der Brüder: Ein Lord-John-Roman
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Titel:      Die Sünde der Brüder: Ein Lord-John-Roman
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      246
Autor:      Diana Gabaldon
ISBN-10(13):      3764501766
Verlag:      Blanvalet HC
Publikationsdatum:      2007-07-09
Edition:      Hardcover
Number of pages:      624
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Diana Gabaldons "Lord-John-Romane" sind ein "Spin-off" aus ihrer so überaus erfolgreichen Highland-Saga, in der Lord John Grey mit seiner sexuellen Vorliebe für das eigene Geschlecht nur am Rande vorkommt. In den Lord-John-Romanen dreht sich nun alles um ihn -- und eben auch seine sexuelle Orientierung. Dementsprechend handfest wird sie geschildert.

Nach Das Meer der Lügen und den drei "Kurzromanen" des Bandes Die Hand des Teufels geht es in Die Sünde der Brüder -- zumindest vordergründig -- um die Aufklärung der Umstände, unter denen Lord Johns Vater zu Tode gekommen ist. Viel wichtiger für die Geschichte aber ist, dass Lord Johns Mutter erneut heiratet und der Stiefvater einen Sohn mitbringt, der die erotischen Vorlieben Johns teilt -- und dies tatsächlich bald auch schon mit ihm!

Nun könnte man es freilich dabei belassen, anhand dieser Konstellation ein historisches Gesellschaftsdrama über die Diskriminierung Homosexueller im 18. Jahrhundert zu entwickeln. Doch dabei lässt es Gabaldon nicht bewenden: Sie treibt Johns (mit einem "seidigen Schwanz" ausgestatteten) Stiefbruder Percy auch noch in die Arme eines preußischen Soldaten und macht nicht nur uns, sondern auch Lord John zum Zeugen dieses Zwischenfalls?

Von Beginn an haben sich an der "Lord-John-Reihe" die Geister der Gabaldon-Gemeinde geschieden. Doch das muss die 2006 mit dem Literaturpreis "Corine" ausgezeichnete Erfolgsautorin nicht weiter stören: Schon bald, da sind wir ganz sicher, wird sich hinter Lord John eine ganz eigene Fangemeinde gebildet haben! -- Gundula Göbeldinger

   
 

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Rezensionen
05.07.2009
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4.5 Zelda vergibt 9 von 10 Punkten

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„Die Sünde der Brüder“ ist weitläufig ein Teil der Highland-Saga von Diana Gabaldon und stellt abermals Lord John Grey in den Mittelpunkt. Damit ist das hier der zweite „Lord-John-Roman“ (nach „Das Meer der Lügen“) bzw. das dritte Buch mit ihm als Protagonisten, wird der Lord-John-Kurzgeschichtenband „Die Hand des Teufels“ mitgerechnet.

Der Roman spielt 1758, füllt also einige Lücken des dritten Highlander-Bandes „Ferne Ufer“. Es ist beinahe schon unnötig zu erwähnen, dass es hilfreich ist, sowohl die Bände eins bis drei der Highland-Saga zu kennen sowie die anderen Lord-John-Bücher. Dennoch ist dieses Buch in sich abgeschlossen und versucht, dem Leser das Nötige an Vorkenntnissen zu vermitteln. Für diejenigen, die sich an Einzelheiten aus den Vorgängern erinnern, ergeben sich natürlich weitere Aha-Erlebnisse, die eigentlich erst das Salz in der Suppe ausmachen.

Wird dieser Lord-John-Roman mit seinen Vorgängern verglichen, so ist es entschieden das bisher beste Buch der Lord-John-Reihe und lässt oft Witz und Diana Gabaldons Talent erkennen, was beides in den letzten Highland-Teilen fast gänzlich gefehlt hatte. „Die Sünde der Brüder“ ist länger als „Das Meer der Lügen“, wenn auch nicht ganz in den gewohnten epischen Ausmaßen, was dem Ganzen aber nur gut tut. Lord Johns neuer Stiefbruder Percy ist die Figur, die das Buch wirklich lesenswert macht, die einzelnen Scharmützel, die in einem Soldatenleben notwendigerweise Bestandteil sind, wirken eher uninteressant. Neben John Greys alltäglichen Problemen als Lord mit verbotener schwuler und damit geheimer Neigung wird der bislang ungelöste (Selbst-)Mord an Johns Vater geklärt. Sogar Jamie Fraser hat einige Gastauftritte, wobei er mir mit jedem weiteren Buch von Frau Gabaldon unsympathischer wird – und das, obwohl er in den ersten Bänden der Highland-Sage doch DER Sympathieträger gewesen ist.

Als Fazit habe ich lange nichts mehr von Frau Gabaldon gelesen, was mir ähnlich gut gefallen hat. Dennoch bleibt bei den Lohn-John-Büchern das Problem bestehen, dass einfach zu viel über den Charakter bekannt ist – wirklich überraschende Wendungen sind dadurch schlicht unmöglich geworden, ebenso, dass John Grey doch noch das Glück findet, was man ihm eigentlich wünscht.


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