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Science-Fiction: Die Welt, wie wir sie kannten
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Titel:      Die Welt, wie wir sie kannten
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      1504
Autor:      Susan Beth Pfeffer
ISBN-10(13):      3551582181
Verlag:      Carlsen Verlag GmbH
Publikationsdatum:      2010-03
Edition:      3
Number of pages:      412
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Die Welt, wie wir sie kannten
Aus der Amazon.de-Redaktion
Miranda ist ein ganz normaler amerikanischer Teenager. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihren Brüdern am Rand einer ganz normalen amerikanischen Kleinstadt und hat ganz normale Teenagerprobleme und -sehnsüchte. Doch dann trifft ein Asteroid den Mond und wirft ihn aus der Bahn. Nur ein wenig, aber das reicht aus, um die Welt aus den Angeln zu heben: Flutwellen verwüsten die Erde, Vulkanausbrüche verdunkeln die Sonne und lassen die Temperaturen schon im Sommer in eisige Tiefen sinken. All das erleben wir durch Mirandas Augen, in ihrem eigenen kleinen Teil der Welt, der nach und nach zur Hölle auf Erden wird.

Ihr Leben ändert sich schleichend, aber unerbittlich: Zuerst fällt hin und wieder der Strom aus, dann gibt es gar keinen mehr – und damit auch keine Kommunikation mit der Welt draußen. Zu Beginn hält die Familie sich mit gehamsterten Einkäufen und ihrem kleinen Gemüsegarten über Wasser, doch dann fallen die Temperaturen, bis schließlich nichts mehr wächst. Mirandas Welt wird immer kleiner – wegen der ausgefallenen Heizung leben sie am Ende alle in einem einzigen Raum –, es gibt immer seltener etwas zu essen, und nach und nach brechen alle Kontakte nach außen ab. Als absehbar ist, dass die letzten Nahrungsmittel in wenigen Tagen aufgebraucht sein werden, entschließt Miranda sich zu einem verzweifelten Schritt ...

Diese Geschichte ist weitaus beklemmender und bewegender als die üblichen Weltuntergangsszenarien. Denn anstatt uns überschwemmte Städte, flüchtende Menschenmassen und Leichenberge vorzuführen, beschränkt sich die Autorin ganz auf Miranda und ihre Familie. In diesem Mikrokosmos erleben wir die weltweite Katastrophe so hautnah, dass es weh tut. Wir verfolgen gebannt, welche Entscheidungen Miranda und die anderen in der immer auswegloseren Situation treffen, und fragen uns immerzu: Was würde ich an ihrer Stelle tun?

Dies ist eine der fesselndsten Dystopien, die es zurzeit auf dem Markt gibt. Ein großartiges Buch, das einen nicht mehr los lässt. Und das gilt nicht nur für die LeserInnen ab zwölf Jahren, für die diese Geschichte geschrieben wurde, sondern ebenso für alle älteren LeserInnen. -- Gabi Neumayer

   
 

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Rezensionen
08.08.2010 10.02.2012
Die Welt, wie wir sie kannten

08.08.2010 Bewertung:  4.5 LenaBo vergibt 9 von 10 Punkten

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Am 18. Mai versammeln sich alle Bewohner der Straße, in der die 16-jährige Miranda mit ihrer Familie lebt, vor ihren Häusern. Um 21.37 Uhr soll ein Asteroid auf dem Mond einschlagen. Alle fiebern dem Ereignis schon tagelang entgegen, die Gemeinschaft auf den Straßen ist in Feierstimmung. Familien sitzen mit ihren Freunden auf der Veranda, ausgerüstet mit Ferngläsern und Teleskopen.
In dem Moment, in dem der Asteroid den Mond trifft, reisst die Stimmung schlagartig ab...Miranda hört panische Schreie, Mütter rufen nach ihren Kind und schicken sie ins Haus. Als Miranda zum Himmel blickt traut sie ihren Augen nicht: der Mond hängt schief am Himmel, ist der Erde nun viel näher als noch vor der Kollission, so nah, dass Miranda jeden einzelnen Krater des Mondes mit bloßem Auge erkennen kann.
Anfangs scheint sich nur das Aussehen des Mondes geändert zu haben, doch schon bald verändert sich das Wetter dramatisch. Gefährliche Gewitter mit tornadoähnlichen Sturmböen werden zum Alltag, das gesamte Klima im Bundesstaat Pennsylvania steht völlig Kopf.
Mirandas Mutter, Laura, erkennt den Ernst der Lage und nimmt die Warnungen der Meterologen ernst. Diese behaupten, die veränderte Umlaufbahn des Mondes habe zur Folge, dass sich die Gezeiten völlig verändern und schon bald mit tödlichen Tsunamis und Schlimmeren zu rechnen sei.
Laura begibt sich mit ihren Kindern in den nahgelegenen Supermarkt. Schon von Weitem entdeckt Miranda die panischen Mitbürger, die wie Wahnsinnige Geschäfte plündern und sich mit Nahrungsmitteln und allem, was man zum Überleben brauchen könnte, eindecken.
Hält Miranda ihre Mutter anfangs noch für völlig verrückt, weil diese sogar massenweise Thermounterwäsche kauft, obwohl doch gerade noch Frühling ist, so muss sie doch schon schneller als ihr lieb ist feststellen, dass sie bald mit ihrer gesamten Familie ums bittere Überleben kämpfen muss. Die Welt scheint unterzugehen...

