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Klassik: Germinal
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Titel:      Germinal
Kategorien:      Klassik
BuchID:      10794
Autor:      Émile Zola
ISBN-10(13):      B01DE064GG
Verlag:      Der Audio Verlag
Publikationsdatum:      2016-03-24
Number of pages:      0
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Mitte des 19. Jahrhunderts: Auf der Suche nach Arbeit verschlägt es den jungen Maschinisten Etienne Lantier in eine Bergarbeitersiedlung im Norden Frankreichs. Entsetzt über das dort herrschende Elend und die unmenschlichen Arbeitsbedingungen ruft der überzeugte Sozialist seine Leidensgenossen zum Aufstand auf. Zunächst scheint ihr Streik von Erfolg gekrönt, doch schon bald geraten die Bergarbeiter in eine verhängnisvolle Spirale aus Verzweiflung, Sabotage und Verrat.

In Hans-Helmut Dickows Interpretation von Zolas naturalistischem Meisterwerk bleibt dessen überwältigende Eindringlichkeit und vielgelobte Komplexität bis in die feinste Nuance bewahrt.
   
 

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Rezensionen
17.06.2016
Epochal und eindringlich

17.06.2016 Bewertung:  4.5 ragantanger vergibt 9 von 10 Punkten

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Émile Édouard Charles Antoine Zola lautet der vollständige Name des französischen Schriftstellers und Journalisten, der in Anlehnung an den geschätzten Kollegen Balzac nicht einfach Romane schrieb, sondern sie sogleich als Teil eines riesigen Zyklus verstand. Der Zyklus Rougon-Macquart, die Natur- und Sozialgeschichte einer Familie im Zweiten Kaiserreich, ist jener zwanzig Bände umfassende Kanon, den Zola in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konzipierte und als dessen Hauptwerk der Roman Germinal angesehen werden kann. Dieser in Folge der Modernisierung und Industrialisierung verstandene Revolutionsausdruck erschien erstmalig 1885 und beschreibt die unmenschlichen Errungenschaften dessen, wessen wir uns heute rühmen: Mechanisierung, Leistungsgedanken, freie Marktwirtschaft. Das dies auch heute noch alles zu Lasten der körperlichen wie seelischen Bedingungen des Einzelnen geht, zeigt dieser Roman aufs Eindringlichste. Er gilt als Vorreiter einer naturalistischen, also originalgetreuen Erzählung und wurde in vielerlei Bestenlisten der wichtigsten Romane aller Zeiten aufgenommen. Die mehr als neunstündige MP3-CD intoniert diesen erschütternden Aufruf aufs Beste, denn der Hörbuchsprecher Hans-Helmut Dickow verleiht der Geschichte um den Protagonisten Etienne Lantier eine markante und treffliche Stimme. Das Alter der Aufnahme hat zwar mehr als dreißig Jahre auf dem Buckel, aber das tut dem Inhalt keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: die dumpfe, schwere Stimme und der nüchterne Klang passen sich ganz hervorragend dem Inhalt an. So ähnlich wie auch Zola nicht mit emotionaler Verve, sondern mit direkter, rücksichtsloser Beschreibung den Finger in die Wunde legte, ohne dabei sensationsheischend klingen zu müssen. Für den Preis ein ultimatives und eindringliches Hörvergnügen, gedacht für alle Menschen, die mal wissen wollen, wie lange sich schon andere Menschen Gedanken über die Unmenschlichkeit machen.

 


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