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Mystery: Der Historiker
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Titel:      Der Historiker
Kategorien:      Mystery
BuchID:      2207
Autor:      Elizabeth Kostova
ISBN-10(13):      3833303948
Verlag:      Berlin Verlag Taschenbuch
Publikationsdatum:      2006-09-22
Edition:      1
Number of pages:      848
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
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Beschreibung:      Product Description
Der Historiker
Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Legende des Vampirs scheint ebenso unsterblich zu sein wie das mythische Ungeheuer, um das sie sich rankt. Dabei hat sie im Laufe der Jahre ganz unterschiedliche Gestalten angenommen: von der finsteren Eleganz Bela Lugosis bis zu Anne Rice‘ doch sehr modernen Blutsaugern. In Der Historiker nimmt Elizabeth Kostova all diese Einflüsse auf und führt sie zu ihren Ursprüngen zurück: zu Bram Stokers Dracula und weit darüber hinaus in die düsteren Abgründe der europäischen Geschichte.

Wie in Stokers Roman entfaltet sich auch in Der Historiker die Erzählung in Briefen, Archivmaterial und anderen Dokumenten. Die namenlos bleibende Erzählerin findet in der Bibliothek ihres Vaters, des Historikers Paul, ein uraltes Buch und eine Reihe rätselhafter Briefe. Als sie ihren Vater darauf anspricht, erzählt dieser ihr eine ebenso unglaubliche wie schreckliche Geschichte. Die Briefe stammen von seinem ehemaligen Mentor Professor Rossi, der vor etwa zwanzig Jahren Nachforschungen über den berüchtigten rumänischen Fürsten Vlad der Pfähler angestellt hat -- jener historischen Figur, die als Vorbild für Dracula diente.

Rossi hatte damals eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Vieles wies darauf hin, dass Vlad noch immer am Leben sein könnte. Bei dem Versuch, Vlads wahres Grab zu finden, verschwand der Professor jedoch spurlos. Gemeinsam mit Rossis Tochter Helen begab sich Paul auf die Suche nach seinem Mentor und nahm damit zugleich dessen Vermächtnis auf: Licht in die Legende um den grausamen Fürsten zu bringen. Weitere zwanzig Jahre später scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Als ihr Vater Paul auf mysteriöse Weise verschwindet, begibt sich nunmehr die Erzählerin auf die Suche nach ihm – und nach der Wahrheit hinter dem Mythos Dracula.

Der Roman wechselt zwischen drei Zeitebenen, den 30er, 50er und 70er Jahren, in denen die Suche nach Dracula stets wie ein Leitmotiv die Handlung bestimmt. Mit beachtlichem erzählerischem Geschick gelingt es Elizabeth Kostova, die einzelnen Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen. Dabei geht es ihr keineswegs darum, einen nervenaufreibenden Thriller oder Horrorroman zu schreiben. Auf bluttriefende Szenen wartet man hier vergebens. Vielmehr entsteht die subtile Spannung dieses Romans aus den historischen Enthüllungen, die Kostova mit großem Rechercheaufwand untermauert. -- Eine der originellsten und poetischsten Neuschöpfungen des Dracula-Mythos der letzten Jahre! --Sara Schade

   
 

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Rezensionen
25.11.2011
Ein etwas anderer Dracula-Roman

25.11.2011 Bewertung:  5 Tialda vergibt 10 von 10 Punkten

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Rezension:

„Der Historiker“ faszinierte mich schon während ich den Klappentext zum ersten Mal las und als ich das Vorwort hinter mir hatte, war ich schwer verliebt in dieses Buch.

 

Elizabeth Kostova hat einen einmaligen Schreibstil, der oft sehr poetisch ist – man verliebt sich in die zauberhaften Worte, die sie schreibt, schmachtet dahin und will mehr. So freute ich mich darüber, über 820 Seiten davon verschlingen zu können und das habe ich tatsächlich getan – ich habe diesen Roman verschlungen und mich schon bald in den vielen Bibliotheken und Archiven, die in diesem Buch aufgesucht werden, wie zu Hause gefühlt.

 

Die Erzählung ist ziemlich verschachtelt. Im Grunde genommen erzählt ein 16-jähriges Mädchen, dessen Namen man nicht erfährt, die Geschichte. Sie deckt Schritt für Schritt ein Rätsel auf, nach dessen Lösung bereits ihr Vater Paul und vor ihm sein Doktorvater Rossi suchten. Die Erzählung besteht zum Großteil aus Erzählungen von ihrem Vater, an die sie sich zurück erinnert und aus Briefen, die von Rossi stammen. Als ihr Vater verschwindet, läuft sie von zu Hause weg und macht sich mit dem Studenten Barley auf die Suche nach ihm, die sie immer weiter in die Richtung von Vlad dem Pfähler, dem Urbild der Dracula-Legende zu führen scheint.

 

Der Roman fördert viele geschichtliche Hintergründe zutage, die von Vlad ?epe?’ Lebensgeschichte handeln – was ich als Dracula-Fan sehr interessant fand. Ich finde, es macht auch großen Spaß den Protagonisten beim Forschen „zuzusehen“.

 

Man streift mit ihnen durch Bibliotheken, wälzt Bücher und Papiere und findet nach und nach lose Puzzlestücke, die erst am Schluss beginnen ein Muster zu ergeben. Außerdem finden sich immer mehr Personen in der ganzen Welt, die in der Sache mit drinhängen und dachten, sie wären die einzigen – so bildet sich eine kleine Truppe, die mit versammelten Kräften versucht des Rätsels Lösung zu finden.

 

Doch das Unterfangen ist alles andere als ungefährlich. Die Protagonisten werden beobachtet, immer wieder taucht ein seltsamer, ausgezehrt wirkender, alter Mann auf, der die Forscher sogar angreift. Und dann ist da noch das Rätsel um die Mutter des 16-jährigen Mädchens. Ist sie wirklich tot?

 

Ich denke man bemerkt, wie begeistert ich von diesem Roman bin. Wobei mir das Ende leider nicht so ganz zugesagt hat. Ich hätte es mir mystischer gewünscht und fand es ein bisschen zu platt. Die Geschehnisse überstürzen sich, es wird immer heftiger und nimmt die vorhergehende unheimliche Atmosphäre komplett mit sich – aber was ist schon ein nicht so perfektes Ende gegen hunderte von Seiten voller Nervenkitzel und Spannung.

 

Fazit:

Ein etwas anderer Dracula-Roman für Geschichtsliebhaber und Fans von allgegenwärtig mitschwingendem Unwohlsein während des Lesens …


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