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Horror: Der Monstrumologe: Roman
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Titel:      Der Monstrumologe: Roman
Kategorien:      Horror
BuchID:      1792
Autor:      Rick Yancey
ISBN-10(13):      378576040X
Verlag:      Bastei Lübbe (Lübbe Paperback)
Publikationsdatum:      2010-10-11
Edition:      2
Number of pages:      416
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Der Monstrumologe
   
 

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Rezensionen
23.12.2010 18.02.2012
Anfangs gewöhnungsbedürftig, doch dann richtig gut

23.12.2010 Bewertung:  4.5 kleinfriedelchen vergibt 9 von 10 Punkten

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New Jerusalem, 1888: Der Waisenjunge Will Henry arbeitet seit dem Tod seiner Eltern bei dem seltsamen Doktor Warthrop als sein Assistent. Offiziell ist er ein Philosoph, doch statt mit Theorien über Gott und die Menschheit beschäftigt sich Warthrop mit ausgewachsenen Monstern. Eines Nachts liefert ein Grabräuber seinen grausigen Fund beim Doktor ab: ein mannsgroßes Monster ohne Kopf hat sich in die Leiche einer jungen Frau verbissen. Warthrop ahnt gleich, dass dieses Exemplar der hochgefährlichen Rasse der Anthropophagen nicht das Einzige sein wird, und so beginnt für Will und seinen Meister eine blutige Jagd...

Ich hoffe stark, dass sich dieses Buch aufgrund der scheinbar niedlichen Gestaltung niemals in die Kinderbuch-Ecke verirrt, denn glaubt mir, die armen Kinder werden Alpträume bekommen! Stephen King gehört zu meinen Lieblingsautoren, daher bin ich Horror und Brutalität in Büchern gewohnt. Und trotzdem habe ich mich bei \"Der Monstrumologe\" mehr als einmal geekelt und über die Grausamkeiten gestaunt, wenn Würmer aus eiternden Wunden ausbrechen, Menschen bei lebendigem Leib gefressen werden oder Hirn und Blut über sämtliche Wände verteilt ist.

Anfangs tat ich mich etwas schwer mit dem Buch, da die Sätze zeitweise sehr lang und verschachtelt sind und man schon aufmerksam lesen muss, wenn man nichts verpassen will. Ein Beispielsatz: \"In einem wirren Knäuel aus wild prügelnden Armen und um sich tretenden Beinen purzelten wir über den Boden, sein schnappendes Maul verfing sich im hinteren Teil meiner Jacke und zerschredderte es, seine linke Pranke schlug nach meinem Gesicht, während ich sein Handgelenk festhielt, mit aller Kraft dagegendrückte und mit meiner freien Hand nach seinen Augen schlug, die jetzt fieberhell brannten, und im Schein des Feuers konnte ich mein eigenes Gesicht darin gespiegelt sehen, das vor Angst verzerrt war.\"
Zu Beginn der Geschichte ist dies sehr mühsam zu lesen, doch man gewöhnt sich an den Stil. Auch bin ich anfangs mit etwas falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Ich hatte mit dem Auftauchen einer Vielzahl von unterschiedlichen Monstern gerechnet, letztlich geht es in dem Buch aber um die Jagd nach nur einem Monster: den Anthropophagen, kopflosen Monstern, die sich ausschließlich von Menschenfleisch ernähren. Vielleicht las es sich deshalb zu Beginn etwas schleppend, doch sobald die Jagd richtig losgeht, wird es spannend und man klebt an den Seiten.

Trotz der erwähnten Schwächen gebe ich dem Buch gerne die volle Punktzahl, denn es ist einfach etwas ganz Besonderes. Die Geschichte und der Schreibstil sind einzigartig, und die Gestaltung des Buches ist einfach toll, angefangen beim Cover, sowie den kleinen Verzierungen am Seitenrand in Form diverser Messer, Schürhaken und was man sonst noch für die Sezierung eines Monsters benötigt. Außerdem sind immer mal wieder ganzseitige Bilder abgedruckt, und hinten im Buch kann man sogar ein passendes Lesezeichen raustrennen.