 

In Tagebuchform beschreibt die Protagonistin Miranda die Zeit vor und nach dem Einschlag des Asteroiden auf dem Mond.
Geht es anfangs noch um ihr Schulleben und um ihre Familiensituation, so ändert sich die gesamte Atmosphäre des Buches durch das Ereignis am 18. Mai schlagartig. Durch dramatische, hochspannende und gleichzeitig auch tieftraurige Beschreibungen kann man überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen.
Miranda beschreibt ausführlich die Lebensumstände, in der sie sich mit ihrer Familie befindet und darüber hinaus ihre Gefühle, die sich oft nicht nur auf ihre Ängste eines nahenden Weltuntergangs beschränken.
Besonders ergreifend wird die Beziehung zwischen Miranda und ihren Geschwistern Matt und Jon beschrieben, die in jeder Situation versuchen, sich gegenseitig zu beschützen und das Überleben der Familie zu sichern.

 

Im Gegensatz zu gängigen Hollywoodfilmen, die sich mit Katastrophenszenarien auseinandersetzen, hebt sich \'Die Welt, wie wir sie kannten\' besonders dadurch hervor, dass die Geschichte auf rasante Actionbeschreibungen oder ähnliches verzichtet. Das Besondere an dem Buch ist, dass es durchgängig äußerst emotional und authentisch geschrieben ist und durch schlichte Alltagsbeschreibungen, die trotzdem unglaublich bewegend und nervenaufreibend sind, von sich überzeugt. Des Öfteren habe ich alles um mich herum völlig vergessen und hatte selbst das Gefühl, dass ich schnell zum nächsten Supermarkt gehen sollte, um mich mit Konservendosen und tonnenweise Mineralwasser eindecken sollte, so sehr hat mich die Geschichte um Miranda und ihre Familie in den Bann gezogen.
Der Roman verdeutlicht, dass es in lebensbedrohlichen Situationen äußerst wichtig ist, dass man zu seiner Familie hält und man mit der Hilfe und der Liebe seiner Verwandten auch schlimmste Probleme meistern kann.

 

Fazit: \'Die Welt, wie wir sie kannten\' ist ein toller Jugendroman. Er bewegt, geht unter die Haut und ist durch die Tagebucheinträge der Protagonistin spannend und emotional zugleich.


LenaBo hat insgesamt 25 Rezensionen angelegt.

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Beklemmend

10.02.2012 Bewertung:  5 Nazena vergibt 10 von 10 Punkten

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Ein bedeutendes astronomisches Ereignis steht bevor: ein Asteroid wird auf den Mond einschlagen. Alle sind gespannt, es kommt Volksfeststimmung auf. Doch als der Asteroid auf den Mond trifft, ist dieser plötzlich viel größer als vorher.

Am nächsten Morgen häufen sich die Schreckensbotschaften: Tsunamis und Erdbeben wüten überall auf der Welt, es gibt tausende Tote. Miranda und ihre Familie legen sich große Nahrungsmittel- und Holzvorräte zu, denn die Lage wird immer bedrohlicher. Die Stromversorgung bricht zusammen, Nachrichten werden immer spärlicher und sämtliche Märkte werden wegen fehlender Nachlieferungen geschlossen. Als dann auch noch Vulkane ausbrechen und die Asche den Himmel verdunkelt, steht ein langer und harter Winter bevor...

Man folgt der Handlung aus Sicht von Miranda, die Tagebuch führt. Da sie häufig erst abends die Erlebnisse des Tages zusammenfasst, schildert sie nicht nur die gerade stattfindende Handlung, sondern auch ihre Gedanken zu den Ereignissen. Sie wohnt mit ihrer Familie, zwei Brüdern und ihrer Mutter, auf dem Land. Zu Beginn verharmlost sie die Erlebnisse und will sich gar nicht mit ihnen beschäftigen, doch nach und nach begreift sie den Ernst der Lage. Keiner weiß, ob die USA, oder die Welt überhaupt, die Krise überstehen werden. Auch Miranda wird immer pragmatischer und sieht das Ende irgendwann nicht mehr als Möglichkeit, sondern als Gewissheit. Ihre Verhaltensänderung vom Teenie zur Erwachsenen in weniger als einem Jahr ist überaus überzeugend dargestellt.  Sie handelt nicht immer bestmöglich, aber authentisch. Unwillkürlich fragt man sich, wie man selbst mit einem solchen Ereignis umgehen würde. Mirandas zwei Freundinnen gehen ganz andere Wege, und auch die Abgründe des menschlichen Verhaltens in Krisensituationen werden angeschnitten, wenn auch nicht ausführlichst erläutert. Der Roman hat mich mit einem äußerst unguten Gefühl zurückgelassen, da er sehr wirklichkeitsgetreu verfasst ist. Durchaus ein Zeichen für die Qualität des Buches, ich habe es trotz Gänsehaut in einem Zug durchgelesen. Auch wenn mich persönlich der Roman weniger angesprochen hat, muss ich ich zugestehen, dass er spannend, gut recherchiert und sehr ergreifend ist.

Für alle Fans von Dystopien sicherlich empfehlenswert, im Gegensatz zu den Platzhirschen des Buchmarktes gibt es allerdings keine Liebesgeschichte (was hier auch reichlich fehl am Platze gewesen wäre) und auch kein klassisches Happy-End. Wenn man ohnehin schon deprimiert ist, sollte man aber vorsichtshalber besser zu etwas anderem greifen.


Nazena hat insgesamt 88 Rezensionen angelegt.

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