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Historischer Roman: Der blaue Stein
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Titel:      Der blaue Stein
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      249
Autor:      Gilbert Sinoue, Ralf Stamm
ISBN-10(13):      3426610205
Verlag:      Droemer Knaur
Publikationsdatum:      1998
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      0
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

2.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Ein Buchpreis, in diesem Fall der Prix des Libraires, ist nicht immer der Garant für exzellenten Lesestoff. Vermutlich haben die französischen Buchhändler den neuen Sinoué letztes Jahr gut verkauft und die deutschen Kollegen dürfen auf ähnlich erfolgreiche Zahlen hoffen. Doch sollte einem zu denken geben, dass der Droemer Knaur Verlag den Namen des Autors dreimal so groß auf dem Buchcover vermarktet als den Titel selbst: Der blaue Stein.

Die Handlung des Buches ist schnell umrissen: Am 28. April 1487 wird in Toledo von der heiligen Inquisition ein jüdischer Konvertit namens Aben Baruel auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil er weiterhin im Geheimen seinem jüdischen Glauben anhing. Baruel, seit Urvater Abrahams Zeiten im Besitz einer geheimnisvollen saphirenen Schrifttafel, ist über seinen nahen Tod informiert. Wohldurchdacht versteckt er daher vorher die Kostbarkeit und verschlüsselt die Hinweise auf den Ort.

Auf den nun folgenden 500 Seiten haben drei von ihm sorgsam ausgewählte Männer die Aufgabe, das aus drei -- alleine unvollständigen -- Teilen bestehende schriftliche Vermächtnis zu kombinieren und zu enträtseln. Baruel schickt einen alten Juden aus Toledo, einen Moslem aus Granada und einen jungen, christlichen Mönch auf eine gefährliche Reise durch das mittelalterliche Spanien. Jeder von ihnen ist ein Experte auf dem Gebiet seiner Religion. Und nur durch ihre Zusammenarbeit kann die Lösung des Rätsels um den blauen Stein gelingen.

Der entscheidende Nachteil des Romans: Seitenlang liefern sich die drei Gelehrten auf der Grundlage des Korans, der Bibel und der diversen jüdischen Glaubensbücher ausufernde Dialoge, die zu lang und zu weitschweifig geraten sind. Damit die derart in die Länge gezogene Suche nicht zu langweilig wird, würzt eine vage Liebesgeschichte und der lange Arm des Inquisitors Tomas de Torquemada die Geschichte. Manuela Vivero, eine adlige Jugendfreundin der spanischen Königin Isabel, wird in die Gruppe der religiösen Forscher um den Verbleib der blauen Schrifttafel als Agentin des Inquisitors eingeschleust. Zu allem Überfluss muss dann selbst das Tribunal um die Schifffahrtswünsche des Genuesen Cristóbal Colón noch herhalten, um den so schon genügend artifiziellen Handlungsverlauf interessant zu gestalten.

Selbstverständlich ist die Geografie der Reiseroute gut recherchiert; auch die religiösen Details und Unterschiede der Glaubensrichtungen sind ausreichend herausgearbeitet, aber diese Romanteile schwimmen immer nur inselartig zwischen den handlungsführenden Dialogen.

Die Personen haben dabei leider nur wenig Tiefe und der Geist und Charakter der Zeit, die Sinoué einfangen möchte, bleibt mehr als an der Oberfläche. Verständlich ist der Wunsch des Autors -- und seines Verlages -- an seinen Erfolgsroman um den Mediziner Avicenna Die Straße nach Isfahan anzuknüpfen; doch erfüllt hat er sich nicht. Zu konstruiert ist die These von der Existenz des blauen Steins und zu umfangreich die Suche danach. Man hat gelegentlich den Eindruck, dass der Autor eine Resteverwertung aus den Recherchen zu seinem vorigen Roman betreibt. --Manuela Haselberger

   
 

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Rezensionen
05.07.2009
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  2.5 Anonym vergibt 5 von 10 Punkten

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Ich war von diesem Buch ziemlich enttäuscht, denn laut Klappentext hatte ich mir wirklich mehr darunter vorgestellt. Ein Verstorbener hinterlässt ein Rätsel, dem drei Männer unterschiedlicher Religionen nachgehen sollen, um am Ende einen mysteriösen Stein zu finden, der alle Fragen der Menschheit beantworten soll.

Das klingt ja als solches schonmal einigermassen spannend, ist aber ziemlich langweilig umgesetzt. Diese drei Männer reisen durch ganz Spanien und es kommt immer wieder zu Streitereien aufgrund der unterschiedlichen Religionen. Diese Auseinandersetzungen sind in langatmigen verbalen Diskussionen geschildert.

Und natürlich kommt dazu noch die schreckliche Zeit der Inquisition dazu, mit der für mich unsympathischen Königin Isabella, die ihre engste Freundin zu den drei Männern schickt, um sie zu bespitzeln. 

 


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