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Mystery: Der dunkle Wächter
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Titel:      Der dunkle Wächter
Kategorien:      Mystery
BuchID:      981
Autor:      Carlos Ruiz Zafón
ISBN-10(13):      3596853885
Verlag:      Fischer FJB
Publikationsdatum:      2009-09-28
Edition:      1
Number of pages:      352
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
DER DUNKLE WÄCHTER
Aus der Amazon.de-Redaktion
Es kommt immer eine Zeit, in der selbst der schrecklichste Albtraum ein Ende nimmt und nur noch als Erinnerung fortlebt. Von verblassten Spuren umgeben, schreibt Ismael eben solche Erinnerungen an die grausamen Erlebnisse des Sommers 1937 nieder: Die vierzehnjährige Irene und ihr Bruder finden aufgrund der Anstellung ihrer Mutter bei Lazarus Jann nahe der normannischen Küste ein neues, sicheres Zuhause – zumindest denken sie das. Denn empfängt sie der Spielzeugfabrikant nicht auf die herzlichste Weise? Lazarus’ märchenhaftes, von verblüffend lebendig wirkenden mechanischen Geschöpfen bevölkertes Anwesen Cravenmoore fesselt die Ankömmlinge wie ein hypnotischer Traum.

Gerade, als Irene und Eigenbrötler Ismael ihre Liebe füreinander entdecken, legt sich ein wortwörtlicher Schatten über die Gegend: Der mysteriöse Mord an einem Mädchen, direkt im Wald bei Cravenmoore. Ist dies der Anfang einer Mordserie, wie sie sich vor Jahren ereignete? Hängt alles mit den Septemberlichtern der Leuchtturminsel zusammen, wo angeblich der Geist einer Ertrunkenen umherirrt? Und ist Lazarus Janns Erzählung über den Doppelgänger – einen „Schatten, der sich von seinem Besitzer löst und sich gegen diesen wendet“ – wirklich nur eine Geschichte? Was Irene und Ismael bei ihren heimlichen Nachforschungen herausfinden, bringt sie fast um den Verstand – und um ihr Leben …

Weltweit seit Der Schatten des Windes gefeiert, rückte Carlos Ruiz Zafón schon vorher durch vier Romane in den Fokus der Jugendbuchszene seines Heimatlandes: Einer davon ist der nun ins Deutsche übersetzte Titel Der dunkle Wächter. Immer tiefer lockt der spanische Schriftsteller seine Leser in den Sog jener Erzählung, hüllt sie mit wohlgeformten Sätzen ein, bis sie ganz darin verschwinden. Mit dem Rückgriff auf altbewährte Motive revolutioniert Zafón zwar keineswegs den Schauerroman; auch weisen spätere Werke zweifellos einen literarischen Reifungsprozess auf. Dennoch ist Carlos Ruiz Zafón ein veritabler Märchenerzähler, der sein Handwerk von Anfang an verstand – das wird an diesem Roman bereits mehr als deutlich. – Fenja Wambold

   
 

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Rezensionen
01.10.2009 23.02.2010 22.09.2011
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann...

01.10.2009 Bewertung:  4 roccosmom vergibt 8 von 10 Punkten

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Ein Sommer im Jahre 1937:  Die verwitwete Simone Sauvelle zieht mit ihren Kindern Dorian und Irene auf  den Landsitz Cravenmoore. Der dort ansässige Spielzeugfabrikant Lazarus hat Simone als Haushälterin eingestellt. Als Dorian sich eingelebt hat und Irene sich ihrer erster Liebe  Ismael hingibt erschüttert ein furchtbarer Tod diesen wunderbaren Sommer. Und Lazarus Jann, dessen labyrinthartige Villa von sonderbaren Spielzeugen und Automaten voll gestopft ist, umgibt ein düsteres Geheimnis das die treibende Kraft zu sein scheint. Als dieser dann auch noch sein Herz an Simone verschenkt wird es gefährlich für die Familie Sauvelle. Denn das Böse duldet keine Liebe….

Carlos Ruiz Zafón hat in seinem Jugendbuch „Der dunkle Wächter“ mit düsteren Beschreibungen eine gruselige Atmosphäre mit Gänsehautfaktor erschaffen. Doch obwohl mich zwischenzeitlich das Grauen selbst gepackt hat und ich nicht im Dunkeln hätte lesen wollen, trotz dessen fehlt mir das gewisse Etwas in diesem Buch. Etwas unbestimmtes, das ich gar nicht genau definieren kann. Dabei war die Geschichte in sich stimmig, der Schreibstil einfach, jedoch Unheil verkündend und die Charaktere der Zeit angepasst.

