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Science-Fiction: Die Haarteppichknüpfer
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Titel:      Die Haarteppichknüpfer
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      635
Autor:      Andreas Eschbach
ISBN-10(13):      3795113717
Verlag:      Schneekluth Verlag Kg
Publikationsdatum:      1995
Edition:      Hardcover
Number of pages:      323
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
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Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Buch schildert anfangs die Zustände auf einem Planeten in einer nicht näher bestimmten Zukunft: die am höchsten angesehe Kaste ist die der "Haarteppichknüpfer", einer Art Weber, die aus dem Haar ihrer Frauen und Töchter einen Teppich weben; und das mit solch einer Kunstfertigkeit und Knotendichte, daß an deren Lebensende gerademal ein Teppich vollendet ist, mit dessen Verkauf das Überleben der Familie wieder für eine Generation gesichert ist. Der Käufer aller Teppiche des Planeten ist der Kaiser, gottgleich und unsterblich, für dessen Palast die unbezahlbaren Kunstgegenstände bestimmt sind.

Die Perspektive wechselt, und plötzlich findet sich der Leser im Orbit des Planeten wieder. Dort befindet sich ein Expeditionsraumschiff, das in diesen bisher unbekannten Sektor der Galaxie vorgedrungen ist und dessen Pilot nun beschließt auf dem Planeten zu landen um mehr Informationen zu sammeln. Kurz nach seiner Ankunft wird er jedoch gefangengenommen, denn er verbreitet die "ketzerische" Nachricht, der Kaiser sei schon seit langem gestürzt und die Rebellen hätten die Menschen von ihrem Joch befreit. Dies paßt natürlich überhaupt nicht ins Weltbild der Einheimischen, denn für die Festigung der Macht des Kaisers sorgen planetenweit umherwandernde Priester ... doch vor seinem Verschwinden kann der Pilot noch eine Mitteilung über die Haarteppiche an sein Schiff schicken. Nach einiger Zeit wird die Suche nach ihm aufgegeben und die Sache mit den Teppichen wäre nur eine Kuriosität geblieben, wenn nicht Hunderte anderer Planeten entdeckt worden wären, auf denen das gleiche faszinierende Handwerk weit verbreitet ist. Doch in dem Palast des Kaisers -- der in der Tat gestürzt wurde -- wird kein einziger dieser Teppiche gefunden und immer noch holen Schiffe die fertiggestellten Produkte ab. Was also geschieht mit den Teppichen? Die Antwort wird am Ende des Buches offenbart, doch bis dahin erfährt man noch viel mehr Hintergründe: die Geschehnisse, die zum Sturz des Kaisers führten, genauso wie Einblicke in die Kultur des Planeten ... und immer wieder nimmt die Handlung überraschende Wendungen.

Urteil: Mit seinem Erstlingswerk zeigt Eschbach, daß die deutsche SF nicht tot ist. Die von ihm entworfene Welt ist ebenso äußerst ergreifend wie fremdartig, und das ohne irgendwelche spektakulären Action-Einlagen oder Super-Aliens. Durch andauernde Sprünge in Erzählperspektive sowie Zeitlinie weiß der Autor den Leser bis zum Ende zu fesseln, bis schließlich die vielen Mosaike ein großes Bild ergeben ... auch wenn die Auflösung und einige andere Aspekte vielleicht mehr mit Fantasy als mit Science Fiction zu tun haben. Alles in allem wirklich empfehlenswert, besonders weil sich die Story erfrischend vom Durchschnitt abhebt. --Oliver Faulhaber

   
 

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Rezensionen
05.07.2009 05.07.2009
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Zelda vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicEs hat Zeiten gegeben, da war die Buchausgabe der "Haarteppichknüpfer" mangels Verfügbarkeit fast ebenso wertvoll wie einer jener Teppiche, um die sich alles dreht. Und tatsächlich hat der Roman es verdient, gehört er doch meiner Meinung nach zu den ungewöhnlichsten, aber auch besten SF-Romanen der letzten Zeit.

SF, das stimmt nicht ganz, da die Handlung zu großen Teilen auf einem Planeten spielt, der eher mittelalterliche Strukturen hat. Der ganze Aufbau des Universums und der Reglungen, wie was auf dem Planeten zu geschehen hat, ist meisterlich und sehr gut durchdacht.

Ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache, dass dem Buch jeglicher Protagonist fehlt. Stattdessen erzählt jedes Kapitel eine eigene kleine Geschichte, die aber mit dem Rest quasi "verknüpft" ist und ein großes Ganzes ergibt. Dabei werden diese kleinen Handlungen selbst so faszinierend geschildert, dass es oft schade ist, dass es nur bei diesem Intermezzo bleibt und die gerade lieb gewonnen Charaktere ein schlimmes Ende finden.

Der Grundtenor des Buches ist dann auch eher deprimierend, Eschbach spart nicht mit Schicksalsschlägen und das Ende des Buches liefert eine ebenso brillante wie düstere Erklärung ab.

Insgesamt kann ich sagen, dass mich "Die Haarteppichknüpfer" sehr beeindruckt haben kaum zu glauben, dass es das erste Buch ist, dass Eschbach geschrieben hat. Neben "Der Letzte seiner Art" und dem "Jesus Video" für mich einer der Gründe, warum Eschbach seinen Ruf als DER deutsche SF-Schriftsteller der Neuzeit zu Recht verdient.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3 Anonym vergibt 6 von 10 Punkten

UserpicDas Buch ist echt kurios. Jede Geschichte ist auf irgendeine Art und Weise mit dem roten Faden verknüpft. Eigentlich ist es weniger ein roter Faden denn ein rotes Knäul, in dem alle Geschichten zusammenlaufen.

Man könnte es als eine Art Soziale Science Fiction bezeichnen, denn es geht hier nicht um die Welten, sondern um einzelne Schicksale, egal welchen "Rang" sie in dem Universum bekleiden. Eschbach verknüpft die Geschichten auf geniale Art und Weise, dass es schon fast zur Sucht wird, bis zum Ende zu kommen. Aber auch nur fast, denn einem Teil der Geschichten fehlt definitv das fesselnde, man hat eher das Gefühl, dass sie als Lückenfüller dienen.

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