Mein Fazit: die ersten 50 Seiten sind gewöhnungsbedürftig, doch danach erwartet euch ungewöhnliche Gruselunterhaltung mit tollen Illustrationen.


P.S: Dies ist nur der erste Teil einer Serie.


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\"Mach fix, Will Henry!\"

18.02.2012 Bewertung:  4 Tialda vergibt 8 von 10 Punkten

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Rezension:

Auf den ersten Blick ist “Der Monstrumologe” ein wahnsinnig aufwändig illustriertes Buch, wobei der einzige farbige Akzent der rote Blutfleck auf dem Tisch des Coverbildes ist. Die Innenseiten der Buchdeckel sind komplett mit einer Abbildung der Regale aus dem Labor des Monstrumologen, Dr. Warthrop, bedruckt, auf denen sich hauptsächlich Gläser mit allerhand schauerlichem Inhalt befinden und einen perfekt auf die düstere Atmosphäre der Geschichte einstimmen.

 

Im Buch findet man an den Seitenrändern neben dem Text immer wieder Bilder von den Arbeitswerkzeugen des Doktors – hauptsächlich Zangen, Knochensägen und Skalpelle und um sich die wichtigsten Szenen besser vorstellen zu können, gibt es vereinzelt sehr detailreiche Bilder, die eine ganze Seite ausfüllen. Am praktischsten daran ist, dass man so genau weiß, wie die Monsterart um die es in dieser Geschichte geht, die sogenannten ‘Anthropophagen’ (Menschenfresser), aussehen.

 

Nun aber zum Inhalt. Die Story wurde in drei Bücher, hier jeweils Foliant genannt, unterteilt. “Brut”, worin es um den Fund des ersten Monsters geht, “Residuen” (zu deutsch in etwa “das Zurückgebliebene”), was den Hauptteil der Geschichte darstellt und “Gemetzel”, was seinen Namen zurecht trägt und worin es um die Jagd auf das Monsterrudel geht. Innerhalb der groben Aufteilung befinden sich dann noch Kapitel.

 

Zum Schreibstil lässt sich sagen, dass man auf jeden Fall merkt, dass wir uns im 19. Jahrhundert befinden. Der Sprachstil ist etwas altertümlich und somit anspruchsvoller als in normalen Romanen und es fällt manchmal schwer konzentriert zu bleiben, da der Text streckenweise etwas trocken ist, wenn gerade nichts actionreiches passiert. Aber wenn dann Leben in die Handlung kommt, baut sich durchaus Spannung auf.

 

Die Geschichte an sich gestaltet sich so, dass sie aus der Sicht von dem tapferen Waisenkind Will Henry erzählt wird und ich finde, dass vor allem die Person des Monstrumologen sehr gut ausgearbeitet wurde. Er ist ein Mann ohne jeglichen Sinn für Gefühle, denn er beruft sich ausschließlich auf Fakten und seine Arbeit steht so sehr für ihn im Vordergrund, dass er meistens sogar das Essen und Schlafen vergisst und besonders dann sehr harsch mit dem kleinen Will Henry umgeht. Ganz charakteristisch für ihn ist der Spruch “Mach fix, Will Henry!!”.

 

Geeignet ist das Werk, meiner Meinung nach, vor allem für Fans der düsteren Darstellung des viktorianischen Zeitalters und für Leser, die auf Bücher mit Ekel-Faktor stehen – denn Blut und Eiter haben im “Monstrumologen” einen festen Platz.

 

Fazit:

Tauch’ ein ins 19. Jahrhundert und begleite Dr. Warthrop und Will Henry bei zweifelhaften Experimenten und der Jagd auf Monster.


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