Die Geschichte erzählt aber nicht nur grauenhaftes sondern birgt auch gleich mehrere ganz große Lieben. Das Buch erzählt außerdem, zwischen den Zeilen, von grenzenloser Hingabe, Fehlentscheidungen, Mut, Tragik und Zusammenhalt.

Besonders schön finde ich den Briefwechsel am Anfang und Ende des Buches, zwischen Irene und Ismael. So erfährt man gleich wie die Protagonisten die Geschehnisse verarbeitet haben und was aus Ihnen geworden ist. Und Platz für ein wenig eigene Fantasie, wie es wohl mit den zwei Liebenden weiter gehen wird, bleibt auch noch.

Diese Gruselgeschichte ist meiner Meinung nach für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet. Jüngere Kinder würden die Geschehnisse wohl noch nicht besonders gut verarbeiten können. „Der dunkle Wächter“ ist für mich auch ein abgeschlossener Roman und benötigt keine Fortsetzung. Wie heißt es doch so schön: „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.“ Daher werde ich mich auch mit diesem ersten Teil der Trilogie zufrieden geben und nicht dem nächsten Band entgegenfiebern. Für düstere Halloweenabende ist Carlos Ruiz Zafóns Buch dennoch genau das Richtige.


roccosmom hat insgesamt 134 Rezensionen angelegt.

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Wunderbar

23.02.2010 Bewertung:  5 Hedwig vergibt 10 von 10 Punkten

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Carlos Ruiz Zafón ist schon länger eine feste Größe im Buchmarkt. Sein großer Durchbruch gelang ihm mit den beiden Romanen “Der Schatten des Windes” und “Das Spiel des Engels”.
Das vorliegende und gerade dieses Jahr erst wieder neuaufgelegte Buch “Der Wächter” richtet sich eher an jugendliche Leser und Fans dürfen sich schonmal freuen, denn auch die beiden anderen schaurig-schönen Jugendromane “Der Fürst des Nebels” und “Der Mitternachtspalast ” werden neu aufgelegt und sind 2010 mit einer Wiederveröffentlichung geplant und für Jugendliche ab 12 Jahren gedacht, wo ich persönlich sie allerdings nicht einordnen würde, denn manche Szenarien haben es doch etwas in sich, so dass mir eine Altersstufeneinordnung ab 16/17 doch etwas passender erscheinen würde.
“Der dunkle Wächter” müßte eigentlich den Buchtitel “Die Septemberlichter” heißen, denn der Originaltitel heißt “Las Luces de Septiembre” und ergäbe damit eigentlich auch mehr Sinn.

Aber kurz zum Inhalt dieser spannenden, fantastischen Geschichte:
Das Geschehen ist in Frankreich im Sommer des Jahres 1937 angesiedelt: Nach dem Tod ihres Mannes, der ihr einen Haufen Schulden hinterlassen hat, verlässt Simone Sauvelle gemeinsam mit ihren Kindern Dorian und Irene die Hauptstadt Paris. Ein alter Freund der Familie hat Mutter Simone in einem kleinen Fischerdorf an der normannischen Küste eine sehr gute Stelle als Haushälterin des Spielzeugfabrikanten Lazarus Jann verschafft und zunächst scheint es auch so, als ginge es bei den Sauvelles nun langsam wieder aufwärts.Nach der schweren Zeit in Paris erscheint ihnen der kleine Ort am Meer ein perfekter Ort für einen Neuanfang zu sein.
Dorian durchstreift die Gegend und geht seiner Begeisterung für die Karthographie nach, Mutter Simone ist von dem seltsamen Charm des Landgutbesitzersbesitzers Lazarus Jann, der sich als äußerst großzügig erweist recht angenehm berührt und macht sich immer weniger Gedanken um skurrile Schrullen von ihm.

Sie dürfen zwar alle einen großen Teil des Landsitzes Cravenmoore nicht betreten, weil im gesamten Westflügel des Anwesens angeblich Lazarus Janns schwerkranke Frau weilt und nicht gestört werden darf und überall im Haus treffen sie auf die zahllosen mechanischen, teilweise unheimlichen und makaberen Puppen/Werke, die Lazarus fertigt – sogar über einen mechanischen Butler mit Namen Christian verfügt er – aber es gelingt ihnen lange, einige unheimlichen Merkwürdigkeiten – Dorian meint z.B. einmal kurz gesehen zu haben, dass der Körper des Hausherren gar keinen Schatten wirft – zugunsten eines geregelten, finanziell abgesicherten Lebens auszublenden.

