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Klassik: Die Zeitmaschine: Eine Erfindung. Roman. Vollständig. Neu übersetzt von Hans-Ulrich Möhring. Mit einem Nachwort zu Leben, Werk und Wirkung von Elmar Schenkel (Fischer Klassik)
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Titel:      Die Zeitmaschine: Eine Erfindung. Roman. Vollständig. Neu übersetzt von Hans-Ulrich Möhring. Mit einem Nachwort zu Leben, Werk und Wirkung von Elmar Schenkel (Fischer Klassik)
Kategorien:      Klassik
BuchID:      10910
Autor:      H.G. Wells
ISBN-10(13):      3596950309
Verlag:      FISCHER Taschenbuch
Publikationsdatum:      2017-01-26
Edition:      1
Number of pages:      240
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
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Rezensionen
19.02.2017
Zeitlos

19.02.2017 Bewertung:  4.5 ragantanger vergibt 9 von 10 Punkten

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H.G. Wells wird gerne mit Jules Verne verglichen, als einer der größten Science-Ficiton-Autoren, die dieses Genre gegen Ende des 19. Jahrhunderts überhaupt angestoßen haben. Glücklicherweise ist abseits von den inhaltlichen Plots die Sprache bei Wells eine ganz andere, da sie nicht wie bei Verne größtenteils belanglos und prosaisch unmöglich ist, sondern sich deutlich besser lesen lässt. Wells ist aber auch in der Neuübersetzung von Möhring kein Poet, kein Bestseller, den es allein aufgrund des sprachlichen Duktus zu lesen gilt, aber ein Phänomen, das mit Hilfe seiner inneren Bilder kraftvoll zu überzeugen weiß.

Die abstruse Story, die den nicht beim Namen genannten Protagonisten in die Zukunft reisen lässt, ist stark an die Vorstellungen der vorletzten Jahrhunderts geknüpft, als man unter Anderem nicht wie heute erkennen konnte, dass das menschliche Treiben sowieso das des Mutterplanten bedingt endlich ist. Stattdessen geht es munter in Zeiten, die Hunderttausende von Jahren in der Zukunft liegen und zu dem Vergleich von Jetzt und wann anders. Der Kritik, die in dem Roman an den zeitgenössischen Umständen allzu offensichtlich wird, tut das aber keinen Abbruch und die Spannung und Aufregung, sich tatsächlich in der Zeit bewegen zu können, fesselt tatsächlich zu jeder Zeit (sic!). Kein Wunder, dass dieses Buch Vorlage für zahlreiche Interpretationen und Filme gewesen ist.

Das Schöne an der Neuauflage im Fischer-Verlag ist neben dem einfachen, aber überzeugenden Cover die umfangreiche Nachbearbeitung. So erhält der Leser eine von Wells ehedem gestrichene Episode, alte Vorwörter und Essays des Autors, die sich auf seinen Text beziehen, und ein ausführliches, sprachwissenschaftlich und kunstakademischen durchsetztes Nachwort von Elmar Schenkel, was zusammen fast einhundert Seiten Bonusmaterial ergibt. Allein dafür lohnt sich diese Neuausgabe allemal. Und für den zeitlosen Inhalt des Romans sowieso. Er hilft beim Träumen, bei der Unmöglichkeit, das zu glauben, was andere nicht wahrhaben wollen und was sie sogar wissenschaftlich negieren können. Umso wichtiger ist es, wie es ein Zeitgenosse Wells in der berühmten Fabel von Alice im Wunderland postulierte: Glaube jeden Morgen vor dem Frühstück sechs Dinge, die unmöglich erschienen.

 


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