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Science-Fiction: Die Falter: Perdido Street Station, Bd. 1. Roman
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Titel:      Die Falter: Perdido Street Station, Bd. 1. Roman
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      613
Autor:      China Miéville
ISBN-10(13):      3404232453
Verlag:      Bastei Lübbe (Bastei Verlag)
Publikationsdatum:      2004-07-07
Edition:      1
Number of pages:      558
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
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Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Achtung: Dieses Buch wird Ihre Vorstellung davon, was Sie unter Science Fiction, Fantasy oder Horror verstehen, grundlegend in Frage stellen. Es sprengt jedes Genre und seine erzählerische Wucht gleicht einem glühenden Lavastrom, der seine Leser mit sich reißt. Erzählt wird von einer Stadt, die mehr ist als ein Moloch; von Menschen und anderen Lebewesen, die nach Wissen gieren, dass ihre Gehirnwindungen zu Eis erstarren lässt; und von einer Gefahr, die die Stadt und ihre Bewohner für immer verändern wird.

Isaac Dan dar Grimnebulin, einst angesehenes Mitglied des Lehrkörpers der Universität von New Crobuzon, hätte es eigentlich besser wissen müssen: Eines Tages klopft ein geheimnisvoller Fremder an die Tür seines Labors und bittet ihn um Hilfe. Das Entgeld, das er Isaac dafür bietet, ist fürstlich, doch die Aufgabe birgt ungeahnte Schrecken: Isaac soll mit Hilfe seiner Kenntnisse von Mensch und Maschine eine Verstümmelung rückgängig machen, die dem Fremden einst als Strafe angetan wurde.

Verzweifelt sucht Isaac die ganze Stadt nach Mitteln und Wegen ab, den Wunsch des Fremden zu erfüllen. Es gibt wenig, was es in New Crobuzon nicht gibt, aber alles hat seinen Preis. Und als ihm schließlich ein merkwürdiges mutiertes Wesen aus den Versuchslabors der Stadtoberen in die Hände fällt, ahnt er nicht, dass er damit einen Schrecken über der Stadt heraufbeschwört, dem ihre Bewohner nichts entgegenzusetzen haben.

Es fast unmöglich, einem Buch wie Perdido Street Station (deutsch in zwei Bänden: (Die Falter und Der Weber), auch nur annährend gerecht zu werden. Das Schicksal Isaacs ist nur ein Handlungsstrang von vielen, die sich durch den Roman ziehen. China Miéville ist ein junger britischer Autor, der seine Leser wie ein alter Meister in eine fremdartige Welt zu entführen weiß. New Crobuzon mag eine Stadt sein, in der man nur äußerst ungern leben möchte. Aber Miéville schildert nicht nur ihre Abgründe, sondern auch die Lebensfreude ihrer Bewohner, ihre Suche nach Wissen, Erleuchtung, Liebe. Und er verfügt über eine Fantasie, die unvergleichlich ist.

Zwar ist es Unsinn, wenn auf dem Buchrücken behauptet wird, dies sei ein Buch "für alle Freunde von Peter F. Hamilton". Miéville weiß sich Mervyn Peake und M. John Harrison, wohl auch Michael Moorcocks London-Romanen und Michael Swanwicks Die Tochter des stählernen Drachen verbunden. Aber es ist gleichgültig, für welche Richtung der fantastischen Literatur Sie schwärmen: Perdido Street Station reißt seine Leser mit und lässt sie nicht mehr los, wie kaum ein anderes Buch der letzten Jahre. --Hannes Riffel

   
 

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Rezensionen
05.07.2009
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicDie ersten paar Seiten sind bei diesem Buch schwer zu überwinden. Wer dies aber schafft, den erwartet ein buntes Feuerwerk aus einer fantastischen Story und einer Extra-Portion Sprache.

Isaac Dan dar Grimnebulin ist ein Wissenschaftler, der sich bei seiner Arbeit immer haarscharf an der Grenze der Legalität bewegt, und manchmal auch dahinter. Früher ein genialer Professor an der Universität, gibt er sich inzwischen mit allen möglichen Aufträgen zufrieden. Einer dieser Aufträge ist eine echte Herausforderung und Isaac setzt alles daran, diese Herausforderung zu meistern. Dabei läßt er unwissentlich ein Monster auf die Stadt los, und um es wieder einzufangen, muß er sich mit einer Riesenspinne, dem Weber, zusammentun.

Die Figuren des Wissenschaftlers oder seiner ungewöhnlichen Freunde sind sicher ein Grund, warum man immer weiterlesen will. Aber sie verblassen regelrecht, wenn es um die Beschreibung der Falter geht. Ehrlich, nachdem man das gelesen hat, bekommt man einen Heidenrespekt vor Schmetterlingen! =) Der Weber, ebenfalls eine wichtige "Person" in Miévilles Geschichte, spricht immerzu in Großbuchstaben und erinnert einen irgendwie an Pratchetts Gevatter Tod.
All dies wird noch einmal übertroffen - von der Beschreibung New Crobuzons, einer wahren Monstösität von einer Stadt. Miéville führt den Leser durch alle möglichen Winkel und Gassen, und mit jeder von ihnen ist man froh, nicht selber dort zu leben. Der Autor schildert die Besonderheiten dieses oder jenes Viertels mit so vielen Details, daß man irgendwann zu glauben beginnt, er spräche aus Erfahrung. Die Sitten, Gebräuche, Religionen und Rassen dieser Stadt sind so vielfältig, wie sonst kaum irgendwo in der Literatur.

Wie der Roman sich in der Originalsprache liest, kann ich nicht sagen. Was die deutsche Übersetzung angeht - Respekt an Frau Bauche-Eppers. Die Sprache des Buches ist manchmal modern, manchmal altmodisch - und manchmal ohne Fremdwörterbuch kaum verständlich. Gerade deshalb fasziniert sie einen.

Noch etwas sei zu diesem Buch gesagt: Es ist nichts für zarte Gemüter. Manche Szenen sind brutal und verursachen eine äußerst unangenehme Gänsehaut beim Leser.
Aber natürlich gibt es nicht nur Brutalität. In New Crobuzon geht es in gewissen Dingen genau so zu, wie in anderen Städten: Es gibt Liebe, Haß, Verzweiflung, Freude und Hoffnung.

Fazit:
"Perdido Street Station" ist ein grandioser Roman, an dem man als Sci-Fi-Liebhaber kaum vorbeikommen wird.

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