Tochter Irene lernt über die quirlige Köchin Hannah deren Cousin, den Fischersohn Ismael kennen und verlebt mit ihm ihre erste zarte Liebe. Irene verbringt folgerichtig viel Zeit mit ihm in seinem Wohnort, er nimmt sie auf seinem Boot mit, zeigt ihr den alten Leuchturm, macht mit ihr Ausflüge zu einer geheimen Bucht und Fledermausgrotte und sie erfährt von den Legenden um die unheimlichen Septemberlichter, die man angeblich im verlassenen Leuchtturm vor der Küste sehen kann und einige andere Gruselstories von verschwunden Mädchen, die es vor Jahren in der Gegend mal gegeben haben soll.

Als jedoch eines Tages im Wald eine Mädchenleiche gefunden wird, scheinen die Gruselstories gar nicht mehr nur nette Schauergeschichten am Kamin zu sein und der Landsitz Cravenmoore inklusive seines skurrilen Besitzers vermutlich doch ein sehr düsteres Geheimnis zu bergen. Alle seltsamen Ungereimtheiten, die bisher nicht großartig beachtet wurden, erscheinen plötzlich in einem anderen Licht: was für Briefe bekommt zum Beispiel der Hausherr aus Deutschland, die Simone nicht öffnen darf, obwohl sie sonst seine gesamte Post sogar erledigen soll. Warum sind die Geschichten, die Lazarus Dorian aus seiner Kindheit erzählt, so traurig und was ist wirklich mit Lazarus Ehefrau? Ist doch etwas Wahres dran an den Gerüchten über eine Morserie, die sich um das Landgut Cravenmoore ranken?
Irene, Ismael und Hannah wollen der Sache auf den Grund gehen und begeben sich dadurch selbst in tödliche Gefahr.

Mehr sollte man nicht verraten, außer dass Carlos Ruiz Zafón meiner Meinung nach zu den Schriftstellern gehört, die durch ihre Schreibkunst Atmosphären schaffen können, die ihresgleichen suchen. Da stimmt eben einfach alles und man kann einfach nicht aufhören, seine Bücher zu lesen…auch, wenn dadurch mal anderes liegen bleibt.


Hedwig hat insgesamt 14 Rezensionen angelegt.

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Mystery im Frankreich zur zeit des WW2

22.09.2011 Bewertung:  4 Nazena vergibt 8 von 10 Punkten

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„Der dunkle Wächter“ ist ein Jugendroman des Schriftstellers Carlos Ruiz Zafon und dem Genre Mystery zuzuordnen. Die Handlung spielt in Frankreich, kurz vor dem 2. Weltkrieg.

Inhalt:
Nach dem Tod ihres Mannes ziehen Simone und ihre beiden Kinder, Irene und Dorian, aus Paris fort, da Simone eine Anstellung bei dem Spielzeugfabrikanten Lazarus Jann erhalten hat. Den Kindern ist das Haus Cravenmore mit seinen vielen Automaten zwar unheimlich, aber gerade Dorian freundet sich mit dem Eigenbrödler an, während Irene sich in den Fischerjungen Ismael verliebt. Dann wird Ismaels Kusine getötet, die in Cravenmore als Hausmädchen arbeitete.
Ismael will ihren Tod rächen, und zusammen mir Irene versucht er den Täter zu ermitteln. Wie ist der Spielzeughersteller Lazarus in die Sache verwickelt, und was hat es mit seiner geheimnisvollen, schwerkranken Frau auf sich, die seit 20 Jahren nicht mehr gesehen wurde?
Als Lazarus Simone zu einem Maskenball einlädt und ersichtlich wird, dass die beiden Gefühle füreinander entwickeln, geraten Simone, Irene und Dorian in Lebensgefahr…

Mein Fazit:
Die Geschichte ist sehr düster und stellenweise unheimlich. Da die Kinder teilweise auch nachts das Gebäude erkunden, kann man sich gut die Lage vorstellen: nachts in einem teils ungenutzten Gebäude, überall geheimnisvolle Maschinen, die ticken und sich auch bewegen…
Was letztendlich hinter der ganzen Angelegenheit steckt, ist zwar sehr interessant, aber leider auch unverständlich, da der wahre Hintermann nicht aufgedeckt wird. Die Schauerelemente sind jedoch ausgezeichnet eingebaut und die Geschichte ist in sich schlüssig. Alle Charaktere sind lebendig geschildert, man meint ihnen tatsächlich beim Geschehen zuzugucken. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, aber leider war es wirklich schnell ausgelesen (unter 2 Stunden, allerdings lese ich auch sehr schnell). Ich vergebe 4/5 Sternen.


Nazena hat insgesamt 88 Rezensionen angelegt.

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